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Nachrichten

Sonntag, 25. Februar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag.

BRÜSSEL: EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso hat an die Europäer appelliert, einen Kurswechsel in der Klima- und Energie- Politik zu vollziehen. Es sei lange genug geredet worden - nun müsse gehandelt werden, sagte Barroso der Zeitung 'Bild am Sonntag'. Der EU-Gipfel Anfang März biete den Staats- und Regierungschefs die Chance, entscheidende Maßnahmen in Bezug auf eine der großen globalen Herausforderungen zu ergreifen. Neben einer deutlichen Verringerung des Ausstoßes an Treibhausgasen forderte Barroso auch ein bindendes Ziel für den Ausbau erneuerbarer Energien.

BERLIN: Der frühere Chef des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, Klaus Töpfer, hat sich für eine Abschaffung der KFZ-Steuer ausgesprochen. Diese Steuer solle komplett auf den Benzinpreis umgelegt werden. Das würde am ehesten zum Spritsparen anregen und außerdem umweltfreundliche Technologien voranbringen, sagte Töpfer der 'Welt am Sonntag'. Töpfer schränkte allerdings ein, seine Idee habe sicher zu viele Gegner - wie alles was in Deutschland Veränderung bringe.

BERLIN: Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen kann auf breite Unterstützung für ihre Pläne zum Ausbau der Krippenplätze hoffen. Ausgelöst durch die vom Augsburger Bischof Walter Mixa entfachte Debatte über Frauen als "Gebärmaschinen", stärkten sowohl SPD als auch CDU der Ministerin den Rücken. Kanzlerin Angela Merkel sagte, Eltern müssten bei der Erziehung mehr Wahlfreiheit bekommen. Auch die SPD will die Kinderbetreuung ausbauen und damit einen Beitrag zu mehr Chancengleichheit leisten. Der katholische Bischof Mixa hatte erklärt, die Pläne von der Leyens degradierten Frauen zu "Gebärmaschinen". Seine Kritik richte sich gegen eine Politik, die einseitig die staatliche Fremdbetreuung junger Kinder fördere.

BAGDAD: In der irakischen Hauptstadt hat die US-Luftwaffe mutmaßliche Rebellen-Stellungen angegriffen. Seit Beginn der Mitte Februar gestarteten Offensive wurden nach Auskunft von Ministerpräsident Nuri al-Maliki mehr als 400 Aufständische getötet. Al-Maliki fügte hinzu, durch die Militäraktion seien schon viele Anschläge verhindert worden. Dessen ungeachtet setzte sich die Anschlagsserie im Irak fort. Bei einem Anschlag im westirakischen Habbanija starben mindestens 40 Menschen. Ein mit Sprengstoff gespickter LKW war nahe einer Moschee zur Explosion gebracht worden.

NABLUS: Die israelischen Streitkräfte haben die größte Stadt im Westjordanland auf der Suche nach militanten Palästinensern durchkämmt. Nach Angaben der Armee wurde dabei ein Sprengstofflager entdeckt. Auf die Soldaten sei mehrmals geschossen worden; das Feuer habe man erwidert. Wie es weiter heißt, wurde ein Ausgehverbot verhängt.

MADRID: Rund 100.000 Menschen haben in der spanischen Hauptstadt gegen die baskische Untergrund-Organisation ETA demonstriert. Anlass war die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes, der in einem Berufungsverfahren die Haftstrafe für einen ETA-Terroristen von zwölf auf drei Jahre reduziert hatte. Zu der Kundgebung in Madrid hatte die Vereinigung der Terrorismusopfer aufgerufen. Sie wirft der sozialistischen Regierung des Landes vor, im Umgang mit der ETA zu nachgiebig zu sein.

TEHERAN: Der Iran hat nach eigenen Angaben eine Rakete ins All geschickt. Im staatlichen Fernsehen hieß es, der Test sei erfolgreich verlaufen. Ob es sich um die Erprobung einer Trägerrakete für das angekündigte eigene Satellitenprogramm handelte, wurde nicht erläutert. Der Leiter des iranischen Raumfahrtforschungszentrums, Mohsen Bahrami, betonte aber, es sei auch Forschungsmaterial des Verteidigungsministeriums an Bord. Der Iran hatte vor zwei Jahren gemeinsam mit Russland seinen ersten Satelliten in eine Erdumlaufbahn gebracht.

DAKAR: Im westafrikanischen Senegal sind die Bürger an diesem Sonntag zur Präsidentenwahl aufgerufen. Gegen den seit sieben Jahren regierenden Staatschef Abdoulaye Wade treten 14 Kandidaten an. Kritiker machen Wade vor allem für die hohe Jugendarbeitslosigkeit verantwortlich. Sollte keiner der Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit erzielen, kommt es in drei Wochen zur Stichwahl. - Senegal gilt wegen seines Mehrparteiensystems und der Pressefreiheit als Vorzeigeland Afrikas.

DARMSTADT: Auf ihrer sieben Milliarden Kilometer langen Reise durch das All hat die europäische Raumsonde 'Rosetta' ein kritisches Manöver am Mars erfolgreich bewältigt. 'Rosetta' näherte sich dem Mars bis auf 250 Kilometer, um kurz darauf wieder aus dem Schatten des Roten Planeten aufzutauchen. Die Sonde der Europäischen Raumfahrtagentur war 2004 ins All gebracht worden.

ROM: Ein Fischerboot mit 130 kurdischen Flüchtlingen an Bord hat den Süden Italiens erreicht. Die Flüchtlinge wurden an einem Strand in Kalabrien von italienischen Polizisten und Soldaten aufgegriffen. Die überwiegend männlichen Flüchtlinge gaben an, sie seien mit ihrem etwa 20 Meter langen Schiff vor einer Woche in der Türkei gestartet.

ZUM SPORT: Bei den nordischen Skiweltmeisterschaften im japanischen Sapporo haben die deutschen Kombinierer im Team-Wettbewerb Silber gewonnen. Nach der Langlauf-Staffel über 4 x 5 Kilometer musste sich das DSV-Quartett nur den starken Finnen geschlagen geben, die bereits nach dem Springen geführt hatten. Bronze ging an Norwegen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bis stark bewölkt mit Regen und teils gewittrigen Schauern. Im Osten zeitweise aufgelockerte Bewölkung. Höchstwerte sieben bis zwölf Grad.

Zuletzt meldeten bei zumeist stark bewölktem Himmel:

Hamburg und München: 7 Grad;
Berlin und Dresden: 5 Grad und
Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 9 Grad.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 25.02.2007
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