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Nachrichten

Sonntag, 28. Mai 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag

YOGYAKARTA: Nach dem verheerenden Erdbeben auf der indonesischen Insel Java sind die internationalen Hilfsmaßnahmen angelaufen. Viele Staaten, darunter Deuschland, schickten Einsatzkräfte in die Katastrophenregion oder boten finanzielle Unterstützung an. Nach jüngsten Angaben der Behörden kamen durch das Beben am Samstag etwa 3.500 Menschen ums Leben, mindestens 10.000 wurden verletzt. Da noch viele Menschen unter den Trümmern eingestürzter Häuser vermutet werden, dürfte die Opferzahl weiter steigen. Ärzte in völlig überlasteten Krankenhäusern klagen über einen Mangel an Chirugen. Außerdem fehle es an Medikamenten, sagte der indonesische Vizepräsident Yusuf Kalla.

NUKU'ALOFA: Heftige Erdbeben haben auch die Pazifik-Staaten Tonga und Papua-Neuguinea erschüttert. In Tonga wurden Erdstöße der Stärke 6,7 gemessen, in Papua-Neuguinea 6,2. Über Opfer oder Schäden in beiden Ländern wurde bisher nichts bekannt.

KRAKAU: Hunderttausende Menschen haben sich auf einem Freigelände im polnischen Krakau versammelt, um an einem Gottesdienst mit Papst Benedikt XVI. teilzunehmen. Die Messe bildet den Abschluss des Papst-Besuches in der Bischofsstadt. Anschließend wird Benedikt das frühere NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau besuchen und mit Überlebenden des Nazi-Terrors sprechen. Wegen der deutschen Herkunft des Papstes wird seiner Reise nach Auschwitz besondere Bedeutung beigemessen. - Am Abend kehrt Benedikt nach Rom zurück.

SAARBRÜCKEN: Mit einem Gottesdienst im Saarbrücker Ludwigspark-Stadion geht an diesem Sonntag der 96. Deutsche Katholikentag zu Ende. Er wird vom Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, dem Mainzer Kardinal Karl Lehmann, geleitet. Unter dem Motto 'Gerechtigkeit vor Gottes Angesicht' hatten seit Mittwoch mehr als 26.000 Teilnehmer unter anderm über Fragen des Glaubens, die Zukunft Europas und soziale Themen wie Arbeitslosigkeit diskutiert.

BERLIN: Gegen den mutmaßlichen Amokläufer von Berlin ist Haftbefehl erlassen worden. Dem 16-Jährigen werden versuchter Mord in 24 Fällen und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Von den Vernehmungen weiterer Opfer und Zeugen erhofft sich die Polizei mehr Klarheit über den Tathergang. Der Verhaftete hatte am Freitagabend wahllos auf Passanten eingestochen und dabei 28 Personen verletzt. Bundesinneminister Wolfgang Schäuble sprach von einer entsetzlichen Tat. Der Amoklauf habe jedoch keine Auswirkungen auf die Sicherheitsplanungen zur Fußballweltmeisterschaft. Die Vorbereitungen seien so gründlich und umfassend wie noch nie bei einer vergleichbaren Großveranstaltung. Dennoch gebe es bei großen Menschenansammlungen immer ein Restrisiko.

BERLIN: Bundeswirtschaftsminister Michael Glos hat sich für eine Kürzung der Lehrlingsgehälter ausgesprochen. Die Höhe der Ausbildungsvergütung sei für viele kleine Betriebe ein Hemmschuh bei der Einstellung zusätzlicher Lehrlinge, sagte Glos der 'Bild am Sonntag'. Deshalb dürfe die Höhe der Lehrlingseinkommen kein Tabu sein. Der Deutsche Gewerkschaftsbund kündigte massiven Widerstand an. Wer die Ausbildungsvergütungen kürzen wolle, lenke nur vom eigenen Versagen ab, sagte DGB-Vize Ingrid Sehrbock. Lehrlinge leisteten schon heute mehr als sie verdienten.

DÜSSELDORF: Der Zentralrat der Juden in Deutschland und die Spitzen des Staates verabschieden sich mit einer Trauerfeier von Paul Spiegel. Der Vorsitzende des Zentralrats war am 30. April im Alter von 68 Jahren gestorben. Zu der Gedenkstunde in der Düsseldorfer Tonhalle werden auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Horst Köhler erwartet.

TEL AVIV: Libanesische Untergrundkämpfer haben Katjuscha-Raketen auf einen israelischen Militärstützpunkt in Grenznähe abgefeuert. Die Armee teilte mit, mehrere Geschosse seien auf dem Stützpunkt eingeschlagen. Dabei wurde nach Militär-Angaben ein Soldat verletzt. Israel machte die libanesische Regierung für den Angriff mitverantwortlich.

ROM: In Italien haben zweitägige Kommunal- und Regionalwahlen begonnen. Insgesamt wird in mehr als 1.200 Kommunen, acht Provinzen und in der Region Sizilien gewählt. Mit Spannung wird der Ausgang der Bürgermeisterwahlen in den Metropolen Rom, Neapel, Mailand und Turin erwartet. Die Kommunal- und Regionalwahlen gelten als erster Stimmungstest für die neue italienische Mitte-Links-Regierung von Ministerpräsident Romano Prodi.

BOGOTA: In Kolumbien stellt sich Präsident Alvaro Uribe an diesem Sonntag zur Wiederwahl. Ein Sieg des konservativen Politikers gilt als nahezu sicher. Seit Uribes Amtsantritt vor vier Jahren hat die kolumbianische Wirtschaft einen Aufschwung genommen, die Verbrechensrate ging zurück. Populär ist der 53-jährige Präsident auch wegen seines energischen Vorgehens gegen linke Rebellen. Um befürchtete Anschläge der Rebellen zu verhindern, sind zehntausende Sicherheitskräfte im Einsatz.

KOUROU: Mit zwei Fernmelde-Satelliten an Bord ist eine Ariane-Fünf- Rakete von Kourou in Französisch-Guayana in den Weltraum gestartet. Die insgesamt mehr als acht Tonnen wiegenden Satelliten sind die schwerste Nutzlast, die je von einer Ariane ins Weltall transportiert wurde. Ein Satellit soll Internet- und Telefondienste in Nord- und Südamerika sicherstellen, der andere Fernseh- und Telefondienste im asiatisch-pazifischen Raum.

ZUM SPORT: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat den WM-Test gegen Luxemburg erfolgreich bestanden. Das Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann gewann in Freiburg 7:0. - Den vorletzten Etappensieg des Giro d'Italia holte sich der italienische Radprofi Ivan Basso. Nach seinem dritten Tageserfolg und mehr als neun Minuten Vorsprung hat er nun beste Voraussetzungen, als Gesamtsieger in Mailand anzukommen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von der Donau bis zum Alpenrand kräftiger Regen. Im Norden und Westen ein Wechsel von Sonne und Schauern, im Nordosten auch Gewitter. Höchstwerte 14 bis 19 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 12°, wolkig; Berlin: 13°, nach Schauern; Dresden: 13°, Schauer; Köln/Bonn: 14°, Schauer; Frankfurt am Main: 16°, wolkig und München: 17°, bedeckt.