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Nachrichten

Sonntag, 25. Juli 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

DUISBURG: Bei einer Massenpanik während des Musik-Festivals Love Parade in Duisburg sind 19 Menschen ums Leben gekommen - mehr als 340 wurden verletzt. Das Unglück ereignete sich in einem Tunnel, der zum Festgelände führte. Wie es zu der Panik kam, ist noch unklar. Augenzeugen berichteten von einer unerträglichen Enge, als immer mehr Menschen auf das Festgelände strömten und andere es verlassen wollten. Einige von ihnen hätten versucht, eine Mauer und eine Treppe hochzuklettern und seien dann abgestürzt. - Inzwischen wurde Kritik an den Veranstaltern laut: Zu der Love Parade waren weit mehr als eine Million Menschen gekommen. Auf dem Gelände soll aber nur Platz für etwa ein Viertel dieser Menge gewesen sein.

DUISBURG: Die Katastrophe bei der Loveparade hat in Deutschland und im Ausland Trauer und Bestürzung hervorgerufen. Bundespräsident Christian Wulff sagte, er sei mit seinen Gedanken bei den Opfern der Tragödie, ihren Angehörigen und Freunden. Er forderte eine rückhaltlose Aufklärung des Zwischenfalls. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und SPD-Chef Sigmar Gabriel sprachen den Familien der Opfer ihr Beileid aus. Nordrhein-Westfalens neue Ministerpräsidentin Hannelore Kraft äußerte sich betroffen und sagte, sie fühle mit den Angehörigen der Gestorbenen und sorge sich um die Verletzten. Der Präsident der EU-Kommission, José Manuel Barroso, kondolierte zum Tod der Loveparade-Besucher. Er sprach den Angehörigen der Opfer sein "tief empfundenes Mitgefühl" aus.

BERLIN: Der wochenlange Streit zwischen Karstadt-Investor Nicolas Berggruen und dem Filial-Vermieter Highstreet ist offenbar beigelegt. Nach Informationen der "Bild am Sonntag" hat Highstreet für kommenden Mittwoch zu einer Gläubigerversammlung eingeladen. Der Mehrheitseigner des Vermieter-Konsortiums, die US-Bank Goldman Sachs, rechnet dort mit einer Zustimmung für Berggruen. Der Europachef der Bank, Alexander Dibelius, sagte der Zeitung, man habe weitere Konzessionen beim Mietvertrag für Karstadt gemacht. Mit einer Einigung in der Frage der Höhe der Mieten wäre auch die letzte Bedingung für eine Übernahme des insolventen Warenhauskonzerns durch Berggruen erfüllt. Karstadt beschäftigt rund 25.000 Mitarbeiter.

SEOUL: Begleitet von nordkoreanischen Drohungen führen die USA und Südkorea ein gemeinsames Seemanöver im Japanischen Meer durch. An der dreitägigen Übung nehmen nach Angaben der USA etwa 8.000 Soldaten beider Länder teil. 20 Kriegsschiffe und rund 200 Flugzeuge sind im Einsatz. Die US-Regierung betonte, die Manöver hätten defensiven Charakter, sollten aber abschreckend auf Nordkorea wirken. Weitere Miitärübungen sind für die kommenden Monate geplant. Das kommunistische Nordkorea sprach von Provokationen und drohte mit nuklearer Abschreckung.

MEXIKO-STADT: Nahe der nordmexikanischen Stadt Monterrey sind mehr als 50 Leichen gefunden worden. Sie seien vermutlich von Drogenbanden dort verscharrt worden, so die Staatsanwaltschaft. Erst im Mai waren im südmexikanischen Taxco 55 Leichen in einer alten Silbermine entdeckt worden. Bei den Toten handelt es sich vermutlich ebenfalls um Opfer rivalisierender Drogenbanden. Mexikos Regierung geht seit 2006 verstärkt gegen Drogenkartelle vor, seither kamen fast 25.000 Menschen ums Leben.

TEHERAN: Gut zwei Monate nach seiner Festnahme ist der einflussreiche iranische Oppositionspolitiker Mohsen Armin laut einem Zeitungsbericht gegen Kaution auf freien Fuß gekommen. Armin sei nach der Zahlung einer Kaution von umgerechnet rund 150.000 Euro aus dem Teheraner Ewin-Gefängnis entlassen worden, berichtete die Zeitung "Arman". Der ehemalige Abgeordnete war ein führendes Mitglied der "Organisation der Mudschahedin der Islamischen Revolution", die vor einigen Monaten verboten wurde und einen Reformkurs vertrat.

BRASILIA: In der brasilianischen Hauptstadt berät die UNESCO darüber, welche Bewerber neu in das Weltkulturerbe aufgenommen werden sollen. Der UN-Organisation liegen rund 30 Anträge vor. Es geht um Naturparks, historische Gebäude, Stadtviertel und Ausgrabungsorte, die auf den prestigeträchtigen Titel "Welterbe" hoffen. Aus Deutschland bewirbt sich die sogenannte Oberharzer Wasserwirtschaft, die als Meisterwerk früher Bergbau- und Ingenieurskunst gilt. Anfang August will das Welterbekomitee seine Entscheidungen bekanntgeben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordosten und zwischen Ems- und Rheinland Schauer. Zwischen Nordsee und Schwaben meist sonnig und trocken. Die Höchsttemperaturen: 17 bis 24 Grad.

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