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Nachrichten

Sonntag, 30. März 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PEKING: China hat den Dalai Lama erneut beschuldigt, die Proteste in Tibet anzuheizen. Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua veröffentlichte eine Reihe von Äußerungen des geistlichen Führers der Tibeter. Diese sollen im Widerspruch zu seiner mehrfach geäußerten Bereitschaft zum Dialog mit der Führung in Peking stehen. Die chinesische Polizei hat nach einer weiteren Xinhua-Meldung in einem Kloster im Südwesten Tibets Waffen, Munition und Sprengstoff gefunden. 26 Personen seien festgenommen worden. Unterdessen haben die Unruhen offensichtlich zu einer ersten personellen Konsequenz geführt. Der Leiter der tibetischen Kommission für Ethnische Minderheiten und Religiöse Angelegenheiten, Danzeng Langjie, sei entlassen worden, heißt es auf der Internetseite der staatlichen Tageszeitung 'Tibet Daily'. Chinesische Sicherheitskräfte haben nach Angaben von Exilorganisationen nach neuen Protesten große Teile der tibetischen Hauptstadt Lhasa abgeriegelt.

LJUBLJANA: Trotz wachsender Besorgnis über die Gewalt in Tibet verzichtet die Europäische Union vorerst auf eine Festlegung zum Umgang mit den Olympischen Spielen in China. Bei Beratungen in Slowenien riefen die EU-Außenminister die Führung in Peking lediglich zu einem Dialog mit Vertretern der tibetischen Autonomiebewegung auf und verurteilten die jüngsten blutigen Zusammenstöße. Einen Boykott der Spiele hatten größere Staaten wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien bereits zuvor abgelehnt. Auch andere Mitgliedsländer hätten zum Ausdruck gebracht, dass eine politische Instrumentalisierung des Sports keine angemessene Reaktion wäre, sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier zum Abschluss des Treffens.

JERUSALEM: Israel und die Palästinenser haben nach den Worten von US-Außenministerin Condoleezza Rice eine gemeinsame Verantwortung für die Schaffung einer besseren Atmosphäre in der Region. Die Palästinenser müssten sich der Sicherheit Israels und Israel der Verbesserung der palästinensischen Lebensverhältnisse verantwortlich fühlen, sagte Rice nach einem Treffen mit ihrer israelischen Kollegin Zipi Liwni. Sie erwarte von beiden Seiten bedeutsame Schritte im Bereich der Wirtschaft, der Lebensqualität und der Sicherheit. Nach dem Gespräch mit Liwni wollte Rice mit dem israelischen Verteidigungsminister Ehud Barak zusammenkommen. Dieser hatte eine Reihe von Erleichterungen für die Palästinenser im Westjordanland angekündigt, darunter den Abbau von Straßensperren. Anschließend will Rice zu einem Treffen mit dem jordanischen König Abdullah und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas nach Amman fliegen.

HARARE: Nach der Parlaments- und Präsidentenwahl in Simbabwe sieht sich die Opposition vorn. Nach Auszählung erster Wahlbezirke in der Hauptstadt Harare und der Stadt Bulawayo zeichnet sich ein Vorsprung der Bewegung für Demokratischen Wandel MDC von Oppositionsführer Morgan Tsvangirai ab. Die städtischen Gebiete sind in Simbabwe traditionell Hochburgen der Opposition. Nach Angaben von MDC-Generalsekretär Tandai Biti konnte Tsvangirai aber auch in einigen ländlichen Gebieten in Führung gehen, wo bislang der seit 28 Jahren autokratisch regierende Staatschef Robert Mugabe dominierte. In anderen Landesteilen liegt Ex-Finanzminister Simba Makoni vorn, der als unabhängiger Kandidat ins Rennen um das Präsidentenamt gegangen war. Die Wahlkommission will sich zum Ergebnis der Präsidentenwahl erst nach Auszählung der Stimmen für das Parlament sowie die Kommunalparlamente äußern.

WARSCHAU: Mit dem Wegfall der Grenzkontrollen an den Flughäfen ist die Osterweiterung des so genannten Schengen-Raums abgeschlossen. Seit Mitternacht MEZ können 400 Millionen EU-Bürger auch im Luftverkehr ohne Passkontrolle vom Baltikum bis nach Portugal reisen. Die Kontrollen auf den Land- und Wasserwegen waren bereits im vergangenen Dezember entfallen. Dem Schengen-Raum gehören 22 der 27 EU-Länder sowie Norwegen und Island an. Der Beitritt des EU-Mitglieds Zypern sowie Liechtensteins und der Schweiz, die nicht zur EU gehören, ist für Ende des Jahres geplant, der der neuen EU-Staaten Bulgarien und Rumänien für 2011. Großbritannien und Irland sind dem Verbund bisher nicht beigetreten.

POTSDAM: Die Tarifpartner im Öffentlichen Dienst unternehmen an diesem Sonntag einen letzten Versuch, einen Streik abzuwenden. Die Verhandlungen waren einen Tag zuvor nach neun Stunden vertagt worden. Einzelheiten zum Stand der Gespräche wurden nicht bekannt. Die Gewerkschaft Verdi fordert ein Angebot, das über die Schlichtungsempfehlung hinausgeht. Diese sieht eine zweistufige Lohnerhöhung um insgesamt sechs Prozent und Einmalzahlungen vor. Zugleich soll die Wochenarbeitszeit verlängert werden. Wenn beide Seiten heute keinen Kompromiss finden, ist ein Streik ab Mitte April wahrscheinlich.

BERLIN: Bundesregierung, Wirtschaft und Gewerkschaften halten Vollbeschäftigung in Deutschland für möglich. Wirtschaftsminister Michael Glos sagte in der "Bild am Sonntag", jeden Tag entstünden 1.400 neue Arbeitsplätze. Mit der richtigen Weichenstellung sei Vollbeschäftigung im nächsten Jahrzehnt erreichbar. Ähnlich äußerten sich Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt und DGB-Chef Michael Sommer. - Am Dienstag werden die neuen Zahlen vom Arbeitsmarkt vorgestellt. Experten schätzen, dass die Zahl der Erwerbslosen im März um hunderttausend auf rund 3,5 Millionen gesunken ist.

BONN: In Deutschland und Mitteleuropa gilt wieder die Sommerzeit. Die Uhren wurden um 2.00 Uhr am Sonntag morgen eine Stunde vorgestellt. Am 26. Oktober erfolgt wieder der Wechsel auf Normalzeit, der umgangssprachlichen Winterzeit. Ziel der Umstellung ist eine Anpassung an das Tageslicht, das beim Energiesparen helfen soll. Kritiker bezweifeln dies seit langem.

ZUM FUSSBALL: Tag der Überraschungen in der Bundesliga. Der MSV Duisburg gewann bei Werder Bremen mit 2:1. Bayer Leverkusen verlor im eigenen Stadion gegen Eintracht Frankfurt mit 0:2. Tabellenführer Bayern München kam beim 1. FC Nürnberg nur zu einem 1:1. Auch der Hamburger SV musste sich gegen Arminia Bielefeld mit einem 1:1 begnügen. Torlos ging die Partie Karlsruher SC gegen Schalke 04 aus. Der VFL Bochum und Borussia Dortmund trennten sich 3:3. Bereits am Freitag gewann der VFL Wolfsburg bei Hansa Rostock mit 1:0.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Südosten viel Sonne und trocken. Im Westen ziehen später Wolken mit gelegentlichen Schauern auf. Die Höchsttemperaturen erreichen 14 bis 19, im Südwesten örtlich 21 Grad.

Zuletzt meldeten:

Berlin: 5 Grad, wolkig;

Frankfurt am Main und München: 7 Grad, ebenfalls bewölkt;

Hamburg und Dresden: 8 Grad, mit Wolken und

Köln/Bonn: 9 Grad, stark bewölkt.

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