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Nachrichten

Sonntag, 29. Januar 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag

KATTOWITZ: Nach dem Einsturz einer Messehalle unweit von Kattowitz im Süden Polens werden immer mehr Tote geborgen. Mindestens 60 Menschen kamen ums Leben, darunter nach unbestätigten Korrespondentenberichten auch Deutsche und Belgier. Die Behörden befürchten mehr als 100 Todesopfer. In den Krankenhäusern Oberschlesiens werden mehr als 180 Verletzte behandelt. Die ganze Nacht über hatten Helfer bei Temperaturen bis zu minus 17 Grad unter den Trümmern nach Überlebenden gesucht. Zum Zeitpunkt des Einsturzes fand in der Halle eine Brieftauben-Ausstellung statt, an der auch Züchter aus Deutschland und anderen europäischen Staaten teilnahmen. Das Dach der größten Halle auf dem Kattowitzer Messegelände war möglicherweise unter der Last der Schneemassen zusammengebrochen. --- Unter ähnlichen Umständen war Anfang Januar die Eissporthalle im oberbayrischen Bad Reichenhall zusammengebrochen.

BAGDAD: Der Prozess gegen den früheren irakischen Präsidenten Saddam Hussein ist nach mehrfacher Vertagung jetzt unter neuem Vorsitz fortgesetzt worden. Der bisherige Vorsitzende Richter hatte sein Amt vor zwei Wochen niedergelegt, nachdem sein Verhandlungsstil als zu rücksichtsvoll gegenüber Saddam kritisiert worden war. -- Das Verfahren gegen den Ex-Staatschef und sieben weitere Angeklagte begann am 19. Oktober. Saddam hat in dem Prozess die Richter beschimpft, erschien zu einer Sitzung gar nicht und betete offen im Gerichtssaal, als die Richter keine Pause genehmigten. Die Angeklagten müssen sich wegen des Massakers in Dudschail verantworten, wo 1982 mehr als 140 Schiiten getötet worden waren.

BAGDAD: Bei einem Bombenattentat in der irakischen Stadt Iskandarija sind elf Menschen getötet und fünf verletzt worden. Der Sprengsatz detonierte nach Polizeiangaben in einem Süßwarenladen. Das südlich von Bagdad gelegene Iskandarija wird überwiegend von Sunniten bewohnt. Weitere Anschläge werden aus Bagdad, Tikrit, Bakuba, Baidschi und Ojah gemeldet.

RAMALLAH: Die bei der Palästinenser-Wahl siegreiche Hamas-Bewegung lehnt eine Abgabe ihrer Waffen ab. Auch internationale Drohungen, Hilfsgelder zu streichen, würden daran nichts ändern, erklärten führende Vertreter der radikal-islamischen Organisation. Vielmehr könne der bewaffnete Arm der Hamas mit anderen Gruppen verschmelzen und eine palästinensische Armee bilden. Innerhalb der Fatah treten nach der Wahlniederlage die politischen Widersprüche offener zu Tage. Tausende bewaffnete Fatah-Mitglieder gingen auf die Straße und forderten den Rücktritt ihrer Führung, der sie Korruption vorwerfen. Für kurze Zeit besetzten sie das palästinensische Parlament in Ramallah.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel reist an diesem Sonntag zu ihrem Antrittsbesuch nach Israel und in die palästinensischen Autonomie-Gebiete. In Jerusalem kommt sie mit dem amtierenden Regierungschef Ehud Olmert zusammen. Für Montag ist ein Treffen mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas in Ramallah vorgesehen. Der Wahlsieg der radikal-islamischen Hamas sowie die umstrittene iranische Atompolitik werden im Mittelpunkt der Gespräche stehen. Führende Politiker der Hamas haben nach Angaben des israelischen Rundfunks ihr Interesse an einem Gespräch mit Merkel signalisiert. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm hatte zuvor in Berlin gesagt, solange die künftige palästinensische Regierung nicht jeglicher Gewalt abschwöre und das Existenzrecht Israels anerkenne, werde es keine Gespräche mit der Hamas geben.

BERLIN: Deutschland lehnt ein größeres Engagement der Bundeswehr zur Unterstützung der UN-Truppen in der Demokratischen Republik Kongo ab. Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) sagte der 'Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung', es sei klar, dass die Eingreiftruppe der Europäischen Union, an der Deutschland mit 1.500 Soldaten beteiligt sein werde, nicht im Kongo zum Einsatz komme. Sollte jedoch eine zusätzliche militärische Absicherung der im April stattfindenden Wahlen im Kongo nötig werden, sei Deutschland bereit, im Rahmen seiner Möglichkeiten Verantwortung zu übernehmen. Die Vereinten Nationen hatten die EU um den Aufbau einer Eingreiftruppe gebeten. Sie soll erst 2007 voll einsatzbereit sein.

BERLIN: Der ehemalige Bundespräsident Johannes Rau wird in Berlin beigesetzt. Ein Termin stehe aber noch nicht fest, erklärte das Bundespresseamt. Tausende trauernde Bürger trugen sich unterdessen in Kondolenzbücher ein, die in vielen deutschen Städten ausliegen. Im Berliner Schloss Bellevue schrieben sich Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel in das Kondolenzbuch ein.

HELSINKI: Die Finnen entscheiden an diesem Sonntag in einer Stichwahl über ihr Staatsoberhaupt für die nächsten sechs Jahre. Nach letzten Umfragen wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der amtierenden Präsidentin Tarja Halonen und ihrem konservativen Herausforderer Sauli Niinistö erwartet. In der ersten Runde vor zwei Wochen hatte die Sozialdemokratin Halonen überraschend die absolute Mehrheit verfehlt.

ZUM FUSSBALL: In der 1. Bundesliga hat Hamburg in Nürnberg mit 1:2 verloren und liegt nun bereits neun Punkte hinter Tabellenführer München. Die weiteren Ergebnisse: Stuttgart - Duisburg 0:1; Mainz - Köln 4:2; Berlin - Hannover 1:1; Leverkusen - Frankfurt 2:1 und Dortmund - Wolfsburg 3:2. Die Auslosung des DFB-Halbfinals hat folgende zwei Begegnungen ergeben: St. Pauli - München und Frankfurt - Bielefeld.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND:Nach örtlichem Nebel wieder viel Sonne. Tageshöchstwerte zwischen minus vier und plus einem Grad.

  • Datum 29.01.2006
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