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Nachrichten

Sonntag, 31. August 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NEW ORLEANS: Wegen des herannahenden Hurrikans 'Gustav' hat der Bürgermeister der US-Südstaatenmetropole New Orleans eine Zwangsevakuierung aller Bewohner angeordnet. Dies sei -so wörtlich- die Mutter aller Stürme, so Bürgermeister Ray Nagin. Wer bleibe, dem könne nicht geholfen werden, da es keine Rettungsdienste geben werde. Bereits am Samstagabend waren die Ausfahrtstraßen verstopft. An den Tankstellen ging der Treibstoff aus. 2005 hatte der Hurrikan 'Katrina' New Orleans schwer verwüstet. 'Gustav' war Samstag mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 230 Stundenkilometern über Kuba hinweggefegt. Dabei richtete er vor allem in der südwestlichen Region um die Stadt Carraguao schwere Schäden an. Der US-Katastrophenschutz rechnet damit, dass 'Gustav' die höchstmögliche Hurrikan-Stufe '5' erreichen kann.

JERUSALEM: Israels Ministerpräsident Ehud Olmert trifft sich an diesem Sonntag mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zu weiteren Friedensverhandlungen. Ziel ist laut israelischen Medienberichten, Grundzüge einer Friedensvereinbarung festzuklopfen, die dann im kommenden Monat den USA vorgelegt werden soll. US-Präsident George W. Bush hatte beim Nahost-Gipfel von Annapolis im November 2007 versprochen, noch vor Ende seiner Amtszeit eine Vereinbarung zwischen den Konfliktparteien herbeizuführen. Bei den Gesprächen wird es auch um den Status Jerusalems gehen. Israel betrachtet ganz Jerusalem als seine Hauptstadt, was international nicht anerkannt wird. Die Palästinenser hingegen wollen Jerusalem zu ihrer eigenen Hauptstadt machen.

LONDON: Der britische Premierminister Gordon Brown hat vor dem EU-Krisentreffen am Montag in Brüssel eine radikale Überprüfung der Beziehungen zu Russland gefordert. In der Zeitung 'Observer' warf er dem Kreml im Kaukasuskonflikt ein einseitiges, gefährliches und inakzeptables Vorgehen vor. Russland müsse sich an die internationalen Spielregeln halten, wenn es von Einrichtungen wie den G-8, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) und der Welthandelsorganisation WTO profitieren wolle. Zuvor hatte bereits Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Telefonat mit dem polnischen Präsidenten Lech Kaczynski für eine gemeinsame europäische Haltung zum Kaukasus-Konflikt geworben. Polen befürwortet anders als Deutschland Sanktionen gegen Russland.

MEXIKO-STADT: In der mexikanischen Hauptstadt haben mehr als 150.000 Menschen gegen die zunehmende Kriminalität im Lande demonstriert. Ganz in Weiß gekleidet und mit Kerzen in der Hand versammelten sich die Demonstranten auf dem Zocalo-Platz im Stadtzentrum. Viele Teilnehmer hielten Fotos von Entführungsopfern in die Höhe. Auch in anderen Städten gab es ähnliche Proteste. Auslöser war die Entführung eines 14-Jährigen, der trotz Zahlung eines Lösegeldes von den Entführern ermordet wurde. Präsident Felipe Calderon hatte bei seinem Amtsantritt im Dezember 2006 den Kampf gegen die eskalierende Kriminalität zur Chefsache erklärt. Mexiko gehört weltweit zu den Ländern mit den meisten Entführungen. Allein 2007 sollen schätzungsweise 7.000 Menschen gekidnappt worden sein.

BANGKOK: Das thailändische Parlament ist zu einer Sondersitzung zusammengekommen. Premierminister Samak Sundaravej hatte sie einberufen, weil es ihm nach eigenen Angaben bisher nicht gelang, die gegen ihn gerichteten Massenproteste in den Griff zu bekommen. In seiner Fernsehansprache bekräftigte Samak, er werde nicht zurücktreten und auch nicht den Ausnahmezustand verhängen. Seit Dienstag halten Tausende Oppositionelle der "Volksallianz für Demokratie' den Regierungssitz in Bangkok besetzt. Sie fordern den Rücktritt Samaks, dem sie vorwerfen, auf Anweisung des 2006 gestürzten Regierungschefs Thaksin Shinawatra zu handeln. An diesem Sonntag eröffneten die tagelang bestreikten Flughäfen der Touristenstädte Phuket und Krabi wieder.

PEKING: Das neue Erdbeben in der chinesischen Provinz Sichuan hat schwere Zerstörungen angerichtet. Nach offiziellen Angaben stürzten etwa 130.000 Häuser ein; mehr als 650 Schulen seien schwer beschädigt worden. Die Zahl der Opfer stieg auf 25. Das Beben der Stärke 6,1 hatte sich am Samstag in der Grenzregion der beiden Provinzen Sichuan und Yunnan ereignet. Bei dem schweren Beben in Sichuan am 12. Mai waren rund 70.000 Menschen ums Leben gekommen, 18.000 weitere gelten als vermisst. Fünf Millionen Menschen wurden obdachlos.

BERLIN: Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Christian Wulff hat die große Koalition in Frage gestellt, sollte die SPD in Hessen mit der Linkspartei zusammenarbeiten. In einem solchen Fall sei der Richtungswahlkampf eröffnet, sagte er der "Bild am Sonntag". Kein Mensch glaube der SPD dann noch, dass sie nicht auch im Bund mit den Linken zusammenarbeiten würde. Eine vertrauensvolle Kooperation in der großen Koalition könne er sich so nicht vorstellen, meinte der niedersächsische Ministerpräsident. Die Delegierten der Linkspartei in Hessen hatten sich am gestrigen Samstag in Lollar bei Gießen grundsätzlich bereit erklärt, eine mögliche rot-grüne Minderheitsregierung zu tolerieren und die SPD-Landesvorsitzende Andrea Ypsilanti zur Ministerpräsidentin zu wählen.

ZUM SPORT: Anna-Lena Grönefeld steht erstmals im Achtelfinale bei den US Open der Tennisprofis. Die 23-Jährige aus Nordhorn gewann in New York 6:4, 7:5 gegen die Französin Alizé Cornet. Am Montag trifft sie auf die Russin Dinara Safina.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend sonnig und trocken. Im Tagesverlauf im Südwesten und Westen Gewitter möglich. Höchstwerte 24 bis 31 Grad.

Am Morgen meldeten bei überwiegend wolkenlosem Himmel:Hamburg, Berlin und Dresden: 16 Grad;
Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 18 Grad und
München: 15 Grad

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