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Nachrichten

Sonntag, 3. Mai 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MEXIKO-STADT: In Mexiko ist die Zahl der an der so genannten Schweinegrippe verstorbenen Menschen weiter gestiegen. Bei 19 Todesfällen sei eine Infektion mit dem Virus H1N1 als Ursache festgestellt worden, sagte der mexikanische Gesundheitsminister José Angel Córdova. Gleichzeitig betonte der Minister, es gebe in Mexiko täglich weniger schwere Erkrankungen und die Sterberate sinke. Weltweit sind derzeit rund 650 Menschen in 18 Ländern erkrankt, in Deutschland gibt es sechs bestätigte Fälle. In Kanada infizierte ein erkrankter Landwirt seine Schweineherde mit dem Virus. Der Farmer war kurz zuvor in Mexiko gewesen. Die Tiere wurden unter Quarantäne gestellt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO betonte nochmals, Schweinefleisch sei nicht infektiös, wenn Hygiene-Regeln beachtet würden. Gleichzeitig warnte die WHO, das neue Influenza-Virus könne mutieren und in neuer Form auftreten. Deshalb bestehe weiter die Gefahr einer Pandemie.

KABUL: Bei einem Bombenanschlag im Süden Afghanistans sind mindestens drei Zivilisten getötet worden. Wie das Innenministerium in Kabul mitteilte, wurden acht weitere Menschen verletzt, als der auf einem Marktplatz in der Provinz Helmand versteckte Sprengsatz explodierte. Helmand ist eine Hochburg der radikal-islamischen Taliban.

WASHINGTON: US-Verteidigungsminister Robert Gates sieht kaum Spielraum für eine weitere Truppenerhöhung in Afghanistan. Eine zusätzliche Verstärkung über die geplante Entsendung hinaus sei politisch schwer zu vermitteln. Die USA und ihre Verbündeten würden zusammen bald rund 100.000 Soldaten am Hindukusch stationiert haben, betonte Gates. Deutschland hat derzeit 4.100 Soldaten in Afghanistan stationiert. Im unruhigen Süden wurde unterdessen das bislang größte deutsche Wiederaufbauprojekt gestartet. Die staatliche deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GTZ baut in der Provinz Urusgan eine 40 Kilometer lange Straße.

HAMBURG: Der Bundesregierung liegen nach einem Pressebericht konkrete Anfragen aus den USA zur Aufnahme von Guantanamo-Häftlingen vor. Der US-Beauftragte Dan Fried habe dem Kanzleramt und dem Auswärtigen Amt eine Liste mit etwa zehn Namen zugeleitet, berichtet das Magazin "Der Spiegel". Die Männer gehören zu 50 Häftlingen, die im Fall der Schließung des Gefangenenlagers nicht in ihre Heimatländer zurück können. Darunter sind Uiguren aus China, denen in ihrer Heimat Verfolgung droht. Sprecher der Bundesregierung und des Auswärtigen Amtes bestätigten, es habe Gespräche gegeben. Einzelheiten wurden aber nicht mitgeteilt.

NEW YORK: Mehr Achtung vor der Pressefreiheit hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon eingefordert. Die Zahl der Übergriffe auf Reporter und Medienmitarbeiter habe im zurückliegenden Jahr ein schockierendes Ausmaß erreicht, erklärte Ban zum Welttag der Pressefreiheit an diesem Sonntag. Im vorigen Jahr wurden laut offizieller Statistik 41 Journalisten in Ausübung ihres Berufs getötet, in diesem Jahr bereits elf, wie Ban weiter ausführte. Darüber hinaus sitzen weltweit mehr als 125 Journalisten wegen ihrer Arbeit im Gefängnis, viele von ihnen bereits seit Jahren.

JAKARTA: Japan, China und Südkorea wollen die Wirtschaft in Asien mit einem 90 Milliarden Euro schweren Krisenfonds stabilisieren. Darauf hätten sich die drei Länder geeinigt, sagte Südkoreas Finanzminister Yoon Jeung-Hyun nach einem Gespräch mit seinen Amtskollegen beim Jahrestreffen der Asiatischen Entwicklungsbank, das derzeit auf der indonesischen Insel Bali stattfindet. Mit dem Regionalfonds wollen sich die Länder gegenseitig unterstützen, sollte eines von ihnen unter Liquiditätsengpässen leiden. Die Mittel für den Fonds soll mehrheitlich die südostasiatische Staatengemeinschaft ASEAN beisteuern.

BERLIN: Vor den Gesprächen mit dem italienischen Fiat-Konzern über eine mögliche Übernahme des angeschlagenen Autobauers Opel hat die Bundesregierung ihre Forderung nach einem tragfähigen Konzept erneuert. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg erklärte der "Bild am Sonntag", das Konzept müsse klar machen, dass die Opel-Standorte in Europa, die erhalten werden sollten, dadurch langfristig gesichert seien. Als staatliche Hilfe sei allenfalls eine zeitlich begrenzte Verbürgung von Darlehen möglich. Bedenken gegen eine Nachhaltigkeit eines Einstiegs von Fiat hatten unter anderem der Opel-Betriebsrat und die Vereinigung der Opel-Händler geäußert. - Fiat-Chef Sergio Marchionne wird am Montag zu Gesprächen mit zu Guttenberg und Außenminister Frank-Walter Steinmeier in Berlin erwartet.

MÜNCHEN: Um Zukunftstechnologien in Deutschland zu fördern, plant Bundesforschungsministerin Annette Schavan, High-Tech-Firmen während ihrer Gründungsphase von Sozialabgaben zu befreien. Auch wolle sie erreichen, dass Ausgaben für Forschung und Entwicklung steuerlich voll absetzbar seien, sagte die Ministerin dem Magazin "Focus". Besonders fördern wolle sie Zukunftstechnologien aus den Branchen Energie, Gesundheit, Sicherheit, Mobilität sowie der Informations- und Kommunikationstechnologie. Schavan will die Vorschläge am kommenden Mittwoch präsentieren. Sie forderte, ihr "Innovationspaket" in das Wahlprogramm von CDU und CSU aufzunehmen.

TIRANA: Zwei Monate vor der Parlamentswahl in Albanien ist ein Oppositionspolitiker auf offener Straße erschossen worden. Die Täter konnten unerkannt entkommen. Sie hatten dem 49-jährigen Abgeordneten der Sozialistischen Partei, Fatmir Xhindi, vor seinem Haus in Roskovec aufgelauert und dann das Feuer eröffnet. Albanien hatte sich einen Monat nach seinem NATO-Beitritt in der vorigen Woche offiziell um die EU-Mitgliedschaft beworben. Der Verlauf der Parlamentswahl am 28. Juni wird in Brüssel als Bewährungsprobe für das Land gesehen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Westen im Tagesverlauf Regen und Schauer. Im Südosten bleibt es noch einmal sonnig. Höchstwerte 14 bis 23 Grad.

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