1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Sonntag, 28. Januar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag.

GAZA-STADT: Ein Jahr nach dem Wahlsieg der radikal-islamischen Hamas haben die Kämpfe zwischen den rivalisierenden Palästinensergruppen einen blutigen Höhepunkt erreicht. Bei den jüngsten Ausschreitungen zwischen Anhängern der Hamas und der Fatah sind mittlerweile 22 Menschen ums Leben gekommen. Vor allem aus dem Norden des Autonomiegebietes wird von schweren Explosionen berichtet. Als Reaktion auf die neue Gewaltwelle setzten die Hamas und die Fatah, der Palästinenserpräsident Mahmud Abbas angehört, ihre Gespräche über eine gemeinsame Regierung aus. Beide Seiten schoben sich gegenseitig die Verantwortung für das neuerliche Aufflammen ihres Machtkampfes zu.

WASHINGTON: Zehntausende Menschen haben in der US-Hauptstadt gegen den Irak-Krieg und die Politik von Präsident George W. Bush demonstriert. An dem Protest beteiligten sich Kriegsveteranen, Angehörige von Soldaten, Prominente und Politiker. Ihr Marsch zum Kapitol in Washington war Auftakt von geplanten landesweiten Demonstrationen auch in größeren Städten wie etwa Los Angeles. Präsident Bush hatte erst vor kurzem angekündigt, weitere 21.000 Soldaten in den Irak zu entsenden. Die dortigen US-Truppen haben bereits eine Stärke von 130.000.

TOKIO: Erneute Äußerungen des japanischen Verteidigungsministers Fumio Kyuma belasten das Verhältnis zu den Vereinigten Staaten. Kyuma hatte zunächst die Entscheidung von US-Präsident George W. Bush, den Irak anzugreifen, als Fehler bezeichnet. Außerdem hatte sich der Verteidigungsminister verärgert über die Absicht der US-Streitkräfte geäußert, eine Militärbasis auf der Insel Okinawa zu verlegen. In japanischen Medienberichten heißt es, die Regierung in Washington habe verärgert auf die Erklärungen Kyumas reagiert. Japan ist der engste Verbündete der USA in Asien.

KABUL: Die Präsidentin des US-Abgeordnetenhauses, Nancy Pelosi, ist zu einem Besuch der amerikanischen Truppen in Afghanistan eingetroffen. Sie wird von einer Kongress-Delegation begleitet. Zuvor hatte sich Frau Pelosi bereits ein Bild der Lage im Irak gemacht. Die Kritikerin des Kurses von US-Präsident George W. Bush will in Kabul mit dem afghanischen Staatspräsidenten Hamid Karsai und anderen Spitzenpolitikern zusammenkommen. Die USA hatten in dieser Woche ihre NATO-Verbündeten zu einem stärkeren Engagement in Afghanistan gedrängt.

KÖLN: Bundesarbeitsminister Franz Müntefering hält nach drei Nullrunden eine leichte Anhebung der Renten in diesem Jahr für möglich. Es gebe eine positive Tendenz bei den Löhnen, sagte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk. Genaueres wisse man aber erst in vier Wochen. Ausschlaggebend für eine mögliche Rentenerhöhung zur Jahresmitte sind die Daten für die Lohnentwicklung im vergangenen Jahr, die Anfang März vorliegen sollen. Vor wenigen Tagen hatte es in Zeitungsberichten geheißen, in der Regierung werde eine Anhebung der Altersbezüge von 0,1 bis 0,2 Prozent erwogen. Im Osten könnte die Erhöhung etwas höher als im Westen ausfallen.

FRANKFURT AM MAIN: Rund 436.000 Stimmberechtigte sind an diesem Sonntag in Frankfurt zur Wahl des künftigen Oberbürgermeisters aufgerufen. Als klare Favoritin gilt die seit 1995 an der Spitze der Stadt stehende Amtsinhaberin Petra Roth von der CDU. Die 62-Jährige, die auch Vizepräsidentin des Deutschen Städtetags ist, könnte im Fall ihrer zweiten Wiederwahl bis 2013 am Ende auf eine Rekordamtszeit von 18 Jahren als Frankfurter Oberbürgermeisterin zurückblicken. Als stärkster Herausforderer gilt der SPD-Kandidat, der Frankfurter Parteichef Franz Frey. Für die Wahl zum Oberbürgermeister ist eine absolute Mehrheit notwendig.

WÜRZBURG: Ein belgischer Reisebus ist in der Nacht zum Sonntag auf der Autobahn 3 in der Nähe von Würzburg verunglückt. Nach Polizeiangaben wurden alle 50 Insassen verletzt, sieben davon schwer. Der Bus war bei Marktheidenfeld von der Fahrbahn abgekommen. Er durchbrach eine Leitplanke, stürtzte eine Böschung hinunter und kippte um. Die Polizei vermutet als Unfallursache einen Sekundenschlaf des Fahrers.

ZUM FUSSBALL: Schalke 04 hat in der Bundesliga seine Ambitionen auf den Meistertitel unterstrichen. Durch ein 3:1 bei Eintracht Frankfurt übernahm der Verein aus Gelsenkirchen zumindest bis Sonntagabend die Tabellenspitze. Die weiteren Resultate nach der Winterpause:

Bielefeld - Hamburg 1:1;
Nürnberg - Stuttgart 4:1;
Cottbus - Mönchengladbach 3:1;
Bochum - Mainz 0:1 und
Hertha - Wolfsburg 2:1.

ZUM HANDBALL: Bei der Handball-Weltmeisterschaft haben sieben Mannschaften vorzeitig das Viertelfinale erreicht. In der Gruppe 1 qualifizierten sich neben Deutschland und Frankreich, die 29 : 26 gegeneinander spielten, auch Island und Polen für die K.o.-Runde. In der Gruppe 2 folgten Olympiasieger Kroatien auch Titelverteidiger Spanien und Dänemark ins Viertelfinale. Um den letzten noch freien Platz in der Runde der letzten Acht kämpfen Ungarn und Russland.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Südbaden bis ins Allgäu zeitweise sonnig, sonst meist dicht bewölkt, in höheren Lagen und im äußersten Osten auch Schneefall. Höchsttemperaturen null bis acht Grad Celsius.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 28.01.2007
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/9m2T
  • Datum 28.01.2007
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/9m2T