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Nachrichten

Sonntag, 3. Oktober 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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BREMEN: Mit einem ökumenischen Gottesdienst im St. Petri Dom haben die zentralen Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit begonnen. Der Osnabrücker Bischof Bode äußerte sich in seiner "Erntedank"-Predigt vor mehr als 1000 geladenen Gästen durchaus kritisch zu Begleiterscheinungen der Einheit. Es sei nicht nur positives Wachstum hervorgebracht worden, sagte er. An dem Gottesdienst nahmen auch Bundespräsident Wulff und Bundeskanzlerin Merkel teil. Beide hatten sich zuvor ins Goldene Buch der Hansestadt eingetragen. Nach der ökumenischen Feier soll am Mittag bei einem Festakt in der "Bremen Arena" an 20 Jahre Einheit erinnert werden. Mit Spannung wird die erste programmatische Rede des Bundespräsidenten erwartet. Die Feiern sind von hohen Sicherheitsmaßnahmen begleitet.

BERLIN: Deutschland begleicht am Tag der Einheit an diesem Sonntag die letzte Rate der finanziellen Schulden aus dem 1. Weltkrieg. Mit den Zahlungen wurden Zinsen für Staatsanleihen aus den 1920er Jahren getilgt. Die hatte Deutschland aufgenommen, um seinen Entschädigungszahlungen nachkommen zu können, die 1918 im Vertrag von Versailles festgelegt worden waren.

BRASILIA: In Brasilien wird ein Nachfolger für Präsident Lula da Silva gewählt. Aufgerufen zur Wahl in dem größten lateinamerikanischen Land sind rund 135 Millionen Bürger. Als klare Favoritin geht Regierungskandidatin Dilma Rousseff ins Rennen. Die enge Vertraute des scheidenden Präsidenten Lula kann Umfragen zufolge mit mehr als 50 Prozent der Stimmen rechnen. Im Wahlkampf hat Rousseff von der Popularität ihres politischen Ziehvaters profitiert: Der frühere Gewerkschaftsführer Lula konnte in den vergangenen acht Jahren mit einer marktwirtschaftlich orientierten Politik Brasilien hohe Wachstumsraten sichern. Zudem hat er mit Sozialprogrammen Millionen Bürger aus der Armut befreit und die Mittelschicht gestärkt. Lula darf nach zwei Amtszeiten aber nicht nochmals für das Präsidentenamt kandidieren.

KABUL: In Afghanistan sind zwei weitere NATO-Soldaten getötet worden. Wie das Militärbündnis mitteilte, wurde ein Soldat bei einem Feuergefecht mit Aufständischen im Norden des Landes getötet. Ein weiterer starb im Süden Afghanistans durch eine Sprengfalle. Seit Jahresbeginn wurden fast 560 ausländische Soldaten am Hindukusch getötet. Damit ist das laufende Jahr für die NATO-Soldaten bereits jetzt das blutigste seit Beginn des Einsatzes 2001.

JERUSALEM: Israelische Sicherheitskräfte haben einen Palästinenser erschossen, der vom Westjordanland aus in den Ostteil Jerusalems gelangen wollte. Wie die israelische Polizei mitteilte, hatte der 37-jährige Palästinener versucht, einem Grenzsoldaten die Waffe zu entwenden. Vor eineinhalb Wochen war es in Ost-Jerusalem zu Unruhen gekommen, nachdem ein israelischer Wachmann einen Palästinenser erschossen hatte. Sowohl Israel als auch die Palästinenser beanspruchen Jerusalem als ihre Hauptstadt.

BERLIN: Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Grube, hält die Proteste gegen das umstrittene Bahnprojekt "Stuttgart 21" für nicht gerechtfertigt. Es gebe kein Widerstandsrecht gegen einen Bahnhofsbau, sagte Grube der "Bild am Sonntag". Das Bauprojekt sei demokratisch ausreichend legitimiert. Gleichzeitig bot er den Gegnern des Milliarden-Vorhabens erneut Gespräche an. Das Aktionsbündnis gegen das Bahnprojekt fordert einen Baustopp und protestiert seit Wochen gegen die Vorhaben.

WITTENBERG/HERZBERG: Wegen des Hochwassers der Schwarzen Elster bleibt die Lage in Teilen Südbrandenburgs und Sachsen-Anhalts trotz sinkender Pegel weiter angespannt. Einige Deiche in Brandenburg stehen nach Angaben der Behörden noch immer unter enormem Druck. Für den Landkreis Elbe-Elster gilt weiter die höchste Hochwasser-Alarmstufe 4. Auch im Kreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt bleibt der Katastrophenalarm vorerst bestehen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nur im Norden zunächst noch dichtere Wolken, sonst meist sonnig.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 12 Grad, stark bewölkt;

Berlin: 9 Grad, leicht bewölkt;

Dresden: 11 Grad, leicht bewölkt;

Köln/Bonn: 16 Grad, stark bewölkt;

Frankfurt am Main: 13 Grad, wolkig und

München: 9 Grad, nach Nebel.

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