1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Sonntag, 26. November 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag.

GAZA-STADT: Nur wenige Stunden nach Beginn einer zwischen Israel und der palästinensischen Autonomiebehörde ausgehandelten Waffenruhe erweist sich das Abkommen als brüchig. Sowohl der Islamische Dschihad als auch der bewaffnete Flügel der regierenden Hamas erklärten, auch nach In-Kraft-Treten der Vereinbarung weitere Raketen auf Israel zu feuern. Zur Begründung hieß es, den Waffenstillstand akzeptiere man erst, wenn Israel auch im besetzten Westjordanland seine militärischen Aktivitäten einstelle. Israel hatte zugesagt, seine Militäraktionen im Gazastreifen zu stoppen. Im Gegenzug sagte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas dem israelischen Regierungschef Ehud Olmert zu, alle bewaffneten Gruppen würden ihre Angriffe einstellen.

KABUL: In Afghanistan sind bei neuen Kämpfen und einem Selbstmordanschlag fast 60 Menschen getötet worden. Ein Sprecher der Internationalen Afghanistan-Schutztruppe erklärte, in der Provinz Urusgan hätten Aufständische die ISAF-Soldaten angegriffen. Mehr als 50 Aufständische und mindestens ein Soldat der NATO-Truppe seien getötet worden. Weitere sieben Menschen starben bei einem Selbstmordanschlag in der Provinz Paktia im Südosten Afghanistans. Dort hatte sich ein Attentäter in einem Restaurant in die Luft gesprengt.

LONDON: Nach dem tödlichen Giftanschlag auf den Kreml-Kritiker und russischen Ex-Spion Alexander Litwinenko hat die britische Polizei ihre Ermittlungen erheblich ausgeweitet. Geheimdienstmitarbeiter sagten, vieles deute darauf hin, dass der Anschlag durch ausländische Agenten ausgeführt worden sei. Mit Unterstützung von Experten werden Videobänder von Beobachtungskameras in London ausgewertet. Das Gesundheitsministerium rief diejenigen Personen, die in jüngster Zeit Kontakt zu Litwinenko hatten, dazu auf, sich bei einem Arzt untersuchen zu lassen. Die Obduktion der Leiche des 43-Jährigen wurde nochmals verschoben. Es wird befürchtet, dass der Körper noch so stark mit radioaktiver Strahlung belastet ist, dass die Mediziner dadurch gefährdet werden könnten.

DRESDEN: Kurz vor dem CDU-Bundesparteitag in Dresden nimmt der Richtungsstreit in der Union kein Ende. Der stellvertretende CSU-Chef Horst Seehofer forderte die Schwesterpartei zu einer sozialen Ausrichtung ihrer Politik auf. Alle Bürger müssten an Bildung und Arbeit teilhaben und einen gerechten Anteil an Einkommen und Vermögen haben, sagte Seehofer der Zeitung 'Bild am Sonntag'. In diesem Sinne müsse die Volkspartei CDU stets Schutzmacht der kleinen Leute sein. Nur dann könne sie wieder Wahlergebnisse von über 40 Prozent erreichen, so der Bundesverbraucherschutzminister weiter. An diesem Sonntag kommt die CDU-Spitze in Dresden zusammen, um den zweitägigen Parteitag vorzubereiten. Im Mittelpunkt des Treffens steht die Wiederwahl von Parteichefin Angela Merkel.

BERLIN: DGB-Chef Michael Sommer hat scharfe Kritik an der SPD geübt. Die Politik der SPD diene nicht den Arbeitnehmern, sagte Sommer der Zeitschrift 'Super Illu'. Die Rente mit 67 sei ein Rentenkürzungsprogramm. Auch in der Steuerpolitik sei man mit der SPD auseinander. Es könne nicht sein, dass man der Bevölkerung eine um drei Prozentpunkte erhöhte Mehrwertsteuer aufbürde, sich jedoch gleichzeitig anschicke, den Unternehmern abermals milliardenschwere Steuergeschenke zu machen, sagte Sommer.

BERLIN: Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat vor einem Mangel an Fachkräften gewarnt. Dieser Mangel drohe den wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland abzubremsen, sagte der DIHK-Arbeitsmarktexperte Oliver Heikaus dem 'Tagesspiegel am Sonntag'. Schon 2005 hätten bei einer Umfrage in Branchen wie dem Maschinenbau, der pharmazeutischen Industrie und der Elektrotechnik mehr als ein Viertel der Unternehmen über zu wenig Arbeitskräfte geklagt. Dieses Problem habe sich seitdem noch deutlich verschärft. Heikaus plädierte deshalb dafür, den deutschen Arbeitsmarkt noch stärker als bisher für qualifizierte Ausländer zu öffnen.

PEKING: Bei Grubenunglücken in China sind mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Nachrichtenagentur Xinhua meldet, starben in einer Kohlenmine im südwestlich gelegenen Fuyuan mindestens 32 Bergleute. Weitere 21 kamen bei einem Grubenunglück in Jixi im Nordosten des Landes ums Leben. Chinas Bergwerke sind die gefährlichsten der Welt. Allein in diesem Jahr starben mehr als 3.700 Minenarbeiter.

ZUM SPORT: In der ersten Fußball-Bundesliga spielten am Samstag:

Hamburg - München 1:2; Bremen - Bielefeld 3:0,

Frankfurt - Dortmund 1:1; Hannover - Mainz 1:0,

Berlin - Aachen 2:1 und Wolfsburg - Nürnberg 1:1.

An der Tabellenspitze steht weiterhin Schalke 04, es folgen Werder Bremen und Bayern München. - Das Comeback des deutschen Boxers Axel Schulz ist missglückt. Der 38-jährige Schwergewichtler unterlag im westfälischen Halle dem US-Amerikaner Brian Minto durch technischen K.o.. Schulz will seine Karriere nun endgültig beenden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Örtlich stark bewölkt, gelegentlich etwas Regen. Vor allem im Süden Auflockerungen. Höchstwerte elf bis 16 Grad, in Nebelgebieten um acht Grad.

Am Vormittag meldeten bei durchweg bewölktem Himmel:

Hamburg: 11 Grad;

Berlin: 10 Grad;

Dresden: 10 Grad;

Köln/Bonn: 11 Grad;

Frankfurt am Main: 11 Grad und

München: 5 Grad.

Audio und Video zum Thema