1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Sonntag, 26. August 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zu einer einwöchigen Fernost-Reise nach China und Japan gestartet. In Peking sind für Montag Gespräche mit der chinesischen Staatsführung geplant. Die Themen reichen von Klimaschutz über Produktpiraterie bis zu gesundheitsgefährdenden Produkten aus China. Auch die Lage der Menschenrechte will die Kanzlerin ein Jahr vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking ansprechen. China und Deutschland hätten so enge politische und wirtschaftliche Beziehungen, dass sich auch Fragen besprechen ließen, die strittig seien, sagte die Kanzlerin. Unmittelbar vor Beginn der Reise berichtete das Nachrichtenmagazin 'Der Spiegel', zahlreiche Computer der Bundesregierung seien mit Spionageprogrammen aus China infiziert. Dies sei das Ergebnis einer Überprüfung des Verfassungsschutzes und des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik. Neben dem Kanzleramt seien das Wirtschaftsministerium, das Forschungsministerium und das Auswärtige Amt betroffen.

ATHEN: Die verheerenden Waldbrände in Griechenland bedrohen auch die Ausgrabungsstätte des antiken Olympia. Die Feuerwehr teilte mit, das Feuer habe sich dem historischen Gelände im Westen der Halbinsel Peloponnes bis auf wenige Kilometer genähert. Die Einwohner mehrerer Dörfer in dem Gebiet mussten ihre Häuser verlassen und sich in Sicherheit bringen. Durch die am Freitag ausgebrochenen Brände sind nach Behördenangaben 50 Menschen ums Leben gekommen. Tausende Feuerwehrleute und Soldaten sind im Kampf gegen die Flammen im Einsatz, im ganzen Land wurde der Notstand ausgerufen. Auch Deutschland hat Hilfe zugesagt.

NEU DELHI: Nach den blutigen Bombenanschlägen in der indischen Millionenstadt Hyderabad sind die Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft versetzt worden. Die Bürger wurden zu Wachsamkeit aufgefordert und gebeten, möglichst öffentliche Plätze zu meiden. Bei den Anschlägen am Samstag waren nach neuen Polizei-Angaben 42 Menschen getötet worden. Etwa 50 weitere Menschen wurden verletzt, als während einer Lasershow in einem Vergnügungspark und in einem voll besetzten Restaurant die Sprengsätze explodierten. Die Polizei stellte mehrere weitere Sprengsätze sicher, die nicht explodiert waren. In Hyderabad kommt es immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Hindus und Moslems.

KABUL: Die radikal-islamischen Taliban haben neue Direktverhandlungen über die Freilassung ihrer 19 Geiseln aus Südkorea angeboten. Bedingung sei jedoch, dass Südkorea neue Vorschläge unterbreite. Die Gespräche über die Zukunft der vor mehr als einem Monat Verschleppten waren vor zehn Tagen ohne Einigung abgebrochen worden. Die Entführer verlangen die Freilassung von Gesinnungsgenossen aus afghanischen Gefängnissen, die afghanische Regierung lehnt dies kategorisch ab. Die Bemühungen um die Freilassung des ebenfalls im Juli verschleppten Deutschen sind nach Angaben der Regierung in Kabul mehrfach in letzter Minute gescheitert. Mit den Entführern sei mehrfach eine Einigung dazu erzielt worden, sagte Verteidigungsminister Abdul Rahim Wardak. Die Taliban hätten jedoch jeweils im letzten Moment einen Rückzieher gemacht.

BERLIN: Die Unionsfraktion plädiert einem Bericht der "Welt am Sonntag" zufolge für einen beschränkten Einsatz von Bundeswehrsoldaten auch im Süden Afghanistans. Im Entwurf für ein Positionspapier der Unionsfraktion zur Afghanistan-Politik, über das der Fraktionsvorstand in der zweiten Septemberwoche diskutieren soll, heißt es laut "Welt am Sonntag", Ausbilder der Bundeswehr sollten Einheiten der afghanischen Armee künftig bei ihren ersten Einsätzen auch im südlichen Landesteil begleiten können. Verteidigungsminister Franz Josef Jung hatte es bislang abgelehnt, dass deutsche Soldaten die afghanische Armee bei Einsätzen im Süden begleiten, obwohl dies in der NATO üblich ist.

BERLIN: Generalbundesanwältin Monika Harms hat sich für verdeckte Online-Durchsuchungen im Rahmen von Ermittlungen ausgesprochen. Bei schwersten Straftaten müsse diese Möglichkeit gegeben sein, sagte Harms in einem Zeitungsinterview. Straftäter kommunizierten derart verschlüsselt über das Internet, dass auf andere Weise an Informationen nicht heranzukommen sei, so die Generalbundesanwältin. Damit unterstützt sie Innenminister Wolfgang Schäuble, der Online-Durchsuchungen gegen den Willen der SPD durchsetzen will.

BERLIN: Trotz der unerwartet stark sprudeldenden Steuereinnahmen sieht Bundeskanzlerin Angela Merkel keine Möglichkeit für weitere Steuersenkungen in dieser Legislaturperiode. Neben der Unternehmenssteuerreform sehe sie keine weiteren Spielräume, sagte die CDU-Vorsitzende in einem Fernsehinterview. Damit erteilte sie Forderungen der FDP nach einer Senkung der Mehrwertsteuer eine Absage. Sollten sich jedoch künftig Möglichkeiten für eine Entlastung ergeben, plädiere sie für eine Senkung der Lohnzusatzkosten. Im Herbst werde entschieden, ob der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung noch unter die vereinbarten 3,9 Prozent gesenkt werden könne.

PJÖNGJANG: Bei den Überschwemmungen der vergangenen Wochen in Nordkorea sind amtlichen Angaben zufolge doppelt so viele Menschen ums Leben gekommen wie bisher bekannt. Die staatliche Nachrichtenagentur des kommunistischen Landes, KCNA, berichtet jetzt von mindestens 600 Toten oder Vermissten. Zudem seien mehrere tausend Menschen verletzt worden, heißt es weiter unter Berufung auf Daten des Zentralen Statistikamtes in Pjöngjang. Bislang hatte die Regierung des abgeschotteten Landes von etwa 300 Toten gesprochen. Bei den Fluten sind mehr als 300.000 Menschen obdachlos geworden. Mindestens elf Prozent der Anbauflächen von Reis und Mais wurden zerstört.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist sonnig und trocken. Nur im Norden vereinzelte Schauer möglich. Temperaturen zwischen 23 und 29 Grad Celsius.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 17 Grad, dunstig;
Berlin: 18 Grad, wolkig;
Dresden: 19 Grad, wolkig;
Köln/Bonn: 16 Grad, dunstig;
Frankfurt am Main: 19 Grad, wolkenlos und
München: 20 Grad, fast wolkenlos.

Audio und Video zum Thema