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Nachrichten

Sonntag, 28. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

SEOUL: Fünf Tage nach dem Angriff Nordkoreas auf die südkoreanische Insel Yeonpyeong haben im Gelben Meer gemeinsame Marine - und Luftwaffenübungen der USA und Südkoreas begonnen. Das viertägige Manöver, an dem auch der atomgetriebene US-Flugzeugträger "USS George Washington" teilnimmt, soll ein Signal der Abschreckung an die kommunistische Führung in Pjöngjang senden. Unterdessen hat Nordkorea weitere Raketen nahe der umstrittenen Seegrenze im Westen aufgestellt, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap meldet. Neben Boden-Schiffraketen mit Reichweiten von über 90 Kilometern seien auch Boden-Luftraketen mit einer Reichweite von bis zu 30 Kilometern installiert worden. Das südkoreanische Verteidigungsministerium forderte unter Verweis auf die Spannungen mit Nordkorea Journalisten auf, die Insel Yeonpyeong zu verlassen.

BRÜSSEL: Die Finanzminister der 27 EU-Staaten wollen an diesem Sonntag über Finanzhilfen für Irland entscheiden. Im Vorfeld der Sondersitzung der Minister in Brüssel war von rund 85 Milliarden Euro die Rede, die Dublin aus dem EU-Rettungsfonds erhalten soll. Die Hilfen sollen größtenteils in die irische Bankenbranche fließen, deren Krise dem Euro-Land schwerwiegende Haushaltsprobleme beschert hatte. Der Rest des Geldes soll zur Sanierung des Staatshaushaltes genutzt werden. Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur AFP haben sich Vertreter der EU, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds bereits auf Hilfen in Höhe von 85 Milliarden Euro geeinigt. - Irland ist der erste EU-Staat, der den insgesamt 750 Milliarden Euro schweren Rettungsschirm in Anspruch nimmt. Für Griechenland hatte es zuvor eine Sonderlösung gegeben.

JERUSALEM: Bundespräsident Wulff hat für eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern geworben. Er sehe keine Alternative zu einer Zweistaatenlösung mit Israel und einem unabhängigen palästinensischen Staat, sagte Wulff nach einem Treffen mit Staatspräsident Peres in Jerusalem. Dazu sei auch ein konstruktives Engagement Israels in der Siedlungsfrage notwendig. Die Nahost-Gespräche liegen wegen des Streits über den jüdischen Siedlungsbau im Westjordanland derzeit auf Eis. Wulff wie auch Peres sprachen sich zudem dafür aus, die deutsch-israelischen Beziehungen noch zu vertiefen. Nach dem Treffen besuchte der Bundespräsident die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.

BERN: Ein Jahr nach dem Beschluss für ein Bauverbot für Minarette stimmen die Schweizer erneut über ein Ausländer-Thema ab. Eine von der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei eingereichte Initiative sieht vor, Ausländer nicht nur nach Kapitalverbrechen, sondern auch bei Vergehen wie Sozialhilfebetrug automatisch aus dem Land zu weisen. Damit hätten die Behörden nicht mehr das Recht für eine Einzelfallprüfung. Die Regierung in Bern sieht darin einen Verstoß gegen die Europäische Menschenrechtskonvention. Sie legte deshalb eine Gegeninitiative vor, die vor jeder Abschiebung eine solche Einzelfallprüfung verlangt.

ABIDJAN: Überschattet von gewalttätigen Auseinandersetzungen findet in der westafrikanischen Elfenbeinküste die Stichwahl um das Präsidentenamt statt. Rund 5,7 Millionen Wahlberechtigte müssen sich zwischen Amtsinhaber Gbagbo und dem früheren Regierungschef Ouattara entscheiden. Im ersten Wahlgang am 31. Oktober hatte Gbagbo 38 Prozent der Stimmen auf sich vereinen können, für Ouattara stimmten 32 Prozent. Seitdem kam es mehrfach zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern der beiden Kandidaten. Gbagbos Amtszeit war bereits 2005 abgelaufen. Wegen Problemen bei der Vorbereitung und innenpolitischen Spannungen war die Präsidentenwahl jedoch sechsmal verschoben worden.

WIESBADEN: Mit feierlichen Gottesdiensten in Wiesbaden und Speyer haben die großen christlichen Hilfswerke in Deutschland ihre vorweihnachtlichen Spendenaktionen gestartet. Die evangelische Hilfsorganisation "Brot für die Welt" will unter dem Motto "Es ist genug für alle da" die ungleiche Verteilung der Lebensmittel auf der Welt anprangern. Die katholische Lateinamerika-Hilfe "Adveniat" richtet den Blick in diesem Jahr vor allem auf Brasilien, Honduras und El Salvador.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach Nebelauflösung häufig aufgelockert, teils auch heiter. In Küstennähe und am Alpenrand einzelne Schneeschauer. Die Höchstwerte bewegen sich zwischen minus drei Grad im Norden und plus drei Grad am Bodensee.

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