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Nachrichten

Sonntag, 27. September 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Mehr als 62 Millionen Bürger sind zur Wahl eines neuen Bundestages aufgerufen. Bundeskanzlerin Angela Merkel von der CDU will nach vier Jahren großer Koalition ein Bündnis mit der FDP eingehen. Letzten Umfragen zufolge ist noch offen, ob Union und Liberale die dazu notwendige Mehrheit erhalten. Die Sozialdemokraten streben ein Bündnis mit den Grünen an. Eine Mehrheit hierfür gilt aber als unwahrscheinlich. SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier hatte vor der Wahl wiederholt ein Bündnis mit der Linkspartei auf Bundesebene ausgeschlossen. Im Wahlkampf hatten unter anderem die Themen Steuern, Rente, Atomkraft sowie der Bundeswehreinsatz in Afghanistan eine zentrale Rolle gespielt. In Schleswig-Holstein und Brandenburg werden außerdem neue Landtage gewählt. In beiden Bundesländern gab es bislang ebenfalls große Koalitionen. - Mit Schließung der Wahllokale um 18 Uhr MESZ werden die ersten Prognosen veröffentlicht. Das vorläufige Endergebnis der Bundestagswahl wird gegen Mitternacht erwartet.

TEHERAN: Der Iran hat wie angekündigt neue Raketen getestet. Wie das iranische Staatsfernsehen meldet, wurden zwei Kurzstreckenraketen sowie ein Raketenwerfer zum Einsatz gebracht. Die Tests fanden statt im Rahmen eines Militärs-Manövers. Am Montag will der Iran eine Langstreckenrakete erproben, die mit einer Reichweite von etwa 2.000 Kilometern auch Israel und US-Militärstützpunkte in den Golfstaaten treffen könnte.

WASHINGTON: Die USA wollen im Atomstreit mit dem Iran offenbar den Druck auf die Führung in Teheran erhöhen. Man werde zusammen mit anderen Staaten das Land auffordern, internationalen Inspektoren unverzüglich Zugang zu der zweiten, erst jetzt bekannt gewordenen Anlage zur Urananreicherung zu verschaffen, heißt es in amerikanischen Medienberichten aus Washington. Diese Forderung werde am kommenden Donnerstag bei den direkten Gesprächen in Genf gestellt. Teheran hat solchen Inspektionen zwar zugestimmt, aber noch keinen konkreten Termin genannt. Unterdessen kündigte der Iran für die kommenden Tage neue Raketentests an.

KABUL: Bei einem Anschlag in der westafghanischen Provinz Herat sind mindestens vier Menschen getötet worden. Der Anschlag galt nach Angaben der Behörden Energieminister Ismail Chan, der sich auf dem Weg zum Flughafen befand und unverletzt blieb. Chan war Gouverneur von Herat, bevor er in das Kabinett von Präsident Hamid Karsai berufen wurde.

LISSABON: In Portugal wird ein neues Parlament gewählt. Knapp 9,5 Millionen Portugiesen sind stimmberechtigt. Jüngste Umfragen sagen der bisher mit absoluter Mehrheit regierenden Sozialistischen Partei von Ministerpräsident José Sócrates deutliche Verluste voraus. Dagegen werden der bürgerlich-konservativen Sozialdemokratischen Partei von Oppositionsführerin Manuela Ferreira Leite Gewinne vorhergesagt.--Portugal gilt als das ärmste westeuropäische Land. Regierungschef Sócrates hatte versucht, die portugiesische Wirtschaft durch Großprojekte anzukurbeln, etwa durch eine Schnellzug-Verbindung nach Spanien oder den Bau eines Großflughafens für die Hauptstadt Lissabon.

JERUSALEM: Israel riegelt bis zum Ende des Jom-Kippur-Festes das Westjordanland aus Sicherheitsgründen ab. Dies teilten die israelischen Streitkräfte mit. Jom Kippur ist das höchste Fest im jüdischen Kalender. Der Feiertag beginnt mit dem Sonnenuntergang am Sonntag und endet mit dem Sonnenuntergang am Montag. Aus Angst vor Anschlägen palästinensischer Extremisten hat Israel das Westjordanland auch in den vergangenen Jahren an Feiertagen abgeriegelt. Unterdessen sind bei Ausschreitungen im Gazastreifen etliche Menschen verletzt worden. Zuvor waren bei einem israelischen Raketenangriff drei Kämpfer der Organisation Islamischer Dschihad getötet worden.

MANILA: Bei Überschwemmungen auf den Philippinen sind nach Agenturberichten mindestens 70 Menschen ums Leben gekommen. Betroffen von den heftigsten Niederschlägen seit 40 Jahren waren die Hauptstadt Manila und umliegende Provinzen. Weggeschwemmte Autos versperrten Straßen. In vielen Orten fielen Strom und Telefon aus. Zahlreiche Menschen werden noch vermisst. Die philippinische Regierung rief für die Hauptstadt Manila den Notstand aus.

PRAG: Am zweiten Tag seiner Tschechien-Reise feiert Papst Benedikt XVI. in Brno (Brünn) eine Messe unter freiem Himmel. Es werden bis zu 150.000 Teilnehmer erwartet. Zum Auftakt seines Besuches in Tschechien hatte Benedikt XVI. die Bevölkerung aufgerufen, nach der Überwindung des Kommunismus vor 20 Jahren zu den christlichen Wurzeln zurückzufinden. --Anlass für die Reise des Papstes ist der jährliche Gedenktag des Nationalheiligen Wenzel von Böhmen aus dem 10. Jahrhundert, der am Montag begangen wird.

ZUM BOX-SPORT: Vitali Klitschko hat seinen Weltmeistertitel im Schwergewicht des Verbandes WBC verteidigt. Der 38 Jahre alte Profiboxer aus der Ukraine bezwang in den USA Herausforderer Chris Arreola durch technischen K.o. in der zehnten Runde. Es war für Vitali Klitschko der 38. Sieg im 40. Kampf.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet sonnig. Nur im äußersten Süden einzelne Schauer. Tageshöchstwerte zwischen 17 und 23 Grad.

Zuletzt meldeten bei nahezu wolkenlosem Himmel:

Hamburg, Dresden und Köln: 9 Grad und
Berlin, Frankfurt am Main und München:10 Grad.

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