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Nachrichten

Sonntag, 25. Juni 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag.

BERLIN: Millionen Menschen haben bis tief in die Nacht den Sieg der deutschen Elf bei der Fußball-Weltmeisterschaft über Schweden gefeiert. Allein zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor in Berlin versammelten sich rund 750.000 Fans aus aller Welt zu einem Fußball-Volksfest. Vielerorts hatten die Areale der Freiluft- Fernsehübertragungen wegen des Massenansturms geschlossen werden müssen. Mit zwei Toren von Lukas Podolski hatte sich Deutschland für das Viertelfinale qualifiziert, wo man nun am Freitag auf Argentinien trifft. Die Argentinier schlugen Mexiko erst in der Verlängerung mit 2:1. -- Vor dem Achtelfinale England-Ecuador an diesem Sonntag kam es in Stuttgart die zweite Nacht in Folge zu teils gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen englischen und jubelnden deutschen Anhängern sowie zwischen Schlachtenbummlern und der Polizei.

NEW YORK: Die USA wollen einem Zeitungsbericht zufolge bis Ende 2007 die Zahl ihrer im Irak stationierten Soldaten drastisch reduzieren. Der Truppenabbau werde bereits im September beginnen, schreibt die "New York Times". Das Blatt beruft sich dabei auf ein streng vertrauliches Papier des Oberkommandierenden der US-Streitkräfte im Irak, General George Casey. Derzeit sind knapp 130.000 amerikanische Soldaten im Irak stationiert. Die Zahl der Kampfbrigaden werde von 14 auf höchstens sechs verringert, heißt es in dem Bericht.

KABUL: In Afghanistan setzen die US-geführten Koalitionstruppen ihre Offensive gegen die Taliban-Rebellen fort. In der Provinz Kandahar im Süden des Landes seien erneut mehr als 40 Aufständische getötet worden, teilten die US-Streitkräfte und das afghanische Militär mit. Kandahar gilt als Hochburg der im Jahr 2001 gestürzten Taliban. In den zurückliegenden zwei Wochen haben die US-geführten Verbände fast 150 Rebellen getötet. Mit der Offensive soll die Stationierung von NATO-Truppen im Süden Afghanistans vorbereitet werden.

WASHINGTON: Die USA haben 14 saudi-arabische Insassen des Gefangenenlagers Guantánamo auf Kuba freigelassen und in ihr Heimatland ausgeflogen. Zur Zeit gebe es noch 120 weitere Häftlinge, die für eine Freilassung oder Überstellung in Frage kämen, teilte das Verteidigungsministerium mit. In Guantanamo sitzen noch rund 450 Gefangene zum Teil seit Jahren ohne Anklage ein. Nach dem Selbstmord dreier Häftlinge wächst der internationale Druck auf die US-Regierung, das Lager zu schließen.

GAZA: Militante Palästinenser haben an der Grenze zum Gaza-Streifen einen israelischen Armeeposten angegriffen. Bei dem Feuergefecht kamen mindestens drei Palästinenser und nach bisherigen Berichten offenbar auch zwei Israelis ums Leben. Die Palästinenser hatten den Stützpunkt in der Nähe des Grenzübergangs Kerem Schalom mit Panzerfäusten attackiert. - Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und Regierungschef Ismail Hanija von der radikal-islamischen Hamas wollen an diesem Sonntag einen neuen Versuch machen, ihren Streit über das künftige Verhältnis zu Israel beizulegen. Präsident Abbas strebt die Anerkennung Israels innerhalb der so genannten Zwei-Staaten-Lösung an, was von der Hamas strikt abgelehnt wird.

BERLIN: Nur kurz nach Ende des Arbeitskampfes an den Universitätskliniken steht Deutschland vor einem neuen Ärztestreik. Bei einer Urabstimmung des Marburger Bundes sprachen sich 97 Prozent der teilnehmenden Mediziner an den kommunalen Krankenhäusern für Arbeitsniederlegungen aus. Verbandschef Frank Ulrich Montgomery sprach von einer "Quittung für eine schier unerträgliche Arbeitgeberarroganz". Bereits am Montag soll es in ausgewählten Spitälern in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg zu ersten Streiks kommen. Der Marburger Bund fordert für die 70.000 Ärzte an den 700 Krankenhäusern der Kreise und Städte mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen.

BERLIN: Begleitet von verbissenen Debatten über die Finanzierung der Gesundheitsreform kommen die Spitzen der großen Koalition an diesem Sonntag erneut im Kanzleramt zusammen. Regierungschefin Angela Merkel nannte Forderungen aus der SPD abwegig, bis zu 40 Milliarden Euro aus Steuermitteln in den geplanten Gesundheitsfonds fließen zu lassen. Vizekanzler Franz Müntefering sah sich veranlasst, in der Zeitung "Welt am Sonntag" zu versichern, die Mehrwertsteuer werde nicht noch weiter erhöht. Weitere Themen des Koalitionsgipfels sind die Unternehmenssteuerreform und die Föderalismusreform.

FRANKFURT AM MAIN: Bundestagspräsident Norbert Lammert hat sich dafür ausgesprochen, Deutsch als Landessprache im Grundgesetz zu verankern. Die Föderalismusreform wäre der richtige Moment für diese Neuregelung, sagte der CDU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Deutschland sei unter den deutschsprachigen Ländern das einzige, das die Sprache nicht in der Verfassung regele.

ROM: In Italien sind rund 47 Millionen Bürger dazu aufgerufen, bei einem Referendum über eine weitreichende Verfassungsänderung abzustimmen. Die Reform, die noch vom früheren Regierungschef Silvio Berlusconi auf den Weg gebracht wurde, sieht mehr Befugnisse für den Ministerpräsidenten sowie für die Regionen vor. Gleichzeitig soll das Amt des Staatspräsidenten geschwächt werden. Die Abstimmung, die bis zum Montag läuft, gilt auch als erster Stimmungstest für den neuen Ministerpräsidenten Romano Prodi. Er hat zur Ablehnung der Reform aufgerufen.

JAKARTA: Ein Erdbeben der Stärke 6,2 hat die indonesische Insel Sulawesi erschüttert. Das Epizentrum des Bebens lag nach Angaben des Hongkonger Observatoriums etwa 290 Kilometer südwestlich der Stadt Manado. Berichte über Opfer oder Schäden lagen zunächst nicht vor. Ende Mai waren bei einem Beben der Stärke 6,3 auf der indonesischen Hauptinsel Java mehr als 5.800 Menschen ums Leben gekommen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND:

Zunächst sonnig. Im Tagesverlauf verbreitet Regengüsse und Gewitter, vor allem westlich des Rheins. Temperaturen maximal 29 bis 34 Grad.

  • Datum 25.06.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/8fqd
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