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Nachrichten

Sonntag, 26. September 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die mehr als 6,5 Millionen Hartz-IV-Empfänger in Deutschland sollen künftig fünf Euro mehr im Monat erhalten. Dies habe Arbeitsministerin von der Leyen den Vertretern von Union und FDP vor einem Spitzentreffen im Kanzleramt vorgeschlagen, teilte der Verhandlungsführer der Freien Demokraten, Kolb mit. Bei dem Treffen soll über die Neugestaltung der Hilfen für Langzeitarbeitslose entschieden werden. Das Bundesverfassungsgericht hatte im Februar bestimmt, dass diese Zahlungen neu berechnet werden müssen.

BERLIN: Ein Jahr nach ihrem Debakel bei der Bundestagswahl ist die SPD zu ihrem Sonderparteitag zusammengekommen. Die Sozialdemokraten befänden sich mitten in einem Erneuerungsprozess, sagte Generalsekretärin Nahles zum Auftakt. Dabei bekräftigte sie auch die Forderung nach einem Aufschub bei der Rente mit 67. Nahles wies darauf hin, dass derzeit nur rund 20 Prozent der über 60-jährigen noch eine Vollzeittätigkeit ausübten. Bei ihrem Treffen will die SPD Eckpunkte für den Kurs bis zur nächsten Bundestagswahl 2013 festlegen. Im Mittelpunkt stehen die Steuerpolitik, die Integration und die Atompolitik.

JERUSALEM: Wenige Stunden vor Ende eines befristeten Baustopps im Westjordanland herrscht im Nahen Osten Ungewissheit über die Zukunft des Friedensprozesses zwischen Israel und den Palästinensern. Aus dem Büro von Ministerpräsident Netanjahu verlautete, dieser wolle sich nicht zu einer von der internationalen Gemeinschaft geforderten Verlängerung äußern. Es sei auch keine Entscheidung geplant. Die Palästinenser drohen damit, die Friedensgespräche zu verlassen, sollten die israelischen Siedler weiter bauen dürfen. Der auf zehn Monate befristete Baustopp läuft um Mitternacht ab. Die diplomatischen Bemühungen um einen Kompromiss in letzter Minute laufen unterdessen auf Hochtouren. US-Vermittler Mitchell traf in New York mit Palästinenserpräsident Abbas zusammen. Israelische Unterhändler berieten am Rande der UN-Vollversammlung ebenfalls.

PEKING: Der russische Präsident Medwedew ist zu einem dreitägigen Staatsbesuch nach China gereist. Erste Station war die nordostchinesische Hafenstadt Dalian, wo der Kremlchef sowjetische Soldaten ehrte, die während des Zweiten Weltkrieges im Kampf gegen die japanische Besatzung Chinas gefallen sind. Im Mittelpunkt der Gespräche Medwedews mit der chinesischen Führung in Peking stehen internationale Fragen wie die Atomstreitigkeiten mit Nordkorea und dem Iran sowie der Ausbau der Zusammenarbeit im Energiebereich.

TOKIO: Auch nach der Freilassung eines chinesischen Fischkutter-Kapitäns durch Japan ist keine Entspannung im jüngsten diplomatischen Streit zwischen beiden Regierungen in Sicht. Der japanische Ministerpräsident Kan lehnte jetzt die Forderung der Führung in Peking nach einer offiziellen Entschuldigung als haltlos und nicht akzeptabel ab. Der Fischkutter war Anfang September mit einem japanischen Patrouillenboot in der Nähe einer Inselgruppe zusammengestoßen, die von Japan verwaltet, aber auch von China und Taiwan beansprucht wird.

SYDNEY: Aus Protest gegen die klimaschädliche Kohle-Industrie haben mehr als 40 Umwelt-Aktivisten den größten Kohle-Hafen der Welt in Australien besetzt. Sie besetzten die Verladeeinrichtungen in Newcastle an der Ostküste und zwangen die Beschäftigten, die Arbeit niederzulegen. Die Gruppe verlangte, dass der Ausbau der Kohleindustrie sofort gestoppt wird. Australien ist der größte Kohle-Exporteur der Welt und gehört wegen der schädlichen Emissionen damit zu den größten Klimasündern in der Welt.

ZUM SPORT: Der Kenianer Patrick Makau hat den Berlin-Marathon gewonnen. Auf den regennassen Straßen der Hauptstadt setzte sich der 25-Jährige in zwei Stunden, fünf Minuten und acht Sekunden durch. Als Zweiter kam sein Landsmann Geoffrey Mutai ins Ziel. Dritter wurde der Äthiopier Bazu Worku.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Südwesten und an der Pommerschen Bucht Auflockerungen und meist trocken. Sonst meist Regen bei Temperaturen zwischen acht Grad und 19 Grad Celsius.

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