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Nachrichten

Sonntag, 27. Dezember 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEHERAN: Bei neuen Protesten in der iranischen Hauptstadt sind nach Oppositionsangaben mindestens drei Demonstranten getötet worden. Eine Internetseite der Reformbewegung berichtet weiter, Sicherheitskräfte hätten das Feuer auf Demonstranten eröffnet, nachdem sich mehrere tausend Menschen im Stadtzentrum versammelt und Sprechchöre gegen die Regierung skandiert hätten. Die Situation könnte sich weiter zuspitzen, da inzwischen auch Regierungsanhänger in die Teheraner Innenstadt strömen. - Schon am Samstag war es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Dabei wurde Tränengas eingesetzt. - Die iranische Opposition nutzt das schiitische Aschura-Fest zu Protesten gegen die Regierung. Die Demonstrationen richten sich gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad im Juni. Die Opposition wirft dem Präsidenten Wahlbetrug vor.

WASHINGTON: Nach dem vereitelten Anschlag auf ein US-Verkehrsflugzeug kurz vor der Landung in Detroit ist einem Nigerianer die Anklage eröffnet worden. Der 23-Jährige wird des Versuches beschuldigt, ein Flugzeug mit einem Sprengkörper in die Luft zu sprengen. US-Ermittlungsbeamte erklärten, der Verdächtige habe die hochexplosiven Chemikalien und eine Spritze, die in seine Unterwäsche eingenäht waren, von einem Bombenexperten im Jemen erhalten. Dieser soll mit dem Terrornetzwerk El Kaida zusammengearbeitet haben. - Der Nigerianer wollte am Freitag einen aus Amsterdam kommenden Airbus der Fluggesellschaft Delta mit fast 300 Menschen an Bord kurz vor der Landung in den USA zum Absturz bringen. Crew und Passagiere hatten ihn überwältigen können. - Das US-Heimatschutzministerium verschärfte unterdessen die Kontrollen für alle Flüge. Auch in Deutschland und anderen Ländern wurden zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen.

ISLAMABAD: Bei einem Bombenanschlag in Nordwestpakistan sind ein Regierungsbeamter und fünf Mitglieder seiner Familie -seine Frau und vier Kinder- getötet worden. Der Anschlagsort Sadda liegt in der Stammesregion von Kurm, nahe der Grenze zu Afghanistan. Die Behörden vermuten einen Zusammenhang zwischen dem Anschlag und der Offensive der pakistanischen Armee gegen islamische Extremisten in Südwaziristan.

BEIRUT: Zwei Mitglieder der radikal-islamischen Hamas sind bei einem Bombenanschlag in der libanesischen Hauptstadt getötet worden. Ein Hamas-Sprecher bestätigte den Tod der beiden Männer. Er betonte, es handele sich nicht um ranghohe Führer der im Gazastreifen herrschenden Organisation. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. - Der Sprengsatz war am Samstag auf einem Parkplatz in einem südlichen Vorort von Beirut explodiert, der als Hochburg der libanesischen Hisbollah-Miliz gilt. Die Hisbollah und die Hamas sind Verbündete im Kampf gegen Israel.

FRANKFURT AM MAIN: Der Präsident der Europäischen Zentralbank EZB, Jean-Claude Trichet, hat eine schnelle Sanierung der Staatshaushalte in der Euro-Zone gefordert. Die Haushaltsdefizite sollten spätestens 2011 zurückgeführt werden, um das Vertrauen in die Staatsfinanzen zu wahren, betonte Trichet in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag". Zugleich ermahnte der EZB-Chef die Banken, die Wirtschaft ausreichend mit Krediten zu unterstützen. Er versicherte, die Europäische Zentralbank werde auch künftig für Preisstabilität sorgen.

BERLIN: Die Freien Demokraten haben ihren Koalitionspartner CDU ermahnt, trotz der staatlichen Rekordverschuldung an den versprochenen Steuerentlastungen festzuhalten. Das Vertrauen der Bürger dürfe nicht gefährdet werden, sagte FDP-Generalsekretär Christian Lindner der Zeitung "Bild am Sonntag". Um die krisengeschwächte Konjunktur anzukurbeln, hat die Koalition milliardenschwere Steuersenkungen ab 2011 in Aussicht gestellt. CDU-Finanzminister Wolfgang Schäuble fordert jedoch wegen der für 2010 erwarteten Neuverschuldung von 86 Milliarden Euro jährliche Einsparungen im Haushalt von zehn Milliarden Euro.

KÖLN: Bundestagspräsident Norbert Lammert hat das Erscheinungsbild der schwarz-gelben Koalition kritisiert. Die Regierungsparteien verbinde bestenfalls der Ehrgeiz, ihre jeweiligen Steckenpferde gegeneinander in Stellung zu bringen, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Hinter den keineswegs identischen Zielvorstellungen sei das gemeinsame Projekt der Regierung nicht mehr zu erkennen.

ZAGREB: In Kroatien finden an diesem Sonntag Präsidentschaftswahlen statt. Der seit 2000 amtierende Staatschef Stipe Mesic tritt nach zwei Amtsperioden nicht mehr an. Als Favorit gilt Ivo Josipovic von den oppositionellen Sozialdemokraten. - Kroatien hat rund 4,4 Millionen Einwohner. Das Mittelmeerland strebt eine baldige Mitgliedschaft in der EU an.

TASCHKENT: In Usbekistan wird ein neues Parlament gewählt. Um die 150 Sitze im Parlament der zentralasiatischen Republik bewerben sich 506 ausschließlich regierungstreue Kandidaten. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) entsandte nur eine eingeschränkte Beobachtermission. Als Grund gab sie an, dass die mehr als 17 Millionen Stimmberechtigten keine Wahlmöglichkeit zwischen wirklichen politischen Alternativen hätten. Menschenrechtsorganisationen werfen dem langjährigen Präsidenten Karimow vor, keine freie Meinungsäußerung zuzulassen.

MEXIKO-STADT: Im Alter von 73 Jahren ist die mexikanische Menschenrechtlerin Esther Chávez gestorben. Chávez setzte sich vor allem für Frauen in Mexiko ein, die Opfer von Gewaltverbrechen wurden. 2008 erhielt sie den mexikanischen Menschenrechtspreis.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Westen bewölkt und regnerisch. Sonst eher neblig-trüb und trocken. Höchstwerte null bis sieben Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 3 Grad, nach Regen
Berlin: -1 Grad, wolkig
Dresden: -3 Grad, wolkig
Köln/Bonn: 2 Grad, wolkig
Frankfurt am Main: -3 Grad, Nebelreißen
München: -2 Grad, wolkig

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