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Nachrichten

Sonntag, 28. Februar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

SANTIAGO: Bei dem schweren Erdbeben in Chile sind mindestens 300 Menschen ums Leben gekommen. Auch einen Tag nach dem Erdbeben der Stärke 8,8 ist das ganze Ausmaß der Zerstörung noch nicht absehbar. Präsidentin Bachelet rief für mehrere Regionen den Notstand aus. Nach Angaben des Nationalen Katastrophenamtes sind über 1,5 Millionen Häuser und Wohnungen zerstört oder beschädigt. Am schlimmsten traf es die Städte Talcahuano und Concepción, rund 500 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago. In dem Großraum leben rund eine Million Menschen. Das Epizentrum lag rund 90 Kilometer von Concepción entfernt im Meeresgrund des Pazifischen Ozeans in einer Tiefe von etwa 35 Kilometern.

TOKIO: Nach dem schweren Erdbeben in Chile haben knapp ein Meter hohe Tsunami-Wellen die Küste Japans erreicht. Zuvor hatten die Behörden mehr als 50.000 Menschen aus dem Küstenbereich evakuiert. Russland hob die Tsunami-Warnung wieder auf, nachdem an der Halbinsel Kamtschatka kleinere Wellen angekommen waren.

DUSCHANBE: In der zentralasiatischen Republik Tadschikistan finden an diesem Sonntag die Parlaments- und Kommunalwahlen statt. Es gilt als sicher, dass die "Volksdemokratische Partei" des autoritär regierenden Präsidenten Rachmon als klarer Sieger aus der Abstimmung hervorgeht. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa hat Wahlen in der ehemaligen Sowjetrepublik bisher stets als undemokratisch kritisiert. Tadschikistan ist die ärmste der früheren Sowjetrepubliken.

JERUSALEM: Israelische Polizisten sind vor der Al-Aksa-Moschee in Jerusalem gegen Palästinenser vorgegangen, die Steine auf Touristen geworfen haben. Rund 20 Palästinenser seien beteiligt gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Diese hätten sich dann in die Moschee zurückgezogen. Ein Demonstrant sei in der Altstadt festgenommen worden. Gegenwärtig herrsche wieder Ruhe auf dem Tempelberg.

WARSCHAU: Die USA werden Mitte April Luftabwehrraketen vom Typ Patriot in Polen stationieren. Dies teilte das Verteidigungsministerium in Warschau mit. Die Raketen und rund hundert US-Soldaten würden im Norden Polens stationiert, unweit der Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad.

POTSDAM: Der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst ist beigelegt. Die Gewerkschaft Verdi und die Arbeitgeber akzeptierten den Vorschlag der Schlichter. Das teilten Bundesinnenminister de Maizière und Verdi-Chef Bsirske in Potsdam mit. Nach dem Kompromiss steigen die Einkommen bis Mitte 2011 schrittweise um insgesamt 2,3 Prozent. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 26 Monaten und beinhaltet auch Regelungen zur Alterteilzeit sowie eine Verpflichtung zur Übernahme von Auszubildenden. Der Präsident der kommunalen Arbeitgeber, Böhle, kritisierte die Kosten des Abschlusses. In diesem Jahr müssten die Kommunen 1,1 Milliarden Euro zusätzlich aufbringen.

DRESDEN: Der sächsische CDU-Generalsekretär Kretschmer hat in der Affäre um Sponsoren-Verträge Fehler eingestanden. In der "Bild am Sonntag" erklärte der Generalsekretär, in Zukunft keine Sponsorengespräche mit Ministerpräsident Tillich zu vermarkten. Die bisherige Praxis bezeichnete er als unglücklich. Tillich selbst kenne die Details des umstrittenen Sponsoring-Konzeptes nicht, betonte Kretschmer.

ZU DEN OLYMPISCHEN WINTERSPIELEN: Am vorletzten Tag der Wettkämpfe haben deutsche Sportler zwei weitere Medaillen geholt. Die deutschen Eisschnellläuferinnen gewannen Gold in der Teamverfolgung. Katrin Mattscherodt, Daniela Anschütz-Thoms und Stephanie Beckert setzten sich im Finale gegen Japan durch. Bronze ging an Polen.

PARIS: Wegen eines schweren Sturms sind in Frankreich 800.000 Haushalte ohne Strom gewesen. Durch den Sturm "Xynthia" sei die Versorgung der Haushalte unterbrochen worden, teilte der zuständige Stromversorger ERDF mit. Betroffen waren Haushalte in Zentralfrankreich und im Westen des Landes. In verschiedenen Regionen kam es zudem zu schweren Überschwemmungen, so auch in der Küstenstadt La Rochelle.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Deutlich auffrischender Wind, nach Westen hin Gefahr von schweren Sturmböen. In den oberen Lagen der Mittelgebirge ist mit Orkanböen zu rechnen. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen fünf und 17 Grad.

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