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Nachrichten

Sonntag, 3. Juni 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag

ROSTOCK: Nach den Straßenschlachten bei der Großdemonstration in Rostock gegen den G-8-Gipfel haben die Veranstalter Fehler eingeräumt. Die Organisatoren seien am Ende der Proteste nicht vorsichtig genug gewesen, hieß es von der Demonstrationsleitung. Die Attacken so genannter Autonomer auf Polizisten seien durch nichts zu rechtfertigen. Ungeachtet der Vorfälle hoffe man, dass die Polizei in den kommenden Tagen bis zum G-8-Gipfel an ihrem Konzept der Deeskalation festhalte. In Rostock hatten am Samstag Zehntausende friedlich für besseren Klimaschutz und mehr Entwicklungshilfe protestiert, bevor es bei der Abschlußkundgebung am Hafen zu Attacken auf die Polizei kam. Wieviele Menschen genau verletzt wurden, ist noch unklar. In jüngsten Berichten ist von knapp 1.000 Verletzten die Rede, davon 430 Polizisten und 520 Demonstranten.

NEW YORK: Die US-Behörden haben eine Terrorzelle zerschlagen, die einen Anschlag auf den New Yorker Kennedy-Flughafen geplant haben soll. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft wollten Islamisten eine Kraftstoffleitung des Flughafens sprengen, die auch durch Wohngebiete des New Yorker Stadtteils Queens führt. Der Anschlag hätte mehr Todesopfer fordern können als die Terrorangriffe auf das World Trade Center am 11. September 2001, so die Staatsanwaltschaft weiter. Drei Männer seien festgenommen worden. Nach bisherigem Ermittlungsstand hatten sie aber noch keinen Sprengstoff für den Anschlag beschafft. Amerikanischen Medienberichten zufolge ging die Gruppe einem verdeckten FBI-Ermittler ins Netz.

CANBERRA: Der australische Ministerpräsident John Howard hat erstmals angekündigt, nationale Grenzwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen festzulegen. Zudem will Howard im kommenden Jahr Richtlinien für einen Emissionshandel erlassen. Konkrete Zahlen nannte er aber nicht. Howard lehnt ebenso wie US-Präsident George W. Bush international verbindliche Grenzwerte für den Ausstoß von Kohlendioxid bisher ab. Die Diskussion über den Klimaschutz ist vor den Wahlen zum Jahresende ein wichtiges Thema in Australien geworden. Howards Liberale Partei liegt in den Umfragen derzeit hinter der Arbeiterpartei, die für eine Reduzierung der Treibhausgase um 60 Prozent bis 2050 eintritt.

SINGAPUR: US-Verteidigungsminister Robert Gates hat die Türkei vor einer militärischen Intervention im Nordirak gewarnt. Er verstehe zwar die Besorgnis Ankaras wegen kurdischer Rebellen, hoffe aber, dass es keine Aktion der Armee geben werde, sagte Gates auf einer Sicherheitskonferenz in Singapur. In den vergangenen Wochen hatte die Türkei ihre Truppen an der Grenze zum Irak verstärkt und mit einem Einmarsch gedroht, um Stützpunkte der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) anzugreifen. Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki rief die Führung in Ankara auf, den Norden des Landes nicht zu einem Kriegsschauplatz zu machen.

BEIRUT: Die Gefechte zwischen der libanesischen Armee und Kämpfern der Organisation Fatah al-Islam um das Flüchtlingslager Nahr al-Bared sind wieder aufgeflammt. Nach Korrespondentenberichten war aus dem Palästinenser-Lager Maschinengewehr-Feuer zu hören. Die Streitkräfte ihrerseits schossen Mörsergranaten ab. In der Nacht hatten sie zudem Panzer und Kampfhubschrauber eingesetzt, um die islamistischen Kämpfer weiter in Bedrängnis zu bringen. Allein seit Freitag wurden bei den Gefechten im Norden des Libanon mehr als 20 Menschen getötet, darunter sechs Soldaten.

ROM: Papst Benedikt XVI. hat vier Menschen heiliggesprochen und damit zur höchsten Ehre der katholischen Kirche erhoben. Neben dem niederländischen Passionistenpater Karel Houben gehören dazu der Ordensgründer Giorgo Preca aus Malta, der polnische Priester Simon von Lipnica sowie die französische Ordensgründerin Anna Eugenia Milleret de Brou. --Zur Feier im Vatikan waren auch die Staatschefs von Irland, Malta, den Philippinen und Polen sowie Minister aus Mexiko, Frankreich und den Niederlanden angereist.

COLOMBO: Zwei Mitarbeiter des Roten Kreuzes sind in Sri Lanka verschleppt und ermordet worden. Die Angreifer seien als Polizisten verkleidet gewesen, hieß es vom Roten Kreuz. Wie die Organisation weiter mitteilte, sollten die beiden Mitarbeiter in der Hilfe für Tsunami-Opfer tätig werden.

PEKING: Bei einem schweren Erdbeben der Stärke 6,4 sind im Südwesten Chinas mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, fast 300 erlitten nach Angaben der Behörden Verletzungen. Das Beben ereignete sich im Südwesten der Provinz Yunan im Grenzgebiet zu Laos und Birma. Zahlreiche Gebäude seien eingestürzt, viele Bewohner in Panik aus ihren Häusern geflohen, hieß es weiter. Möglicherweise müssten 120.000 Menschen in der besonders betroffenen Teeanbau-Region Pu'er evakuiert werd en.

BERLIN: Die Bundesregierung will mit einem neuen Förderprogramm die Abwanderung aus Ostdeutschland stoppen. Der für die neuen Länder zuständige Minister Wolfgang Tiefensee sagte der "Bild am Sonntag", zwei ländliche ostdeutsche Regionen sollten für Modellprojekte ausgewählt werden. Für die Förderung stelle die Bundesregierung zunächst vier Millionen Euro bereit. Jüngste Studien haben ergeben, dass insbesondere junge und gut ausgebildete Frauen die neuen Länder verlassen. In einigen Ost-Regionen gibt es einen Männerüberschuss von 25 Prozent.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden neben sonnigen Abschnitten auch kräftige Regengüsse oder Gewitter. Im Norden teils Sonne, teils Wolken. Höchstwerte 18 bis 25 Grad.

Am Morgen meldeten:

Berlin: 15 Grad, bedeckt;
Dresden: 15 Grad, dunstig;
Hamburg: 16 Grad, leicht bewölkt;
Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 17 Grad, wolkig und
München: 14 Grad, dunstig.

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