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Nachrichten

Sonntag, 26. Oktober 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: Die in der afghanischen Hauptstadt Kabul getöteten ausländischen Mitarbeiter des deutschen Logistikkonzerns DHL sind von einem ihrer Leibwächter erschossen worden. Der Afghane habe sich nach der Tat das Leben genommen, sagte der zuständige Ermittler der afghanischen Polizei. Am Samstag waren ein britischer und ein südafrikanischer DHL-Mitarbeiter vor der Zentrale des Tochterunternehmens der Deutschen Post in Kabul erschossen worden. Es werde untersucht, ob der Sicherheitsmann einer Rebellengruppe angehöre, sagte ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums.

JERUSALEM: In Israel wird es wahrscheinlich vorgezogenen Neuwahlen geben. Außenministerin Zipi Livni sagte in mehreren Zeitungsinterviews, sie sei mit ihren Bemühungen zur Bildung einer neuen Regierung am Widerstand der ultra-orthodoxen Schas-Partei gescheitert und werde nun vorgezogene Parlamentswahlen empfehlen. Seit ihrer Wahl zur Vorsitzenden der Kadima-Partei im September hatte sich Livni vergebens um die Zustimmung anderer Parteien zur Bildung eines Kabinetts bemüht. Der Regierungschef und bisherige Kadima-Vorsitzende Ehud Olmert hatte zuvor wegen Korruptionsvorwürfen seinen Rücktritt angekündigt. Bei Neuwahlen, die Anfang 2009 stattfinden könnten, hat die rechtsgerichtete Likud-Partei des Ex-Regierungschefs Benjamin Netanjahu Umfragen zufolge die besten Chancen auf einen Sieg.

VILNIUS: In Litauen findet die zweite und entscheidende Runde der Parlamentswahl statt. Aus der ersten Runde war die oppositionelle Konservative Partei des ehemaligen Ministerpräsidenten Andrius Kubilius mit 19 Prozent der Stimmen als stärkste Kraft hervorgegangen. Regierungschef Gediminas Kirkilas errang mit seinen Sozialdemokraten lediglich zwölf Prozent. In der ersten Wahlrunde vor zwei Wochen wurden allerdings nur 70 der 141 Sitze des Abgeordnetenhauses nach Parteilisten vergeben. Die restlichen 71 Sitze werden nun als Direktmandat verteilt. Insgesamt sind 2,7 Millionen Bürger Litauens aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.

TOKIO: Die japanische Regierung will angesichts der weltweiten Finanzkrise bis zu umgerechnet 85 Milliarden Euro in die Banken des Landes pumpen. Das gab der japanische Minister für Wirtschafts- und Haushaltspolitik, Kaoru Yosano, bekannt. Er äußerte sich zugleich zuversichtlich über den Zustand der japanischen Banken. Es sei nicht so, dass ein Finanzinstitut nach dem anderen zusammenbrechen würde, sagte er.

BERLIN: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück fordert die Banken in Deutschland zur Annahme staatlicher Hilfen auf. Er warnte die Bankmanager davor, aus falschem Prestige-Denken die staatlichen Hilfen nicht in Anspruch zu nehmen. Er hielte es für unverantwortlich, wenn ein Bankvorstand den Schutzschirm des Staates nicht in Anspruch nehmen und so vorsätzlich einen Zusammenbruch seines Instituts in Kauf nehmen würde, sagte Steinbrück der "Bild am Sonntag". Auch die Angst vor möglichen Gehaltskürzungen dürfe kein Grund für solch ein Verhalten sein.

WASHINGTON: Der Internationale Währungsfonds hält den gegen seinen Chef Dominique Strauss-Kahn erhobenen Vorwurf des Amtsmissbrauchs für unbegründet. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die der IWF-Exekutivrat in Washington veröffentlichte. Danach kann Strauss-Kahn auf seinem Posten bleiben. Ihm war vorgeworfen worden, einer früheren Mitarbeiterin des IWF höhere Zulagen als üblich gewährt zu haben. Die Frau soll Strauss-Kahns Geliebte sein. Der IWF-Chef habe allerdings einen "ernsthaften Fehler hinsichtlich seines Urteilsvermögens" begangen, teilte der Exekutivrat weiter mit. In einer Erklärung hatte Strauss-Kahn zuvor bereits sein Bedauern über den Vorfall ausgedrückt.

KINSHASA: Im Osten der demokratischen Republik Kongo haben schwere Kämpfe zwischen Rebellen und Streitkräften Tausende Menschen in die Flucht getrieben. Nach Angaben der Vereinten Nationen brachten Kämpfer zum zweiten Mal seit dem Wiederaufflammen der Gefechte in der Provinz Nord-Kivu Ende August ein Heereslager unter ihre Kontrolle. Flüchtlinge berichteten, bei den Kämpfen seien Soldaten, Rebellen und Zivilpersonen getötet worden. Zahlen waren zunächst nicht bekannt.

DUISBURG: Eine der größten Moscheen Deutschlands wird an diesem Sonntag nach dreieinhalb Jahren Bauzeit im Duisburger Stadtteil Marxloh eröffnet. Das Gotteshaus im osmanischen Baustil bietet mehr als 1.000 Gläubigen Platz. Die Moschee hat ein 34 Meter hohes Minarett. Auf die Muezzinrufe soll nach Diskussionen mit Anwohnern allerdings verzichtet werden. Ansonsten blieben größere Proteste -anders als bei anderen Großprojekten wie etwa in Köln - aus. An der Eröffnungszeromonie nehmen auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche teil.

BRAUNSCHWEIG: Bei der Umstellung von der Sommerzeit auf die Normalzeit hat es in der Nacht zum Sonntag in Deutschland keine Probleme gegeben. Dies teilte die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig mit, die die Funksignale über einen Sender in Hessen ausstrahlt. Auch bei der Bahn gab es bei der Umstellung keine Komplikationen. Die Nachtzüge blieben eine Stunde lang in geeigneten Bahnhöfen stehen. - - In der gesamten Europäischen Union wurden die Uhren um drei Uhr eine Stunde zurückgestellt.

ZUM FUSSBALL: Bayern München hat seine Aufholjagd in der Bundesliga fortgesetzt. Das Team von Trainer Jürgen Klinsmann besiegte den VfL Wolfsburg zu Hause mit 4:2. Der Rekordmeister rückt damit vorerst wieder ins obere Tabellendrittel vor. Die weiteren Ergebnisse von diesem Samstag:

Schalke - Bielefeld 0:0;
Hannover - Bremen 1:1;
Cottbus - Frankfurt 2:3 und
Mönchengladbach - Karlsruhe 1:0.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordwesten viele Wolken, von der Nordsee her Regen. Im Süden heiter und meist trocken. Höchsttemperaturen zehn bis 17 Grad Celsius.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 12 Grad;
Berlin: 6 Grad;
Dresden: 5 Grad;
Köln/Bonn: 9 Grad und
Frankfurt am Main und München: 4 Grad.

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