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Nachrichten

Sonntag, 26. März 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag.

BERLIN: In Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt werden die neuen Landesparlamente gewählt. Auch die gleichzeitig stattfindende Stimmabgabe für die Kommunalvertretungen in Hessen wird als erster Stimmungstest für die große Koalition zwischen SPD und CDU/CSU auf Bundesebene bewertet. Es sind die ersten Wahlen seit dem Amtsantritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor vier Monaten. Insgesamt mehr als 17 Millionen Bürger sind dabei zur Stimmabgabe aufgerufen. Nach den jüngsten Umfragen können die Regierungschefs Kurt Beck -SPD- in Rheinland-Pfalz und Günther Oettinger -CDU- in Baden-Württemberg mit ihrer Wiederwahl rechnen. Dagegen, so heißt es, stehe in Sachsen-Anhalt die Koalition unter der Führung von CDU-Ministerpräsident Wolfgang Böhmer mit der FDP auf der Kippe.

KIEW: In der Ukraine haben die Wahlen zu einem neuen Parlament begonnen. Um die 450 Sitze in der "Obersten Rada" bewerben sich 47 Parteien. 15 Monate nach der so genannten orangefarbenen Revolution zeichnet sich laut Umfragen eine Niederlage für den westorientierten Präsidenten Viktor Juschtschenko und seine Partei "Unsere Ukraine" ab. Seine frühere Weggefährtin Julia Timoschenko tritt mit ihrem Parteiblock getrennt vom Präsidenten an. Auch wegen der Zerstrittenheit der Protagonisten der orangefarbenen Revolution dürfte die russlandfreundliche "Partei der Regionen" stärkste Kraft werden, die vom ehemaligen Ministerpräsidenten Viktor Janukowitsch geführt wird. -- Präsident Juschtschenko und der amtierende Regierungschef Juri Jechanurow haben auch ein Bündnis mit Janukowitschs Partei nicht ausgeschlossen.

MINSK: Mit dem Einsatz massiver Gewalt hat die weißrussische Regierung weitere Protestkundgebungen der Opposition verhindert. In der Hauptstadt Minsk ging die Polizei mit Schlagstöcken und Tränengas gegen Demonstranten vor, die gegen den von offizieller Seite verkündeten Wahlsieg von Präsident Alexander Lukaschenko protestierten. Zahlreiche Oppositionelle wurden festgenommen. Unter ihnen befindet sich auch der bekannte Politiker Alexander Kosulin, einer der Kandidaten bei der Präsidentenwahl am vergangenen Sonntag. Die weißrussischen Sicherheitsbehörden begründeten die Festnahmen mit einem angeblichen Mordkomplott gegen Staatschef Lukaschenko.

LOS ANGELES: In den USA dauern die Proteste gegen die geplante Verschärfung des Einwanderungsgesetzes an. Allein in Los Angeles gingen mindestens 200.000 Menschen auf die Straße. Die amerikanische Regierung will mit dem Gesetz illegale Einwanderer zu Straftätern erklären. Sie sollen künftig schneller abgeschoben werden. Präsident George W. Bush sprach von einer hoch emotionalen Debatte. Es gehe ihm darum, die Grenzen der USA besser zu schützen. Der US-Senat will sich in der kommenden Woche mit der umstrittenen Einwanderungsreform befassen. - In den USA leben nach Schätzungen der Behörden etwa elf Millionen Ausländer ohne offizielle Genehmigung.

JERUSALEM: Vor einem weiteren Rückzug aus dem Westjordanland will der amtierende israelische Regierungschef Ehud Olmert mit den USA und der internationalen Gemeinschaft Gespräche führen. Nach den Wahlen müssten die Israelis dann unter sich endgültig über ihre künftigen Grenzen zur Trennung von den Palästinensern entscheiden, sagte Olmert im israelischen Rundfunk.

BERLIN: In Deutschland und den anderen EU-Staaten gilt von diesem Sonntag an wieder die Sommerzeit. Punkt 2 Uhr wurden die Uhren um eine Stunde auf 3 Uhr vorgestellt. Die Sommerzeit beginnt jeweils am letzten Sonntag im März und endet am letzten Sonntag im Oktober.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Ostwärts ziehender Regen mit kurzen Auflockerungen. Die Höchsttemperaturen bewegen sich zwischen neun und 18 Grad.