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Nachrichten

Sonntag, 28. Oktober 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

HAMBURG: Auf dem SPD-Parteitag haben die Delegierten über das neue Grundsatzprogramm debattiert. Der Parteivorsitzende Kurt Beck erklärte, in einer gerechten Gesellschaft werde die Chancengleichheit etwa bei Bildung immer wichtiger. Dies werde eines der wichtigsten Ziele der Sozialdemokraten bleiben. In ihrem 'Hamburger Programm' bekennt sich die SPD außerdem zu einem - wie es heisst - "vorsorgenden Sozialstaat". Das 38 Seiten umfassende Grundsatzpapier soll zum Abschluß des Parteitages verabschiedet werden. Beck sagte, es gehe darum, das Profil der SPD als Partei der sozialen Gerechtigkeit zu schärfen.

TEHERAN: Der türkische Außenminister Ali Babacan hat den Willen seiner Regierung bekräftigt, auch mit militärischer Gewalt gegen die kurdischen Rebellen im Nordirak vorzugehen. Es gebe den diplomatischen Weg zur Lösung des Konflikts, aber auch den militärischen, sagte Babacan nach einem Treffen mit dem iranischen Außenminister Manuschehr Mottaki in Teheran. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad rief zu einer friedliche Beilegung des Kurden-Konflikts auf. Zwar müsse gegen die terroristischen Aktivitäten der Kurdischen Arbeiterpartei PKK vorgegangen werden, doch seien Armee-Einsätze nicht die einzige Lösung, wurde Ahmadinedschad in Teheran zitiert. Die Türkei droht mit einem Einmarsch im Nordirak, sollte Bagdad die Angriffe der kurdischen Rebellen aus seinem Gebiet heraus nicht unterbinden können.

NEW YORK: In den USA haben landesweit mehrere zehntausend Menschen gegen den Irak-Krieg demonstriert. Protestveranstaltungen gab es unter anderem in New York, Los Angeles, San Francisco, Chicago, Boston und Seattle. Die Teilnehmer forderten die sofortige Beendigung des Irak-Krieges und die Rückkehr aller amerikanischen Soldaten. Auch wurden Rufe nach einem Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident George W. Bush laut. Das US-Verteidigungsministerium gibt nach eigenen Angaben jeden Monat 9,2 Milliarden Dollar für das Engagement im Irak aus. Dort starben seit dem Einmarsch im März 2003 mehr als 3.800 US-Soldaten.

BERLIN: Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hat sich für eine Änderung des Grundgesetzes in der Frage der Staatsverschuldung ausgesprochen. Die Regeln dazu müssten strikter und eindeutiger formuliert werden, sagte Papier im Deutschlandfunk. Das gegenwärtige Verfassungsrecht in Deutschland kenne nur eine relative Verschuldungsgrenze. Damit sei es dem Bundesverfassungsgericht aber unmöglich, dem bisherigen rasanten Anstieg der Staatsverschuldung deutlich Grenzen zu setzen.

TRIPOLIS: Zum Auftakt der Friedensgespräche für Darfur hat die Regierung des Sudans einen einseitigen Waffenstillstand für die Krisenregion verkündet. Er trete sofort in Kraft, teilte der sudanesische Delegationsleiter Nafie Ali Nafie auf der Konferenz in der libyschen Stadt Sirte mit. Einige der Rebellengruppen aus Darfur, die den Beginn des Treffens boykottiert hatten, erklärten sich jetzt bereit, mit den Vermittlern der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union zu sprechen. Wie die Nachrichtenagentuir AFP weiter meldete, beraten andere Rebellen in Darfur über eine gemeinsame Position zur Konferenz in Libyen. - In Darfur bekämpfen von der Regierung in Khartum unterstützte arabische Milizen schwarzafrikanische Rebellen und terrorisieren die Zivilbevölkerung. Seit Anfang 2003 sind mindestens 200.000 Menschen ums Leben gekommen, mehr als zwei Millionen wurden vertrieben.

MOGADISCHU: In der Hauptstadt Somalias ist es zu den schwersten Kämpfen zwischen islamistischen Rebellen und äthiopischen Truppen seit Monaten gekommen. Nach einem Bericht des britischen Senders BBC wurden mindestens zehn Menschen getötet. - Die somalische Übergangsregierung hatte mit Hilfe äthiopischer Einheiten die Islamisten Anfang des Jahres aus Mogadischu vertrieben. Seither kommt es immer wieder zu Anschlägen und Gefechten.

BUENOS AIRES: In Argentinien hat die Präsidentschaftswahl begonnen. Als Favoritin gilt Cristina Fernández de Kirchner, die Frau des peronistischen Amtsinhabers Néstor Kirchner. Umfragen zufolge könnte sie bereits in der ersten Wahlrunde die notwendige Mehrheit erreichen. Auf Platz rangiert in den Prognosen die Mitte-Links-Kandidatin Elisa Carrió. Insgesamt bewerben sich 14 Kandidaten um das höchste Staatsamt Argentiniens. Die Wähler bestimmen auch die Hälfte der Mitglieder des Abgeordnetenhauses sowie ein Drittel der Senatoren neu. Außerdem werden in acht Provinzen Gouverneure und Regionalparlamente gewählt.

SACRAMENTO: Durch die vor einer Woche in Kalifornien ausgebrochenen schweren Waldbrände hat die Luftverschmutzung in dem US-Bundesstaat bedrohliche Ausmaße angenommen. Die kalifornische Umweltschutzbehörde rief die Bürger in fünf Bezirken, darunter San Diego und Los Angeles, auf, ihre Häuser möglichst nicht zu verlassen. Mit giftigen Partikeln belastete Luft ziehe von der Küste ins Landesinnere. - Nach Angaben der Behörden in San Diego wurden durch die Feuer rund 640.000 Menschen zeitweise in die Flucht getrieben. Es handelte sich um die größte Massenevakuierung in der Geschichte Kaliforniens. - Begünstigt durch kühles Wetter ist es den Feuerwehren inzwischen gelungen, die meisten Brände zu löschen oder unter Kontrolle zu bringen.

CHEMNITZ: Zum ersten Mal überhaupt werden in den Kunstsammlungen Chemnitz Malereien des amerikanischen Sängers Bob Dylan gezeigt. Dylan hat die rund 140 Bilder eigens für die Ausstellung gemalt. Die Direktorin der Kunstsammlungen Chemnitz, Ingrid Mössinger, hatte den weltbekannten Musiker überzeugt, seine früheren Zeichnungen in farbige Bilder umzusetzen. Die Ausstellung unter dem Titel "The Drawn Blank Series" ist bis Anfang Februar zu sehen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: zumeist wolkig mit nur kurzen Auflockerungen. Die Höchstwerte liegen zwischen acht und 14 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 11 Grad, freundlich;

Berlin: 5 Grad, neblig;

Dresden: 8 Grad, bedeckt

Frankfurt am Main

und Köln/Bonn: 9 Grad, bewölkt

München: 7 Grad, bedeckt.

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