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Nachrichten

Sonntag, 3. Dezember 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag.

BEIRUT: Angesichts der anhaltenden Proteste pro-syrischer Demonstranten in Beirut hat Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeier ausländische Kräfte aufgefordert, sich nicht in die Angelegenheiten des Libanon einzumischen. Sein Besuch sei eine Geste der Unterstützung für die libanesische Unabhängigkeit, sagte Steinmeier am Samstag in Beirut. Die am Freitag begonnenen Proteste gegen die westlich orientierte Regierung unter Ministerpräsident Fuad Siniora gehen derweil weiter. Die zweite Nacht in Folge harrten Tausende Demonstranten in einer Zeltstadt im Zentrum der libanesischen Hauptstadt aus. Der deutsche Außenminister setzt an diesem Sonntag seine Reise mit einem Besuch der Bundesmarine auf Zypern und der Fregatte 'Brandenburg' fort. Die Marine kontrolliert als Teil der UN-Stabilisierungstruppe die libanesischen Gewässer.

BAGDAD: US-Truppen haben im Westen der irakischen Hauptstadt acht Menschen getötet. Bei der Aktion gegen mutmaßliche Terroristen seien in der Ortschaft Karmah auch zwei Frauen und ein Kind ums Leben gekommen, heißt es in Agenturberichten. Die Militärführung beschuldigte die Aufständischen, Zivilisten als so genannte 'menschliche Schutzschilde' zu missbrauchen. In Bagdad waren zuvor bei einer Serie von Anschlägen auf einen Markt mehr als 50 Menschen getötet worden. - Unterdessen hat Italien den Rückzug aus dem Irak schon einige Wochen früher abgeschlossen als geplant.

KABUL: Bei einem Selbstmord-Anschlag auf einen NATO-Konvoi in der südafghanischen Provinzhauptstadt Kandahar sind nach Polizeiangaben drei Zivilisten getötet worden. Der Attentäter hatte versucht, mit seinem mit Sprengstoff beladenen Auto ein Militärfahrzeug zu rammen. - Ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums bestätigte unterdessen, dass ein in der Region vermisster NATO-Hubschrauber abgestürzt sei. Taliban-Kämpfer gaben an, sie hätten den Hubschrauber abgeschossen.

KÖLN: Nach dem Ablauf des Mandats für die europäische Truppe Eufor in der Demokratischen Republik Kongo sind die ersten Bundeswehrsoldaten von ihrem Einsatz nach Deutschland zurückgekehrt. Rund 100 Soldaten landeten auf dem Köln-Bonner Flughafen. Bis zum 23. Dezember sollen alle 780 Soldaten wieder in Deutschland sein. Das Mandat für die Eufor war am Donnerstag abgelaufen. Die Truppe hatte zur Aufgabe, in der Hauptstadt Kinshasa die ersten freien Wahlen im Kongo seit Jahrzehnten zu überwachen.

KÖLN: Mit Beratungen über die Sozialpolitik haben die Grünen ihren Parteitag fortgesetzt. Dabei geht es um Konzepte für eine soziale Grundsicherung und deren möglichen Beitrag zur Lösung sozialer Probleme. Konkrete Entscheidungen sind allerdings erst für den nächsten Parteitag 2007 vorgesehen. Im Mittelpunkt des letzten Kongresstages steht anschließend die Außenpolitik. Diskutiert werden soll auch über Auslandseinsätze der Bundeswehr. Am Samstag hatten die Delegierten in Köln die gesamte Führungsspitze der Grünen neu gewählt. Die Partei-Vorsitzenden Claudia Roth und Reinhard Bütikofer wurden im Amt bestätigt. Allerdings mussten sie ein deutlich schlechteres Ergebnis hinnehmen als vor zwei Jahren.

HAMBURG: Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck hat sich für höhere Lohnabschlüsse als in den vergangenen Jahren ausgesprochen. Es sei Zeit für eine Lohnpolitik in Deutschland, die den Arbeitnehmern angemessene Lohnerhöhungen zubillige, sagte Beck der 'Bild am Sonntag'. Dies sei wegen der wirtschaftlichen Schwäche und der internationalen Konkurrenz eine Zeit lang nicht möglich gewesen. Er setze hier auf die Vernunft der Tarifvertragsparteien, sagte der Parteichef.

MÜNSTER/DRESDEN: Die beiden großen Kirchen in Deutschland starten an diesem ersten Adventssonntag ihre traditionellen Weihnachts-Spendenaktionen. Jedes Jahr kommen bei den Kollekten und Veranstaltungen an die 100 Millionen Euro zusammen. Die deutschen Katholiken wollen ihre Hilfsaktion 'Adveniat' diesmal vor allem Flüchtlingen in Mexiko widmen. Die evangelische Aktion 'Brot für die Welt' will mit Projekten die Versorgung mit Nahrungsmitteln in armen Ländern verbessern und gerechten Handel fördern. Offiziell beginnen die Kampagnen mit Festgottesdiensten in der Dresdner Frauenkirche und im Dom zu Münster.

WARSCHAU: Das Stasi-Drama 'Das Leben der Anderen' hat den Europäischen Filmpreis gewonnen. Das Werk von Florian Henckel von Donnersmarck stach damit in Warschau als 'Bester Film' nicht nur harte Konkurrenten wie 'Volver' des spanischen Regisseurs Pedro Almodovar aus. Als 'Bester Schauspieler' wurde zudem Ulrich Mühe für seine Darstellung eines Stasi-Mitarbeiters ausgezeichnet. Regisseur Henckel von Donnersmarck holte zugleich den Preis in der Kategorie 'Bestes Drehbuch'. Der Film 'Volver' erhielt insgesamt fünf Auszeichnungen, unter anderem für die 'Beste Regie'. Schauspielerin Penelope Cruz gewann den Preis als 'Beste Schauspielerin'.

ZUM SPORT: Werder Bremen hat Schalke 04 vorerst als Spitzenreiter der Fußball-Bundesliga abgelöst. Bremen gewann am Samstag gegen Berlin mit 3:1. Die übrigen Spiele: München - Mönchengladbach 1:1; Dortmund - Wolfsburg 1:0; Bielefeld - Leverkusen 0:0; Bochum - Hamburg 2:1 und Cottbus - Hannover 0:1.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist bewölkt, teils auch sonnig. Am Nachmittag im Westen und Nordwesten aufkommender Regen. Höchstwerte zwischen acht und 14 Grad.

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