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Nachrichten

Sonntag, 30. September 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr-Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MÜNCHEN: Nach seinem Rückzug vom Posten des CSU-Vorsitzenden gibt Edmund Stoiber heute auch sein Amt als bayerischer Ministerpräsident ab. Der seit langem angekündigte Schritt wird formal durch ein Schreiben an Landtagspräsident Alois Glück vollzogen. Damit endet Stoibers 14-jährige Amtszeit als Regierungschef. Zum neuen bayerischen Ministerpräsidenten soll am 9. Oktober im Landtag der bisherige Innenminister Günther Beckstein gewählt werden, der am Samstag von den Delegierten des Münchner CSU-Parteitags nahezu einstimmig nominiert worden war. Der neue CSU-Chef Erwin Huber bekräftigte den bundespolitischen Anspruch seiner Partei. Er werde in Berlin die gleiche 'Standfestigkeit und Hartnäckigkeit' aufbringen wie sein Vorgänger, betonte Huber.

TAIPEH: Die taiwanische Regierungspartei hat in einer Resolution die Unabhängigkeit der Insel von China gefordert. Die Delegierten beschlossen auf einem Parteitag in Taipeh zudem, künftig Taiwan als Bezeichnung ihres Landes zu verwenden. Der bisherige offizielle Name 'Republik von China' solle abgeschafft werden. Die Volksrepublik China hat Taiwan mehrfach mit Krieg gedroht, sollte es seine Unabhängigkeit formell erklären. Zwar sind China und Taiwan seit 60 Jahren getrennt, die Volksrepublik betrachtet die Insel dennoch weiterhin als abtrünnige Provinz. Taiwan war Mitte des Monats erneut damit gescheitert, als eigenständiger Staat in die Vereinten Nationen aufgenommen zu werden.

RANGUN: In Birma hält die Militärregierung an ihrer Strategie fest, weitere Proteste gegen das Regime im Keim zu ersticken. Laut Augenzeugen-Berichten wurden zusätzliche Polizei- und Armee-Einheiten in die größten Städte des Landes entsandt. Nach den anfänglichen Massenprotesten wagten sich in der Metropole Rangun zuletzt nur noch einige hundert Regimekritiker auf die Straße, um für mehr Demokratie zu demonstrieren. Zahlreiche Personen wurden festgenommen. Nach Gesprächen mit der Militärjunta am Regierungssitz in Naypyitaw kehrte der UN-Gesandte Ibrahim Gambari inzwischen nach Rangun zurück. Dort kam er nach Angaben von Diplomaten mit Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi zusammen. Die Friedensnobelpreisträgerin steht seit Jahren unter Hausarrest.

ISLAMABAD: In Pakistan haben zahlreiche Journalisten gegen den Polizeieinsatz während einer Demonstration von Regierungskritikern protestiert. Dabei waren am Samstag Polizisten mit Tränengas und Schlagstöcken gegen Demonstranten vorgegangen, die gegen die geplante Wiederwahl von Präsident Pervez Musharraf protestierten. Bei dem Einsatz waren mehr als 60 Menschen verletzt worden, darunter etliche Journalisten. Die Wahlkommission hatte am Samstag grünes Licht für die Kandidatur Musharrafs gegeben. Musharraf kündigte an, er wolle nach einem Wahlsieg seinen Posten als Heereschef aufgeben. Das oberste Gericht des Landes hatte am Freitag mehrere Einsprüche gegen seine erneute Kandidatur abgewiesen.

KABUL: Die radikal-islamischen Taliban haben ein Verhandlungsangebot des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai zurückgewiesen. Sie würden nicht mit der Regierung in Kabul verhandeln, bevor die ausländischen Truppen aus Afghanistan abgezogen seien, sagte ein Taliban-Sprecher. Karsai hatte sich am Samstag zu direkten Verhandlungen mit Taliban-Führer Mullah Omar bereiterklärt, um der anhaltenden Gewalt ein Ende zu setzen. Zuvor hatten sich die Taliban zu einem Anschlag bekannt, bei dem ein Selbstmordattentäter vor einem Bus der Streitkräfte einen Sprengsatz gezündet und mindestens 31 Menschen in den Tod gerissen hatte. Der UN-Sicherheitsrat in New York verurteilte die Tat. Die Verantwortlichen müssten gefunden und der Justiz übergeben werden, heißt es in einer in Erklärung des Rates.

MALE: Der Präsident der Malediven, Abdul Gayoon, hat den Bombenanschlag auf der Inselgruppe scharf verurteilt und harte Strafen für die Täter angekündigt. Innenminister Abdullah Kamaluddin sprach von einem feigen Terroranschlag. Am Samstag war vor dem Eingang eines beliebten Freizeitparks in der Hauptstadt Male ein Sprengsatz explodiert. Dabei hatten acht chinesische, zwei britische und zwei japanische Urlauber Brandverletzungen erlitten. Nur wenige Stunden nach dem Attentat nahm die Polizei zwei einheimische Verdächtige fest. Die Hintergründe des Anschlags sind weiter unklar.

KIEW: In der Ukraine ist die mit Spannung erwartete Parlamentswahl angelaufen, die dem Land einen Ausweg aus dem Machtkampf zwischen pro-russischen und pro-westlichen Kräften ebnen soll. Insgesamt bewerben sich 20 Parteien und Gruppierungen um die 450 Sitze im Parlament. Der reform-orientierte Staatspräsident Viktor Juschtschenko hatte die Wahl vorgezogen, nachdem eine Reihe von Abgeordneten seiner Fraktion in das Lager des pro-russischen Regierungschefs Viktor Janukowitsch gewechselt war. Nach jüngsten Umfragen dürfte Janukowitschs 'Partei der Regionen' erneut stärkste politische Kraft werden.

BERLIN: Die Deutsche Bahn hat Notfallpläne entwickelt, um die Folgen eines möglichen Lokführer-Streiks abzumildern. Nach Angaben eines Bahn-Managers sollen unter anderem Lokführer aus dem Ausland als Aushilfskräfte beschäftigt werden. Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer will am Montag bekannt geben, wann und auf welchen Strecken gestreikt werden soll. Die GDL fordert für das Fahrpersonal einen eigenen Tarifvertrag und deutlich höhere Einkommen.

ZUM SPORT: Der Äthiopier Haile Gebrselassie ist beim Berlin-Marathon Weltrekord gelaufen. Mit 2 Stunden 4 Minuten und 26 Sekunden unterbot er die bisherige Bestmarke um fast eine halbe Minute. - Der britische Formel-1-Pilot Lewis Hamilton hat den Großen Preis von Japan gewonnen. Der McLaren- Mercedes-Fahrer konnte damit seinen Vorsprung in der WM-Wertung auf 12 Punkte ausbauen. Die Plätze zwei und drei belegten der Finne Heikki Kovalainen im Renault und dessen Landsmann Kimi Räikkönen im Ferrari. - Im Finale der Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft in China trifft Titelverteidiger Deutschland heute auf Brasilien. Im laufenden Turnier hat das DFB-Team noch kein Gegentor hinnehmen müssen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vor allem im Norden und Nordosten noch viele Wolken, örtlich Regen. Sonst heiter bis wolkig und trocken. Tagestemperaturen 14 bis 22 Grad.

Am Mittag meldeten:

Hamburg: 14 Grad, stark bewölkt;
Berlin: 15 Grad, stark bewölkt;
Dresden: 15 Grad, wolkig;
Köln/Bonn: 15 Grad, leicht bewölkt;
Frankfurt am Main: 14 Grad, wolkig und
München: 16 Grad, ebenfalls wolkig

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