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Nachrichten

Sonntag, 29. Juli 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag

KABUL: Das Geiseldrama um die 22 in Afghanistan entführten Südkoreaner spitzt sich zu. Die radikal-islamischen Taliban, in deren Hand sich die Koreaner befinden sollen, erklärten die Verhandlungen mit der afghanischen Regierung für beendet. Für weitere Gespräche gebe es keinen Grund, sagte ein Sprecher der Islamisten. Der einzige Weg aus der Krise sei die Freilassung inhaftierter Taliban-Anhänger. - Die Südkoreaner waren vor anderthalb Wochen in der Provinz Ghasni verschleppt worden. Eine der ursprünglich 23 koreanischen Geiseln wurde bereits getötet. - Das Schicksal des vor elf Tagen entführten deutschen Bauingenieurs bleibt ungewiss. Die Deutsche Presse-Agentur berichtet allerdings von Fortschritten bei den Verhandlungen über seine Freilassung.

WASHINGTON: Der neue britische Premierminister Gordon Brown wird zu seinem Antrittsbesuch bei Präsident George W. Bush in den USA erwartet. Bush will Brown an diesem Sonntag auf seinem Landsitz Camp David empfangen. Im Mittelpunkt ihrer Gespräche dürften die Konflikte im Irak und in Afghanistan stehen. Großbritannien ist einer der wichtigsten Partner der Vereinigten Staaten im Kampf gegen den Terrorismus.

WASHINGTON: Wegen wachsenden iranischen Einflusses im Nahen Osten plant die US-Regierung milliardenschwere Waffenlieferungen an verbündete Staaten in der Region. Regierungsmitarbeiter bestätigten Presseberichte, wonach Israel und Ägypten Militärhilfe in Höhe von 30 beziehungsweise 13 Milliarden Dollar in den nächsten zehn Jahren erhalten sollen. Zusammen mit geplanten Waffenlieferungen über 20 Milliarden Dollar an Saudi- Arabien und andere Golfstaaten wären dies die größten Waffengeschäfte in der bisherigen Regierungszeit von Präsident George W. Bush.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush hat vom Kongress gefordert, das Abhören von Terrorverdächtigen zu erleichtern. In seiner wöchentlichen Radioansprache forderte Bush die Abgeordneten auf, der Neufassung des Gesetzes aus dem Jahre 1978 zuzustimmen. Moderne Technologien wie Mobiltelefone und Internet habe es damals noch nicht gegeben, begründete Bush seinen Vorstoß. Die USA würden durch das alte Gesetz daran gehindert, Informationen zu bekommen, die das Land vor Terroranschlägen sicherer machten.

BERLIN: Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck hat sich gegen eine Fortsetzung der Großen Koalition nach der nächsten Bundestagswahl ausgesprochen. Das wäre auf Dauer nicht gut für die Demokratie, sagte Beck der 'Bild am Sonntag'. Zwar hätten die Wähler die großen Parteien in die Pflicht genommen und die Koalition nehme diese Aufgabe auch ernst. Die Gemeinsamkeiten von Union und SPD brauchten sich aber auf. Mit der Politik von Grünen und FDP gebe es hingegen 'interessante Schnittmengen', so der SPD-Chef.

TOKIO: In Japan ist die Hälfte der Abgeordneten im Oberhaus neu gewählt worden. Zur Abstimmung standen 121 Mandate in der zweiten Kammer des Parlamentes. Nach Umfragen muss die regierende Liberaldemokratische Partei des konservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe möglicherweise um ihre Mehrheit fürchten. Der Regierungschef steht unter anderem wegen verschiedener Korruptionsskandale politisch unter Druck. Im mächtigeren Unterhaus verfügt seine Regierungskoalition zwar über eine solide Machtbasis. Im Falle einer Niederlage bei der Oberhauswahl wird allerdings mit offenen Rücktrittsforderungen an Abe gerechnet.

PJÖNGJANG: In Nordkorea hat eine neue Gruppe von Inspektoren der Internationalen Atomenergie-Behörde ihre Arbeit aufgenommen. Sie lösten Kollegen ab, die bereits mit der Überwachung der abgeschalteten Atomanlagen in Yongbyon begonnen hätten, berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Nordkorea hatte Mitte Juli fünf umstrittene Nuklear-Einrichtungen in dem Komplex etwa 100 Kilometer außerhalb der Hauptstadt Pjöngjang abgeschaltet. Damit erfüllt das Land seine Verpflichtungen aus der Vereinbarung im Rahmen der Sechs-Parteien-Gespräche, an denen auch die USA, China, Südkorea, Japan und Russland teilnehmen. Im Gegenzug erhält Nordkorea Energie- und Wirtschaftshilfe.

MOSKAU: Beim Absturz eines Frachtflugzeuges sind in der Nähe des Moskauer Flughafens Domodedowo alle sieben Insassen ums Leben gekommen. Wie die Nachrichtenagentur Itar-Tass unter Berufung auf den örtlichen Katastrophenschutz berichtet, stürzte die russische Maschine aus noch ungeklärter Ursache kurz nach dem Start ab und ging in Flammen auf. Sie war auf dem Weg nach Bratsk in Sibirien.

FREIBURG: Zum Abschluss seines Deutschlandbesuchs hat der Dalai Lama zu einem Dialog der Religionen aufgerufen. Keine Glaubensrichtung dürfe für sich einen Alleinstellungsanspruch erheben, sagte das geistliche und politische Oberhaupt der Tibeter in Freiburg. Die Gemeinsamkeiten der verschiedenen Religionen seien größer als ihre Unterschiede, betonte der Dalai Lama. Der 72 Jahre alte Friedensnobelpreisträger hatte sich insgesamt elf Tage in Deutschland aufgehalten.

ZUM SPORT: Radprofi Alberto Contador steht vor dem Gesamtsieg bei der diesjährigen Tour de France. Vor der Abschlussetappe an diesem Sonntag rangiert der Spanier vor dem Australier Cadel Evans und dem US-Amerikaner Levi Leipheimer. Traditionell gibt es auf der letzten Etappe nach Paris keine Angriffe mehr auf den Träger des Gelben Trikots. - Der Kasache Alexander Winokurow wurde endgültig des Dopings überführt. Auch die B-Probe des 33-Jährigen ist positiv. Winokurow kündigte an, gerichtlich gegen das französische Anti-Dopinglabor vorgehen zu wollen. -- Knapp zwei Wochen vor Beginn der neuen Fußball-Bundesliga-Saison gewann Bayern München den Ligapokal. Im Finale in Leipzig setzten sich die Bayern mit 1:0 gegen den FC Schalke 04 durch.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend stärkere Bewölkung und nur selten Auflockerungen. Vielerorts ist es regnerisch. Höchstwerte zwischen 15 Grad im Nordwesten und bis zu 27 Grad im Süden.

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