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Nachrichten

Sonntag, 29. März 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer hat wenige Tage vor dem Gipfel der Allianz in Straßburg und Baden-Baden ein stärkeres Engagement der Europäer in Afghanistan gefordert. Es reiche nicht, dass nur die Amerikaner aufstockten, sagte de Hoop Scheffer der "Bild am Sonntag". Auch die Europäer müssten im zivilen oder im militärischen Bereich mehr leisten. Deutschland habe vorerst seinen Anteil beigetragen. Er hoffe, dass andere Länder diesem Beispiel folgen würden. US-Präsident Barack Obama hatte am Freitag seine neue Afghanistan-Strategie vorgestellt. Sie setzt auf eine Truppenaufstockung, verstärkte internationale Kooperation und den Aufbau der einheimischen Sicherheitskräfte. Dafür will Obama auch beim Nato-Gipfel am 3. und 4. April werben.

ANKARA: In der Türkei haben die Kommunalwahlen begonnen. Mehr als 45 Millionen Menschen sind aufgerufen, über die Bürgermeister und Gemeinderäte neu zu entscheiden. Die Wahl gilt auch als Stimmungstest für Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Seine islamisch-konservative Partei AKP hält bislang auch in den Städten Istanbul und Ankara die Mehrheit.

PODGORICA: Im Balkanstaat Montenegro wird ein neues Parlament gewählt. Rund eine halbe Million Bürger sind aufgerufen, die neue Volksvertretung mit 81 Abgeordneten zu bestimmen. Ministerpräsident Milo Djukanovic, dessen 'Demokratische Partei der Sozialisten DPS' seit 18 Jahren regiert, kann laut Umfragen mit einem deutlichen Sieg rechnen. Offen ist jedoch, ob es für eine absolute Mehrheit reicht. Die Regierung hatte mit Verweis auf den angestrebten EU-Beitritt eine vorzeitige Parlamentsauflösung betrieben. Montenegro hatte sich 2006 nach einem Volksentscheid von Serbien losgesagt.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama hat 16 der weltgrößten Wirtschaftsnationen zu einem Klimagipfel nach Washington eingeladen. Das "Forum über Energie und Klima" am 27. und 28. April solle dazu beitragen, ein UN-Abkommen zum Kampf gegen globale Erwärmung zu erreichen, teilte ein Sprecher des US-Präsidialamts mit. Bei dem Treffen sollen konkrete Initiativen zur Förderung sauberer Energien und zur Reduzierung von Treibhausgasen vorangetrieben werden. - Das Forum soll auch zur Vorbereitung eines großen Klimagipfels im Juli in Italien genutzt werden. Neben den USA und Deutschland sollen daran auch Vertreter der EU und der Vereinten Nationen teilnehmen. Eingeladen sind ferner Australien, Brasilien, Großbritannien, Kanada, China, Frankreich, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Korea, Mexiko, Russland, Südafrika und Dänemark.

BONN: Rund 2000 Delegierte aus etwa 180 Ländern beginnen an diesem Sonntag in Bonn eine neue Runde von Verhandlungen zum globalen Klimaschutz. Ziel des zehntägigen UN-Treffens ist die Vorbereitung der Weltklimakonferenz im Dezember in Kopenhagen. Dort soll ein Folge-Abkommen zum Kyoto-Protokoll beschlossen werden, das 2012 ausläuft. Hauptstreitpunkte der Verhandlungen dürften das Ausmaß der Treibhausgas-Reduzierung und die finanziellen Hilfen für Entwicklungsländer sein. Mit Spannung wird in Bonn die Haltung der neuen US-Regierung von Präsident Barack Obama erwartet, der eine führende Rolle der Vereinigten Staaten beim weltweiten Klimaschutz anstrebt.

BERLIN: Der Chef der Deutschen Bahn, Hartmut Mehdorn, sieht auch in der jüngsten Daten-Affäre keinen Grund zum Rücktritt. Diese Frage stelle sich für ihn nicht, sagte Mehdorn der Zeitung "Bild am Sonntag". Die Bahn sei unter seiner Führung trotz der Wirtschafts- und Finanzkrise gut aufgestellt. Am Freitag war bekannt geworden, dass der Konzern über Jahre hinweg die E-Mails von Mitarbeitern kontrolliert hat. Auch waren nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" im Zusammenhang mit dem Lokführer-Streik vor anderthalb Jahren gezielt Nachrichten mit Streikinformationen gelöscht worden. Mehdorn sagte, es gebe keine Hinweise, dass Bahnmitarbeiter in diesem Zusammenhang Straftaten begangen hätten. Presseberichten zufolge schwindet allerdings der Rückhalt für Mehdorn in der Bundesregierung zusehends.

MÜNCHEN: Der Bund steigt beim angeschlagenen Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate ein. In einem ersten Schritt werde die Beteiligung über eine Kapitalerhöhung 8,7 Prozent umfassen, teilte die Bank in München mit. Der Finanzmarktstabilisierungsfond SoFFin beabsichtige, die vollständige Kontrolle über die HRE zu erreichen. Die Bank fuhr im Geschäftsjahr 2008 einen Verlust von mehr als fünf Milliarden Euro ein. Das ist der größte Verlust eines deutschen Unternehmens im vergangenen Jahr. Mittlerweile hat die angeschlagene Bank bereits Hilfen von 102 Milliarden Euro erhalten, darunter 87 Milliarden Euro an Staatsgarantien.

BERLIN: Trotz der Regierungskrise in Prag wird Tschechien nach Überzeugung von Außenminister Karel Schwarzenberg den EU-Reformvertrag nicht durchfallen lassen. Er sei ziemlich sicher, dass Tschechien den EU-Reformvertrag noch in den nächsten Wochen ratifizieren werde, sagte der derzeitige EU-Ratsvorsitzende der Zeitung "Welt am Sonntag". Allerdings könne die Europäische Union auch mit dem bisher gültigen Vertrag von Nizza weiter arbeiten, sagte der tschechische Außenminister. Die Prager Regierung von Ministerpräsident Mirek Topolanek war am Donnerstag nach ihrem Sturz durch ein Misstrauensvotum zurückgetreten.

KABUL: In Afghanistan hat ein Bundeswehr-Konvoi einen Bomben-Anschlag unbeschadet überstanden. Der Sprengsatz sei explodiert, als eine deutsche Versorgungseinheit auf der Straße von Kundus nach Taloqan unterwegs gewesen sei, teilte ein Armeesprecher mit. Niemand sei verletzt worden, auch die Fahrzeuge seien unbeschädigt. - In der Provinz Paktia im Osten Afghanistans wurden nach US-Angaben drei afghanische Soldaten bei einer Bombenexplosion getötet.

JAKARTA: Nach dem Dammbruch in Indonesien hat sich die Zahl der Getöteten inzwischen auf mehr als 90 Menschen erhöht. Wie die Katastrophenschutz-Behörden weiter mitteilten, werden nach dem Unglück vor zwei Tagen immer noch mehr als 100 Menschen vermisst. Nach heftigen Regenfällen war am Stadtrand von Jakarta ein zehn Meter hoher Damm geborsten. Viele Anwohner wurden im Schlaf in ihren Häusern von den Wassermassen überrascht.

ZUM SPORT: Der Brite Jenson Button hat in Melbourne den WM-Auftakt der Formel-1-Rennsportsaison im neuen Brawn-GP vor seinem Teamkollegen Rubens Barrichello gewonnen. Button verteidigte souverän seine Pole Position und fuhr damit den ersten Sieg des neuen Brawn-GP-Teams ein. Dritter wurde Jarno Trulli im Toyota. Bester Deutscher wurde sein Teamkollege Timo Glock auf Rang fünf.

BERLIN: In Deutschland und anderen Staaten Mitteleuropas hat die Sommerzeit begonnen. Um zwei Uhr morgens wurden am Sonntag die Uhren um eine Stunde auf drei Uhr vorgestellt. Die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) endet am 25. Oktober. Dann werden die Uhren wieder um eine Stunde zurückgedreht. Mit der Sommerzeit soll vor allem die Tageshelligkeit besser ausgenutzt werden. Nach Ansicht von Kritikern sind die erhofften Energiespareffekte aber kaum nachweisbar.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Südlich der Donau Regen oder Schnee. Sonst Auflockerungen, aber auch örtliche Schauer. Höchstwerte fünf bis elf Grad.


Am Morgen meldeten:

Hamburg: fünf Grad, Regen;
Berlin: vier Grad, wolkig;
Dresden: fünf Grad, wolkig;
Köln/Bonn: fünf Grad, leichter Regen;
Frankfurt am Main: vier Grad, stark bewölkt und
München: vier Grad, leichter Regen.

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