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Nachrichten

Sonntag, 25. Januar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BRÜSSEL/ BERLIN: Grundlage der künftigen europäischen Nahost-Politik soll nach Medienberichten ein Konzept des deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier werden. Laut "Welt am Sonntag" wurde der Plan bereits mit mehreren europäischen Ländern abgestimmt. Ziel sei ein unabhängiger Palästinenser-Staat im Westjordanland und im Gazastreifen. Dabei müssten die humanitäre Hilfe gesichert und der Waffenschmuggel in den Gazastreifen gestoppt werden, auch in Koordination mit den US-Geheimdiensten. Über die angespannte Lage im Gazastreifen beraten an diesem Sonntag in Brüssel die EU-Außenminister mit Kollegen aus der Region und Vertretern der palästinensischen Autonomiebehörde. Der neue US-Sondergesandte für den Nahen Osten, George Mitchell, wird am Mittwoch in der Region erwartet.

NEW YORK: US-Präsident Barack Obama plant nach einem Zeitungsbericht deutlich strengere Regeln für die Finanzbranche. Nach Informationen der 'New York Times' soll der Handlungsspielraum von Hedgefonds, Ratingagenturen und Hypothekenmaklern eingeschränkt werden. Ziel sei eine bessere Aufsicht der Finanzinstrumente, die für die Wirtschaftskrise mit verantwortlich seien. Die Veränderungen stellten einen wichtigen Teil eines größeren Pakets dar, das die Regierung Obamas zur Bekämpfung der Krise vorbereite. Eine andere Komponente dieses Pakets werde eine Strategie zur Wiederherstellung des angeschlagenen Bankensektors umfassen.

SANAA: Die Regierung des Jemen will 94 im US-Gefangenenlager Guantanamo inhaftierte Staatsangehörige in die Heimat zurückholen. Präsident Ali Abdullah Sale sagte, nach der Entscheidung von US-Präsident Barack Obama, das umstrittene Gefangenenlager auf Kuba zu schließen, sollten die Sicherheitsdienste innerhalb von zwei Monaten ein Umerziehungslager einrichten. Ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums hatte am Freitag einen Zeitungsbericht bestätigt, wonach ein 2007 aus Guantanamo entlassener Saudiarabier inzwischen in der Führung der El Kaida im Jemen aktiv ist.

BERLIN: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat angeboten, einzelne freigelassene Häftlinge aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba aufzunehmen. Dem "Tagesspiegel am Sonntag" sagte er, es gebe Signale, dass US-Präsident Barack Obama deshalb auch auf die Europäer zukommen werde. Obama hatte am Donnerstag die Schließung des umstrittenen Lagers binnen eines Jahres angeordnet. Viele der Häftlinge können nicht in ihre Heimatländer zurück, da ihnen dort Folter oder Repressalien drohen. CSU-Generalsekretär Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg griff Steinmeier wegen seines Vorstoßes an. Hier zu schreien, wenn keiner gerufen habe und das noch ohne Absprache mit den Innenministern der Länder, sei keine seriöse Politik.

NEU DELHI: Unmittelbar vor den Feierlichkeiten zum Tag der Republik in Indien am 26. Januar haben Sicherheitskräfte in einem Vorort der Hauptstadt Neu Delhi zwei mutmaßliche Terroristen erschossen. Laut Polizei hatte eine Spezialeinheit die Männer im Auto verfolgt und gestoppt. Daraufhin hätten die Verdächtigen die Polizisten in einen Schusswechsel verwickelt. Nach offiziellen Angaben waren die Verdächtigen im Besitz von pakistanischen Ausweisen. Im Kofferraum des Wagens entdeckten die Beamten Sturmgewehre, Granaten und Zünder. Eine Verbindung zu der Anschlagsserie von Bombay, bei der Ende November 174 Menschen getötet wurden, sei aber nicht festgestellt worden.

COLOMBO: Im Norden Sri Lankas ist das Militär nach eigenen Angaben in die letzte von Rebellen gehaltene bedeutsame Stadt, nach Mullaittivu, vorgedrungen. In der ganzen Region gebe es weiterhin schwere Kämpfe, erklärte ein Sprecher der Regierungstruppen. Mullaittivu war 13 Jahre lang in der Hand tamilischer Rebellen. Nach Angaben von Hilfsorganisationen halten sich dort 230.000 Menschen auf, die bereits vor den Gefechten geflüchtet sind. Menschenrechtsgruppen und die Regierung Sri Lankas beschuldigen die Aufständischen, die Flüchtlinge als Schutzschild zu missbrauchen.

DORTMUND: Die Grünen haben am letzten Tag ihres Parteitags in Dortmund die Wahl der Kandidaten für die Europawahl Anfang Juni fortgesetzt. Insgesamt 30 Kandidaten sollen aufgestellt werden; Aussichten auf den Einzug ins Straßburger Parlament haben jedoch nur etwa 13. Als Spitzenkandidaten wurden am Samstag bereits der frühere Parteichef, Reinhard Bütikofer, sowie die Vize-Fraktionschefin der Grünen im Europaparlament, Rebecca Harms, nominiert. Verabschiedet wurde auch das neue Europa-Programm. Unter dem Motto "Green New Deal" werden die Vorstellungen zur Lösung der globalen Wirtschafts-, Klima- und Hungerkrise präsentiert.

PARIS: Die Behörden im Südwesten Frankreichs haben nach dem schweren Orkan vom Samstag die höchste Alarmstufe aufgehoben. Autofahren wurde wieder erlaubt, allerdings wurde zur Vorsicht geraten, da viele Bäume noch umstürzen könnten. Mehr als eine Million Menschen sind weiter ohne Strom. Nach Angaben des Energie-Versorgers EDF können nicht alle Schäden innerhalb eines Tages behoben werden. Der Orkan war mit bis zu 192 Kilometern pro Stunde von der Biscaya über Südfrankreich in Richtung Mittelmeer gefegt. In Frankreich und Spanien kamen mindestens 15 Menschen ums Leben. Nahe dem spanischen Barcelona starben vier Kinder beim Einsturz eines Sporthallendaches.

ZUM SPORT: Titelverteidiger Deutschland hat bei der Handball-Weltmeisterschaft in Kroatien im ersten Hauptrundenspiel ein 35 : 35-Unentschieden gegen Serbien erreicht. Damit blieb das Team von Trainer Heiner Brand auch im sechsten Turnierspiel ohne Niederlage. Nächster Gegner auf dem Weg zum Halbfinale ist an diesem Sonntag Norwegen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und im Süden noch Wolken, sonst überall heiter und trocken. Tageswerte zwischen ein und sechs Grad.

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