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Nachrichten

Sonntag, 25. März 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag.

BERLIN: Die EU-Staats- und Regierungschefs setzen an diesem Sonntag ihr Gipfeltreffen in Berlin anlässlich des 50. Jahrestages der Römischen Verträge fort. Höhepunkt ist die Unterzeichnung der 'Berliner Erklärung'. Darin verpflichten sich die 27 EU-Länder unter anderem, bis 2009 eine Lösung für die Verfassungskrise zu finden. Das Dokument unterzeichnen werden Bundeskanzlerin Angela Merkel, EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und der Präsident des Europäischen Parlaments, Hans-Gert Pöttering. Zudem will Merkel als amtierende EU-Ratsvorsitzende ihre Visionen für Europa vorstellen. Das Jubiläum der EU wird zugleich mit einem großen Volksfest rund um das Brandenburger Tor gefeiert. Die Römischen Verträge vom 25. März 1957 gelten als Gründungsverträge der Europäischen Union.

FRANKFURT AM MAIN: Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich für ein neues Abkommen über Partnerschaft und Zusammenarbeit mit der Europäischen Union ausgesprochen. Anlässlich der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Römischen Verträge in Berlin schrieb er in der 'Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung', Russland sei ein Bestandteil der europäischen Zivilisation. Einen EU-Beitritt strebe er für sein Land allerdings nicht an.

NEW YORK: Trotz der Verhängung verschärfter UN-Sanktionen will der Iran sein Atomprogramm fortsetzen. Ein Stopp der Uran-Anreicherung sei weder eine Option noch eine Lösung, sagte Außenminister Manutschehr Mottaki nach der Abstimmung im Weltsicherheitsrat in New York. Zu den einstimmig beschlossenen Sanktionen gehören ein Verbot iranischer Waffenexporte und weitere Einschränkungen im Zahlungsverkehr mit dem Iran. So werden die Konten von 28 Personen oder Organisationen eingefroren, die am iranischen Atom- und Raketenprogramm beteiligt sind.

JERUSALEM: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ist zu seinem ersten offiziellen Besuch in Israel eingetroffen. Bei seiner Ankunft begrüßte Ban die jüngsten Bemühungen des Nahost-Quartetts aus UN, USA, EU und Russland sowie arabischer Staaten um eine Wiederbelebung des Friedensprozesses zwischen Israel und den Palästinensern. Ban kam zunächst mit dem israelischen Verteidigungsminister Amir Perez zusammen. Für diesen Sonntag ist ein Treffen mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas vorgesehen.

AUGSBURG: Die frühere Terroristin Brigitte Mohnhaupt, eine der führenden Köpfe der ehemaligen linksextremistischen RAF (Rote-Armee-Fraktion), ist nach 24 Jahren Haft freigelassen worden. Das teilte die Justizvollzugsanstalt Aichach mit. Das Oberlandesgericht Stuttgart hatte im Februar entschieden, die restliche Haftzeit zur Bewährung auszusetzen. Mohnhaupt war 1977 an der Entführung und Ermordung von Arbeitgeber-Präsident Hanns Martin Schleyer sowie an den Morden an Generalbundesanwalt Siegfried Buback und dem Bankier Jürgen Ponto beteiligt. Die Freilassung der Ex-Terroristin ist in der deutschen Öffentlichkeit umstritten, da Mohnhaupt - zumindest öffentlich - nie Reue für ihre Taten gezeigt hat.

HAMBURG: Vizekanzler Franz Müntefering hält den Zustand der Infrastruktur in Deutschland für oftmals erbärmlich. Er kündigte ein Programm gegen den Verfall von Straßen, öffentlichen Gebäuden und Kanalisation an. Die Bundesrepublik lebe nicht nur bei der Bundeswehr von der Substanz, sagte Müntefering der 'Bild am Sonntag'. Irgendwann ließen sich die verrottenden Bauten nicht mehr retten. Es müsse wieder erheblich mehr in die Infrastruktur investiert werden. Derzeit arbeite er gemeinsam mit Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee an einem Investitionspakt zur energetischen Sanierung aller öffentlichen Gebäude binnen fünf Jahren.

DORTMUND: Die Linkspartei/PDS und die 'Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit' -WASG- haben ihre zeitgleich stattfindenden Bundesparteitage fortgesetzt, auf denen letzte inhaltliche Streitpunkte für den geplanten Zusammenschluss aus dem Weg geräumt werden sollen. Anders als die Linkspartei lehnt die WASG Militäreinsätze der Bundeswehr auch mit UN-Mandat kategorisch ab.

STUTTGART: Der Sportwagenbauer Porsche stockt seine Beteiligung an Europas größtem Autokonzern VW auf, strebt aber nach eigenen Angaben derzeit keine Komplettübernahme an. Für knapp eine Milliarde Euro will Porsche die Beteiligung an Volkswagen von derzeit gut 27 auf bis zu 31 Prozent der Stammaktien erhöhen. Damit würden das Land Niedersachsen und Porsche zusammen mehr als die Hälfte aller Anteile halten. Mögliche Übernahmeversuche durch Dritte könnten dann auch in Zukunft verhindert werden.

TOKIO: Bei einem Erdbeben in Zentraljapan sind nach jüngsten Behördenangaben ein Mensch ums Leben gekommen und mehr als 150 verletzt worden. Das Beben der Stärke 6,9 brachte Gebäude ins Schwanken, löste Erdrutsche aus und führte zu Unterbrechungen der Strom- und Wasserversorgung. Vor allem betroffen waren die Präfekturen Ishikawa und Toyama rund 300 Kilometer nordwestlich von Tokio.

ZUM SPORT: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nimmt Kurs auf die Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz. Mit einem 2:1-Auswärtssieg gegen Tschechien in Prag setzte sich das DFB-Team klar an die Spitze seiner Qualifikationsgruppe. Beide Tore für die deutsche Elf erzielte der Schalker Kevin Kuranyi.

BONN: In Deutschland und den anderen EU-Staaten gilt wieder die Sommerzeit. Um zwei Uhr Mitteleuropäischer Zeit wurden die Uhren um eine Stunde auf drei Uhr Mitteleuropäische Sommerzeit vorgestellt. Wieder zurückgedreht werden die Zeiger am letzten Sonntag im Oktober.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und in der Mitte überwiegend sonnig. Im Süden Durchzug von teils dichteren Wolkenfeldern. Höchstwerte zehn bis 17 Grad.

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