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Nachrichten

Sonntag, 25. Oktober 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die FDP trifft sich an diesem Sonntag in Berlin zu einem Sonderparteitag. Einziger Tagesordnungspunkt ist der bereits ausgehandelte Koalitionsvertrag der Liberalen mit der Union. Erwartet wird, dass der Parteitag dem Papier zustimmt, so wie bereits am Samstag die FDP-Bundestagsfraktion und der Parteivorstand. Am Montag will die CDU und CSU auf Sonderparteitagen über die Vereinbarung abstimmen. Die künftige schwarz-gelbe Bundesregierung will nach eigenen Angaben vor allem die Wirtschaftskrise überwinden und dabei auf Wachstum und Steuersenkungen setzen. Geplant ist unter anderem, Bürger und Unternehmen um bis zu 24 Milliarden Euro im Jahr zu entlasten.

BERLIN: Der designierte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble schließt einen ausgeglichenen Haushalt für die kommenden vier Jahre aus. Es sei ehrgeizig genug, die Schuldenbremse des Grundgesetzes einzuhalten, sagte der CDU-Politiker der "Welt am Sonntag". Die Koalition müsse mit exorbitant hohen Schulden fertig werden, wie man sie in der Geschichte der Republik bislang nicht gekannt habe. An eine Schuldenrückführung und an Sparmaßnahmen sei erst nach einem Ende der Wirtschafts- und Finanzkrise zu denken.

ROSTOCK: Auf dem Grünen-Parteitag in Rostock steht eine Debatte über den Bundeswehreinsatz in Afghanistan auf dem Programm. Einig sind sich die Parteiflügel in der Forderung nach einem Abzug der deutschen Soldaten aus dem Land am Hindukusch. Streit gibt es aber über den genauen Zeitpunkt. Während sich der Bundesvorstand nicht auf einen Termin festlegen möchte, verlangt eine Gruppe Delegierter, die deutschen Soldaten müssten bis Ende kommenden Jahres Afghanistan verlassen.

BAGDAD: Bei der Explosion zweier Autobomben sind in der irakischen Hauptstadt Bagdad mindestens 65 Menschen getötet worden. Es habe zudem mehr als 100 Verletzte gegeben, teilte die Polizei mit. Ziel des Anschlags seien das Justizministerium und der Sitz des Gouverneurs von Bagdad gewesen. Bei ähnlichen Anschlägen auf das Außen- und das Finanzministerium in der irakischen Hauptstadt waren am 19. August etwa hundert Menschen getötet worden.

TEHERAN: Vier Experten der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA sind in Teheran eingetroffen. Sie sollen die erst seit kurzem bekannte zweite, im Bau befindliche Anlage zur Urananreicherung bei Ghom inspizieren. In der kommenden Woche sollen in Genf weitere Gespräche zu dem Thema mit den fünf ständigen UN-Sicherheitsratsmitgliedern und Deutschland stattfinden. US-Präsident Barack Obama hat sich unterdessen mit Frankreich und Russland abgestimmt. Sowohl der französische Präsident Nicolas Sarkozy als auch Kremlchef Dmitri Medwedew hätten ihre Unterstützung für einen internationalen Kompromissvorschlag zur iranischen Urananreicherung bekräftigt, teilte das Weiße Haus mit. Bei dem Kompromissvorschlag geht es um eine kontrollierte Anreicherung eines Großteils des iranischen Urans in Russland, das der Iran für medizinische Zwecke braucht.

JERUSALEM: Bei Unruhen im Bereich des Tempelbergs in Jerusalem sind mindestens zwölf Palästinenser festgenommen worden. Nach Angaben der israelischen Polizei waren Beamte zuvor von Demonstranten mit Steinen angegriffen worden. Israelische Medien berichteten, in der Al-Aksa-Moschee auf der Anlage in Jerusalems Altstadt hätten sich mehrere Dutzend junge Muslime verschanzt. Hintergrund des Protests der Palästinenser sind immer wieder auftauchende Gerüchte, jüdische Extremisten wollten den für beide Religionen heiligen Ort angreifen.

TUNIS: In Tunesien wird ein neuer Präsident gewählt. Dabei gilt ein Sieg des seit 22 Jahren autoritär regierenden Amtsinhabers Zine el Abidine Ben Ali als sicher. Der 73-Jährige bewirbt sich bereits um das fünfte Mandat. Gegen den westlich orientierten Staatschef treten nur drei wenig bekannte Politiker an. Bei der ebenfalls stattfindenden Parlamentswahl wird erwartet, dass Ben Alis Partei, die Konstitutionelle Demokratische Versammlung, erneut eine überwältigende Mehrheit der Sitze erringt. Die Partei ist seit 1956 an der Macht. Menschenrechtsgruppen kritisieren die Regierung als eine Ein-Parteien-Diktatur. Insgesamt sind fünf Millionen Wähler aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.

KAIRO: Nach dem Zusammenstoß zweier Personenzüge in Ägypten hat sich die Zahl der Opfer erhöht. Nach Polizeiangaben kamen mindestens 20 Menschen ums Leben. Mehr als 50 Menschen wurden verletzt. Die beiden Züge waren aus noch ungeklärter Ursache am Samstag in der Ortschaft El Ajat, etwa 40 Kilometer südwestlich von Kairo, zusammengestoßen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: An Nord- und Ostsee sowie in den nördlichen Mittelgebirgen viele Wolken und zeitweise Regen. Sonst Auflockerungen möglich, zeitweise auch heitere Abschnitte. Höchstwerte 12 bis 18 Grad.

Audio und Video zum Thema