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Nachrichten

Sonntag, 30. Dezember 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ISLAMABAD: Delegierte der Pakistanischen Volkspartei sind zusammengekommen, um über einen Nachfolger der ermordeten Oppositionsführerin Benazir Bhutto zu beraten. Zudem will die Partei entscheiden, ob sie an der für den 8. Januar geplanten Parlamentswahl teilnehmen wird. Nach Berichten örtlicher Medien gilt der 19-jährige Sohn Bhuttos, Bilawal, als aussichtsreicher Kandidat für den Parteivorsitz. Vor Beginn der Versammlung im Haus der Familie Bhutto in Naudero versammelten sich dort tausende Menschen und riefen regierungsfeindliche Parolen. Die Menge warf Präsident Pervez Musharraf vor, in das Attentat vom vergangenen Donnerstag verwickelt zu sein.

WASHINGTON: Der Chef des Terrornetzwerks El Kaida, Osama bin Laden, hat Israel ein Blutvergießen angedroht. El Kaida werde den Kampf gegen Israel ausweiten, sagte bin Laden in einer im Internet veröffentlichten Ansprache. Die Sunniten im Irak warnte der Extremisten-Führer, El Kaida zu bekämpfen und sich der Regierung anzuschließen. - Das Terrornetzwerk hatte zuletzt im Irak schwere Verluste erlitten.

PEKING: Der japanische Ministerpräsident Yasuo Fukuda hat am Ende seiner viertägigen China-Reise zur Zusammenarbeit zwischen den beiden asiatischen Staaten aufgerufen. Bei seinen Gesprächen mit der chinesischen Führung habe Einigkeit darüber bestanden, dass ein gemeinsames Vorgehen für beide Seiten von Vorteil sei, sagte Fukuda vor Journalisten. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern waren jahrzehntelang von Krieg und Misstrauen gekennzeichnet. Beim Besuch des japanischen Regierungschefs fand eine spürbare Annäherung statt. Einzig in der umstrittenen Frage der Gasvorkommen unter dem Meer gab es keine Annäherung.

NAIROBI: In Kenia ist nach gewaltsamen Protesten die Stimmenauszählung für die Präsidentenwahl vorerst unterbrochen worden. Weitere Ergebnisse will die Wahlkommission in Nairobi nach eigenen Angaben an diesem Sonntag bekanntmachen. Bei Unruhen wegen möglicher Fälschungen waren nach Berichten örtlicher Medien zuvor bis zu sechs Menschen ums Leben gekommen. Die Opposition um Präsidentschaftskandidat Raila Odinga warf der Regierung von Amtsinhaber Mwai Kibaki vor, die Resultate manipuliert zu haben. Gefordert wurde eine Neuauszählung. Nach offiziellen Angaben war der anfänglich deutliche Vorsprung Odingas zuletzt geschrumpft, und Amtsinhaber Kibaki hatte sich in die führende Position geschoben.

FRANKFURT AM MAIN: Der hessische Ministerpräsident Roland Koch, CDU, hat die Kritik der SPD an seiner Forderung nach härteren Sanktionen gegen kriminelle junge Ausländer zurückgewiesen. Er lasse das Thema nicht zum Tabu erklären, nur weil in Hessen Landtagswahlkampf sei, sagte Koch. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla erklärte, Koch habe die volle Unterstützung der Partei. Der stellvertretende SPD-Vorsitzende, Außenminister Frank-Walter Steinmeier, warf Koch brutalstmöglichen Populismus vor. Der Ministerpräsident solle sich lieber um die rechtzeitige Integration ausländischer Jugendlicher kümmern. - Anlass des Streits ist ein brutaler Angriff von zwei jungen Ausländern auf einen Rentner in München.

HAMBURG: Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier hat für das kommende Jahr deutliche Lohnerhöhungen gefordert. Die Arbeitnehmer hätten es verdient, dass sie 2008 ihren Anteil am Aufschwung erhalten, sagte Steinmeier der 'Bild am Sonntag'. Der nachhaltige Aufschwung in Deutschland sei auch auf die jahrelange Lohnzurückhaltung der Arbeitnehmer zurückzuführen. Die Debatte über Managergehälter sei zudem keine Neiddebatte, sondern eine Diskussion über mangelnden sozialen Zusammenhalt.

BAGDAD: Am ersten Jahrestag der Hinrichtung von Saddam Hussein sind in den sunnitischen Hochburgen des früheren irakischen Machthabers die Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft versetzt worden. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte, die Polizisten sollten jedwede Ausschreitungen verhindern. Der nach dem Einmarsch der US-geführten Truppen 2003 gestürzte frühere Präsident habe immer noch zahlreiche Anhänger. Am 30. Dezember 2006 war Saddam gehängt worden, nachdem ein irakisches Sondergericht ihn wegen eines Massakers an Schiiten in der Ortschaft Dudschail zum Tode verurteilt hatte.

ZAGREB: Auf Anweisung des UN-Kriegsverbrechertribunals für das ehemalige Jugoslawien hat die Polizei in Kroatien den angeklagten Ex-General Mladen Markac festgenommen. Er soll am Sonntag nach Den Haag geflogen werden. Markac hatte gegen die Auflage verstoßen, bis zum Beginn seines Prozesses in den Niederlanden sein Haus in Zagreb nicht zu verlassen. Der kroatische Innenminister Ivica Kirin, der mit Markac auf der Jagd gewesen war, erklärte seinen Rücktritt. Dem ehemaligen General werden Kriegsverbrechen an Serben im Jahre 1995 vorgeworfen.

BERLIN: Die EU hat sich mit Israel auf eine Ausweitung der europäischen Polizeimission in den Palästinensergebieten verständigt. Wie das Auswärtige Amt in Berlin mitteilte, werden künftig 33 EU-Experten palästinensische Polizisten ausbilden. Außenminister Frank-Walter-Steinmeier sprach von einer wichtigen Grundlage für ein europäisches Engagement im Nahost-Friedensprozess. Nachhaltige Sicherheit könne es nur mit einer rechtsstaatlichen Prinzipien verpflichteten Palästinenser-Polizei geben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend stark bewölkt und gelegentlich etwas Regen. Im Nordwesten Schauer, im Bergland Schnee. Später von Nordwesten Auflockerungen. Höchstwerte ein bis acht Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: plus fünf Grad, wolkig;

Berlin: plus zwei Grad, leicht bewölkt;

Dresden: minus ein Grad, wolkig;

Köln/Bonn: plus fünf Grad, Regen;

Frankfurt am Main: plus vier Grad, bedeckt und

München: plus zwei Grad, leichter Regen.

BOGOTA: Die geplante Freilassung von drei langjährigen Geiseln der Rebellen-Organisation 'Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens' -FARC- verzögert sich. Die Guerilleros hätten noch nicht den Aufenthaltsort der Gefangenen mitgeteilt, hieß es vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz, das die Übergabe mit organisiert. Von der venezolanischen Regierung hieß es, die Geiseln würden frühestens am Sonntag übergeben werden. Präsident Hugo Chavez hatte der linksgerichteten FARC die Zusage abgerungen, zwei Frauen und ein Kind freizulassen. Am Freitag hatte der Linkspolitiker Hubschrauber nach Kolumbien geschickt, um die Gefangenen von dort auszufliegen.

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