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Nachrichten

Sonntag, 30. August 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Im Saarland, in Thüringen und Sachsen werden an diesem Sonntag neue Landtage gewählt. Zudem sind die Bürger im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen zur Kommunalwahl aufgerufen. Mit Spannung erwartet wird vor allem der Wahlausgang im Saarland und in Thüringen, wo die bisher allein regierenden CDU-Ministerpräsidenten Peter Müller und Dieter Althaus den letzten Umfragen zufolge ihre Mehrheiten einbüßen könnten. Falls es für Koalitionen mit dem Wunschpartner FDP nicht reicht, könnte es in beiden Ländern zu Bündnissen von SPD, Grünen und Linken kommen. Auch eine CDU-/SPD-Koalition ist in Thüringen denkbar. Die Wahlen gelten als eine Art Generalprobe für die Bundestagswahl am 27. September, für deren heiße Wahlkampfphase die Ergebnisse vom Sonntag Signalwirkung haben könnten.

BERLIN: SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier hat eine Bestandsgarantie für alle deutschen Opel-Standorte zur Voraussetzung für Staatshilfen gemacht. Deutsche Steuergelder gebe es nur für ein Konzept, das allen Opel-Werken eine gute Zukunft biete, sagte Steinmeier der "Bild am Sonntag". Die deutschen Standorte sind Rüsselsheim, Bochum, Kaiserslautern und Eisenach. Der Außenminister forderte zudem eine schnelle Entscheidung des Mutterkonzerns General Motors über einen Verkauf von Opel. - Die Bundesregierung macht sich für einen Verkauf an den österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna stark. Dagegen gibt es aber offenbar Vorbehalte in Teilen des GM-Managements. Neben Magna hat auch der belgische Finanzinvestor RHJ ein Übernahmeangebot vorgelegt.

KUNDUS: Im Norden Afghanistans sind erneut deutsche Soldaten der Friedenstruppe ISAF angegriffen worden. Nach Angaben der Bundeswehr wurden die Soldaten am Samstag südwestlich des Feldlagers in Kundus mit Handfeuer- und Panzerabwehrwaffen beschossen. Sie seien unverletzt geblieben und hätten das Feuer erwidert. Über mögliche Opfer unter den Aufständischen liegen keine Informationen vor. - Unterdessen wurde eine bei einem Bombenanschlag schwer verletzte Korrespondentin des amerikanischen Rundfunksenders CBS ins US-Militärkrankenhaus Landstuhl in Rheinland-Pfalz geflogen. Die 47-Jährige hatte die Verletzungen am Freitag erlitten, als das Militärfahrzeug, in dem sie mitfuhr, südlich von Kabul von einem Sprengsatz getroffen wurde.

ISLAMABAD: In der Nähe einer großen Polizeiwache im pakistanischen Swat-Tal hat sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt und mindestens zwölf Menschen mit in den Tod gerissen sowie zahlreiche weitere verletzt. Die meisten Opfer sind Polizeischüler, die zum Zeitpunkt der Detonation auf einem Trainingsgelände der Wache ausgebildet wurden, wie die Behörden mitteilten. Die nordwestlich von Islamabad gelegene Gebirgsregion galt lange als Hochburg der radikal-islamischen Taliban. Die pakistanische Armee hatte im Swat-Tal erst vor Kurzem eine Großoffensive gegen die Extremisten beendet.

TOKIO: In Japan wird ein neues Parlament gewählt, das erstmals seit fünf Jahrzehnten nicht mehr von den Liberaldemokraten dominiert sein dürfte. Der Regierungspartei LDP unter Ministerpräsident Taro Aso droht Umfragen zufolge eine historische Niederlage gegen die Demokratische Partei von Oppositionsführer Yukio Hatoyama. Als Grund für den Meinungsumschwung in der Bevölkerung werden vor allem die aktuellen Wirtschaftsprobleme gesehen. Das Land steckt tief in der Rezession und hat die höchste Arbeitslosenquote seit dem Zweiten Weltkrieg. - Die LDP regiert in Japan mit Ausnahme einer knapp einjährigen Unterbrechung seit 1955.

TEHERAN: Der neue Leiter der iranischen Justiz, Sadek Laridschani, hat den mit dem Massenprozess gegen Oppositionelle befassten Staatsanwalt Said Mortasawi entlassen. Das meldete die amtliche iranische Nachrichtenagentur IRNA. Der als Hardliner geltende Mortasawi hatte auch die Schließung von mehr als 120 Zeitungen verfügt und Dutzende regimekritische Journalisten und politische Aktivisten verhaften lassen. - An diesem Sonntag beginnt im iranischen Parlament die Vertrauensabstimmung über die Kabinettsliste von Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad. Er war am 12. Juni im Amt bestätigt worden. Seine Gegner werfen ihm massiven Wahlbetrug vor. Bei Protesten der Opposition wurden hunderte Menschen festgenommen.

KHARTUM: In der sudanesischen Krisenregion Darfur sind zwei zivile Mitarbeiter der internationalen Friedenstruppe entführt worden. Es handele sich um einen Nigerianer und eine Tansanierin, sagte ein Sprecher der gemeinsamen Mission von Vereinten Nationen und Afrikanischer Union. Man habe mittlerweile Kontakt mit den Entführern aufgenommen. Die Geiselnehmer hätten ein Lösegeld gefordert. Die Friedenstruppe soll für ein Ende der Kämpfe zwischen schwarzafrikanischen Rebellen und arabischen Reitermilizen in Darfur sorgen. In dem seit 2003 anhaltenden Konflikt sind schon rund 300.000 Menschen ums Leben gekommen. Rund 2,7 Millionen Menschen flüchteten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden noch Schauer und Gewitter. Im Süden überwiegend sonnig. Die Höchstwerte bewegen sich zwischen 16 und 24 Grad.

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