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Nachrichten

Sonntag, 3. Februar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

COLOMBO: Auf den Hauptbahnhof der sri-lankischen Hauptstadt Colombo ist ein Selbstmordanschlag verübt worden. Dabei wurden nach ersten Informationen mindestens sechs Menschen getötet und mehr als 90 verletzt. Wenige Stunden zuvor waren bei der Explosion einer Handgranate im Zoo von Colombo acht Menschen verletzt worden. Am Samstag waren bei einem Bombenattentat auf einen Bus in der Stadt Dambulla 20 Menschen getötet worden. Die Regierung macht die tamilischen Rebellen für die Taten verantwortlich, die seit fast 25 Jahren mit Waffengewalt für einen eigenen Staat der tamilischen Minderheit im Norden der Insel kämpfen. Seit dem offiziellen Ende des Waffenstillstands am 16. Januar weitet sich der Bürgerkrieg vom Nordosten zunehmend auch auf den bislang ruhigeren Süden des Landes aus. - Am Montag wird in Sri Lanka unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen der 60. Jahrestag der Unabhängigkeit von Großbritannien gefeiert.

N'DJAMENA: In der Hauptstadt des Tschad kämpfen Rebellen und Regierungstruppen weiter erbittert gegeneinander. Anwohner berichten von heftigen Gefechten in der Nähe des Präsidentenpalastes in N'Djamena. Sowohl die Rebellen als auch die Regierung nehmen für sich in Anspruch, mit ihren Truppen die Hauptstadt zu kontrollieren. Das im Tschad stationierte französische Militär begann damit, Ausländer auszufliegen. Rund 400 Menschen, die meisten von ihnen Franzosen, trafen inzwischen in Gabun ein. Wie es heißt, warten an Sammelstellen in N'Djamena mehrere hundert Ausländer darauf, den Tschad verlassen zu können. Auch die Bundesregierung stellte sich auf eine Rettung der im Tschad lebenden Deutschen ein. Die USA forderten ihre Staatsbürger auf, das zentralafrikanische Land zu verlassen. Die Afrikanische Union und die USA verlangten ein sofortiges Ende der Kämpfe.

BELGRAD: In Serbien entscheiden die Wähler in einer Stichwahl über ihren neuen Präsidenten. Der zweite Wahlgang zwischen dem pro-westlichen Amtsinhaber Boris Tadic und seinem Herausforderer, dem Ultranationalisten Tomislav Nikolic, wird Umfragen zufolge ein äußerst knappes Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Wahl gilt als richtungsweisend für das Verhältnis des Landes zur Europäischen Union. Tadic steht für eine weitere Annäherung an die EU, Nikolic für eine Orientierung nach Russland. Insgesamt sind 6,7 Millionen Serben zur Stimmabgabe aufgerufen. - Überschattet wird die Wahl von der in Kürze erwarteten Unabhängigkeitserklärung der südserbischen Provinz Kosovo. Die meisten EU-Staaten sind bereit ein unabhängiges Kosovo anzuerkennen, Serbien und Russland sind strikt dagegen.

BOGOTA: Die linksgerichteten FARC-Rebellen in Kolumbien wollen einem Fernsehbericht zufolge drei ihrer Geiseln freilassen. Ein regionaler Sender berichtet unter Berufung auf eine Erklärung der Rebellengruppe, die vor sechs Jahren entführten Abgeordneten Luis Eladio Perez, Gloria Polanco und Orlando Beltran sollten aus Gesundheitsgründen freikommen. Zudem sei die Aktion als Geste der Anerkennung gegenüber den Vermittlern gedacht, Venezuelas Präsident Hugo Chávez und der kolumbianischen Senatorin Piedad Córdoba. - Die so genannten 'Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens' halten in dem südamerikanischen Land hunderte Geiseln fest, die sie nur im Austausch gegen in Gefängnissen einsitzende Guerilleros freilassen wollen. Unter den Geiseln ist auch die vor sechs Jahren verschleppte Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt. Vor einigen Wochen hatten die FARC eine Mitarbeiterin Betancourts sowie eine weitere Politikerin freigelassen.

KAIRO: Ägyptische Soldaten haben die letzte Öffnung in der Grenzbefestigung zum Gazastreifen wieder geschlossen. Bewaffnete Palästinenser hatten vor eineinhalb Wochen mehrere Breschen in die Sperranlagen gesprengt und so mehreren hunderttausend Menschen den freien Grenzübertritt ermöglicht. Die unter einer massiven Versorgungskrise leidenden Palästinenser deckten sich im Nachbarland mit Nahrungsmitteln und Benzin ein. Israel und die USA drängten Ägypten die Grenze wieder zu schließen, um Waffenlieferungen an die radikal-islamische Hamas zu verhindern.

BAGDAD: Nach den blutigen Anschlägen in Bagdad hat der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki eine Offensive gegen Terroristen im Nordirak angekündigt. Die Zeit sei reif, die entscheidende Schlacht gegen den Terror zu beginnen, sagte al-Maliki in Mossul. Bewaffnete Gruppen und Anhänger des gestürzten Saddam-Regimes hätten das Gebiet zu einem Sprungbrett für ihre kriminellen Aktionen gegen die Bevölkerung gemacht. Al-Maliki war am Samstag nach Mossul gekommen und hatte sich mit Militärkommandanten getroffen, um die Sicherheitslage in der Stadt zu erörtern. - Am Freitag waren bei zwei Attentaten in Bagdad fast 100 Menschen getötet und etwa 200 verletzt worden.

KAIRO: Das Terrornetzwerk El Kaida hat sich zu dem Anschlag auf die israelische Botschaft in der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott bekannt. Das meldet der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira unter Berufung auf eine schriftliche Erklärung der El Kaida Unterorganisation im islamischen Maghreb. Darin werden die arabischen Staaten aufgerufen, keine Verbindungen zu Israel zu unterhalten. Das Attentat sei eine Antwort auf die israelische Politik im Gazastreifen. Am Freitag hatten Bewaffnete die Botschaft beschossen und dabei mehrere Menschen verletzt. Mauretanien ist eines der wenigen arabischen Länder, das diplomatische Beziehungen zu Israel unterhält.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend heiter und trocken. Kalt bei Tageswerten zwischen drei und acht Grad.

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