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Nachrichten

Sonntag, 29. Juni 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

HARARE: In Simbabwe hat Präsident Robert Mugabe noch vor Bekanntgabe des offiziellen Ergebnisses der Ein-Mann-Stichwahl einen überwältigenden Sieg für sich in Anspruch genommen. Das Ergebnis der umstrittenen Abstimmung vom Freitag soll noch an diesem Sonntag bekannt gegeben werden. Oppositionsführer Morgan Tsvangirai hatte wegen blutiger Übergriffe auf seine Anhänger auf die Teilnahme verzichtet. Um die Krise in Simbabwe beizulegen, zeigte sich Tsvangirai grundsätzlich bereit, mit Mugabe über eine neue Verfassung und Neuwahlen zu verhandeln. Zuvor hatte ein Vertreter Angolas im Staatsfernsehen Simbabwes erklärt, Mugabe wolle mit der Opposition verhandeln. US-Präsident George W. Bush kündigte Sanktionen gegen die Regierung Mugabe an. Auch die EU schloss Sanktionen nicht aus. Kenias Ministerpräsident Raila Odinga sprach sich für die Entsendung von Truppen der Afrikanischen Union nach Simbabwe aus.

JERUSALEM: Nach mehrtägiger Unterbrechung lässt Israel wieder Warenlieferungen in den Gazastreifen zu. Wie die Armee mitteilte, wurde der Grenzübergang Sufa geöffnet. Rund 80 mit Lebensmitteln und Hilfsgütern beladene Lastwagen können danach im Laufe des Tages die Grenze passieren. Entgegen ersten Ankündigungen will die Armee den Übergang Karni aber zunächst weiter geschlossen halten. Unterdessen ist die von Ägypten kürzlich vermittelte Waffenruhe zwischen Israelis und Palästinensern weiter brüchig. Nach Armeeangaben beschossen Milizen vom Gazastreifen aus wieder israelisches Gebiet. Es sei aber niemand verletzt worden. Nicht von der Waffenruhe betroffen ist das Westjordanland. Dort erschossen israelische Soldaten bei einer Auseinandersetzung mit Einwohnern nahe Tubas einen Palästinenser.

PEKING: US-Außenministerin Condoleezza Rice ist zu einem zweitägigen Besuch in China eingetroffen. Zunächst will sie sich in der Erdbeben-Region im Südwesten des Landes über das Ausmaß der Zerstörungen informieren. Zu politischen Gesprächen wird Rice dann am Montag in Peking erwartet. Wichtiges Thema dürfte unter anderem das nordkoreanische Atomprogramm sein.

MOSKAU: Russland hat die Ukraine davor gewarnt, sich weiter um eine Aufnahme in die Nato zu bemühen. Regierungschef Wladimir Putin drohte bei einem Treffen mit seiner ukrainischen Kollegin Julia Timoschenko in Moskau damit, die militärische Zusammenarbeit beider Länder deutlich einzuschränken. Eine Erweiterung der Nato wäre im Hinblick auf die internationale Sicherheit kontraproduktiv, betonte Putin. Timoschenko sprach sich dafür aus, in der Ukraine eine Volksabstimmung über einen Nato-Beitritt abzuhalten.

ULAN BATOR: In der Mongolei sind an diesem Sonntag 1,5 Millionen Stimmberechtigte aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Mehr als 350 Kandidaten bewerben sich um die 76 Sitze in der Großen Staatsversammlung. Nach Umfragen liegen die regierenden Reformkommunisten der 'Mongolischen Revolutionären Volkspartei' und die 'Demokratische Partei' gleichauf. Bereits jetzt wird eine schwierige Regierungsbildung erwartet. Im Wahlkampf hatten beide Seiten über die künftige Verteilung von Gewinnen aus dem Abbau von Bodenschätzen wie Kohle und Uran gestritten.

WASHINGTON: Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Barack Obama, will noch im Sommer nach Deutschland kommen. Außerdem werde er Großbritannien, Frankreich, Israel und Jordanien einen Besuch abstatten, teilte sein Wahlkampfteam mit. Obama will auf den Reisen, die noch vor seiner offiziellen Nominierung Ende August geplant sind, sein außenpolitisches Profil schärfen. Kritiker hatten ihm wiederholt vorgehalten, in der Außenpolitik über zu wenig Erfahrung zu verfügen.

BERLIN: Das Bundesumweltministerium hat Berichte dementiert, wonach Umweltminister Sigmar Gabriel eine zusätzliche Steuer auf Atomstrom vorschlägt. Ein Ministeriumssprecher sagte, es gebe kein Papier diesen Inhalts. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte zuvor unter Berufung auf ein internes Papier des Ministeriums berichtet, Gabriel plädiere für eine Brennelementesteuer von einem Cent pro Kilowattstunde.

WIEN: Erstmals seit zwölf Jahren kann die deutsche Fußball-Nationalmannschaft an diesem Sonntag wieder Europameister werden. Im EM-Finale in Wien trifft die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw auf Spanien. Dabei ist ungewiss, ob Mannschaftskapitän Michael Ballack spielen kann. Er hat eine Muskelverletzung in der rechten Wade. Löw sagte, erst kurz vor dem Anpfiff um 20 Uhr 45 werde sich entscheiden, ob Ballack antreten kann. Alternativen auf seiner Position im Mittelfeld könnten Tim Borowski oder Bastian Schweinsteiger sein.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nur im Norden bewölkt und einzelne Schauer, sonst meist freundlich. Im Laufe des Tages sind Gewitter möglich. Höchstwerte 18 bis 30 Grad.

Zuletzt meldeten bei leicht bewölktem Himmel:

Hamburg: 18 Grad;
Berlin: 19 Grad;
Dresden und Frankfurt am Main: 20 Grad;
Köln/Bonn: 17 Grad und
München: 21 Grad.

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