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Nachrichten

Sonntag, 29. August 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: Bundestagspräsident Lammert und Verteidigungsminister zu Guttenberg haben im Bundeswehr-Feldlager in Kundus im Norden Afghanistans der gefallenen deutschen Soldaten gedacht. Zuletzt waren im April sieben Bundeswehr-Angehörige bei Angriffen der radikal-islamischen Taliban-Milizen getötet worden. Die beiden Unions-Politiker informierten sich zudem über das neue Ausbildungs- und Schutzbataillon, das ab September gemeinsam mit afghanischen Streitkräften Einsätze durchführen wird.

MÜNCHEN: Die Bundeswehr ist nach Ansicht des Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Driftmann, ein "Sanierungsfall". Der Tanker Bundeswehr sei zu schwerfällig und müsse schlanker werden, sagte er dem Magazin "Focus". Driftmann ist Vize-Vorsitzender der Reformkommission der Bundeswehr und hat vor seiner Tätigkeit in der Wirtschaft bei der Bundeswehr und im Verteidigungsministerium gearbeitet. Er kritisiert vor allem, dass von den auf dem Papier 250.000 Soldaten faktisch nur 8.000 zur gleichen Zeit für Auslandseinsätze bereit seien.

HAMBURG: Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Sommer, hat wegen des wirtschaftlichen Aufschwungs höhere Löhne gefordert. Es könne nicht sein, dass die Beschäftigen nach Kurzarbeit und Lohnverzicht vielfach für die Krise bezahlten, sagte er dem "Hamburger Abendblatt". Sommer warf den Unternehmen zudem Missbrauch von Leiharbeit als mittlerweile zentrales Instrument für Lohndrückerei vor.

BERLIN: Bundesbank-Vorstand Sarrazin hat mit Äußerungen zum Erbgut von Juden und Basken noch einmal Empörung ausgelöst. Alle Juden teilten ein bestimmtes Gen, Basken hätten bestimmte Gene, die sie von anderen unterschieden, sagte Sarrazin laut Vorabmeldungen der "Welt am Sonntag" und der "Berliner Morgenpost". Außenminister und FDP-Chef Westerwelle sagte dazu, Wortmeldungen, die Rassismus oder gar Antisemitismus Vorschub leisteten, hätten in der politischen Diskussion nichts zu suchen.

WASHINGTON: Zwei Monate vor den Kongresswahlen haben zehntausende Ultra-Rechte in der US-Hauptstadt gegen die Politik von Präsident Obama protestiert. Zu der Kundgebung gegen vermeintlichen Werteverfall und zu viel staatliche Einflussnahme unter Obama hatte die erzkonservative sogenannte Tea-Party-Bewegung aufgerufen. Hauptrednerin Palin, ehemals Vizepräsidentschaftskandidatin der Republikaner, rief zur Stärkung nationaler und religiöser Werte auf.

SEOUL: Südkoreas Präsident Lee ist mit seiner Auswahl für den Posten des Regierungschefs gescheitert und muss nach nur drei Wochen schon wieder einen neuen Kandidaten suchen. Nach Korruptionsvorwürfen und Zweifeln an seiner Qualifikation erklärte der designierte Ministerpräsident Kim Tae Ho vor der Presse jetzt seinen Amtsverzicht. Lee hatte versucht, der angeschlagenen Regierung mit der Nominierung des früheren Provinzgouverneurs Kim neue Impulse zu geben.

JAKARTA: Im Westen Indonesiens ist nach 400 Jahren Ruhe wieder der Vulkan Sinabung ausgebrochen. Asche und Sand seien bis in 1,5 Kilometer Höhe geschleudert worden, teilten die Behörden auf der Insel Sumatra mit. Die Lava sei aber nur in der direkten Umgebung des Kraters geströmt. - Nach den ersten Anzeichen eines Ausbruchs waren rund 12.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Es gilt die höchste Alarmstufe.

ISLAMABAD: Unterstützt von Soldaten wird im Süden Pakistans fieberhaft darum gekämpft, die Stadt Thatta vor den Fluten des Indus zu retten. Der größte Teil der 300.000 Einwohner soll die Stadt verlassen haben. In der Umgebung seien inzwischen 2,3 Millionen Menschen ohne Unterkunft, berichtete der Leiter der Hilfsmaßnahmen in der Provinz Sindh.

SANTIAGO DE CHILE: Voraussichtlich am Montag soll mit der Bohrung eines Rettungsschachtes für die 33 seit mehr als drei Wochen in einer chilenischen Kupfer- und Goldmine verschütteten Bergleute begonnen werden. Erst dann seien die technischen Vorbereitungen abgeschlossen, berichteten die Medien des Landes unter Berufung auf die Behörden. An diesem Sonntag wird zudem ein zusätzlicher Motorbohrer aus Deutschland in der Mine bei Copiapó erwartet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Regen von Nordwesten. Südlich von Main und Mosel Sonne und gelegentliche Schauer. Höchstwerte von 14 bis19 Grad.

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