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Nachrichten

Sonntag, 25. April 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Finanzminister Wolfgang Schäuble hält auch eine Ablehnung der von Griechenland beantragten Finanzhilfen durch die Bundesregierung für möglich. Er sagte der "Bild am Sonntag", dass die Entscheidung noch offen sei. Ob sich Deutschland an den Finanzhilfen beteilige, hänge vom Sparkus der griechischen Regierung ab. Griechenland hatte am Freitag die EU und den Internationalen Währungsfonds offiziell um Hilfe gebeten. Die Europäer wollen notfalls Kredite in Höhe von 30 Milliarden Euro vergeben.

KÖLN: Die FDP hat ihren Parteitag fortgesetzt. Im Mittelpunkt steht die Rede des Partei-Vorsitzenden Guido Westerwelle. Der Auftritt des Außenministers war verschoben worden, weil er am Samstag an der Trauerfeier für die in Afghanistan getöteten deutschen Soldaten teilnahm. Außerdem sollen die mehr als 600 Delegierten über das Steuerkonzept der Liberalen abstimmen. Es sieht Entlastungen von 16 Milliarden Euro ab dem Jahr 2012 vor. Ursprünglich hatte die FDP deutlich höhere Entlastungen gefordert. Zwei Wochen vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen lehnte die FDP die Steuer-Vorschläge von Bundeskanzlerin Angela Merkel ab. Sie hatte angeregt, die geplante Vereinfachung des Steuersystems vorzuziehen und über Steuersenkungen erst später zu entscheiden.

BERLIN: Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat die deutsche Bevölkerung auf weitere tote Soldaten in Afghanistan eingestellt. Gleichzeitig forderte er mehr moralische Unterstützung für die Bundeswehr. Bei einer Trauerfeier für die vier zuletzt gefallenen Soldaten sagte der CSU-Politiker, dass die Verantwortung der Politik auch immer am Schmerz der Hinterbliebenen gemessen werden müsse. Der scheidende Wehrbeauftragte des Bundestags, Reinhold Robbe, strebt einen Runden Tisch für Bundeswehrsoldaten an. Dieser solle sich um einen stärkeren Rückhalt für die Soldaten in der Gesellschaft bemühen. Nach Angaben der "Welt am Sonntag" hat Robbe, der in rund zwei Wochen sein Amt an den FDP-Politiker Hellmut Königshaus abgibt, bereits mehrere Vereine, Verbände und Organisationen zu einem solchen Forum eingeladen.

BERLIN: Die wichtigsten Gläubiger der Warenhauskette Karstadt haben über das Übernahmeangebot des US-Finanzinvestors Triton beraten. Nach Informationen von "Bild am Sonntag" sieht das Konzept einen Abbau in Höhe von 4000 der insgesamt 26.000 Angestellten vor. Außerdem wolle Triton niedrigere Mieten für die Kaufhäuser zahlen. Für das insolvente Unternehmen bietet der Investor dem Bericht zufolge 30 Millionen Euro, etwa das doppelte soll in Karstadt investiert werden. - Die Verhandlungen über die Karstadt-Zukunft stehen unter Zeitdruck. Bis zum Monatsende soll nach dem Willen des Insolvenzverwalters ein Kaufvertrag unterschrieben sein.

BAGDAD: Das Terror-Netzwerk El Kaida hat den Tod seines Anführeres im Irak bestätigt. Abu Ajjub al-Masri sei am 18. April bei einer gemeinsamen Razzia von irakischen und US-amerikanischen Truppen getötet worden, teilten die Extremisten auf verschiedenen Internetseiten mit. Bei dem gleichen Einsatz sei auch der Führer der verbündeten Extremistengruppe Islamischer Staat Irak, Abu Omar al-Baghdadi, getötet worden. Bereits kurz nach dem Einsatz hatte der irakische Ministerrpäsident Nuri al-Maliki den Tod der beiden bekannt gegeben.

ISLAMABAD: Bei einem Angriff von radikal-islamischen Taliban auf einen Nachschub-Stützpunkt der NATO im Osten Pakistans sind vier Polizisten getötet worden. Die Angreifer feuerten bei dem Überfall in Talagang Panzerfäuste auf zehn Tankwagen ab, die in Brand gerieten. Der Treibstoff war nach offiziellen Angaben für die NATO-geführten Streitkräfte im benachbarten Afghanistan bestimmt. - Mindestens sieben Aufständische starben beim Angriff einer unbemannten US-Drohne im pakistanischen Stammesgebiet Nord-Waziristan. Aus pakistanischen Sicherheitskreisen verlautete, mehrere Raketen hätten im Gebiet Mir Ali im Grenzgebiet zu Afghanistan einen Schlupfwinkel von Extremisten zerstört.

WASHINGTON: Nach dem Sinken einer Bohrinsel vor der Küste des US-Bundesstaates Louisiana droht im Golf von Mexiko eine Ölpest. Pro Tag liefen an der Unglücksstelle etwa 1000 Barrel Öl ins Meer, also 159.000 Liter, sagte eine Sprecherin der Küstenwache. Im günstigsten Fall könnten die beiden Lecks binnen weniger Tage verschlossen werden, schlimmstenfalls werde es mehrere Monate dauern. Die Plattform "Deepwater Horizon" war nach einer Explosion in Brand geraten und am Donnerstag gesunken. 115 Arbeiter konnten gerettet werden. Die Suche nach elf Vermissten wurde eingestellt. Nach drei Tagen hätten sie keine realistische Überlebenschance mehr, so die Küstenwache. Auf dem Meer hat sich ein mehrere Quadratkilometer großer Ölteppich gebildet.

JACKSON: Bei einem schweren Tornado sind im US-Bundesstaat Mississippi mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei Kinder. Zahlreiche Menschen wurden nach Angaben der Behörden verletzt. Da die Rettungsarbeiten noch andauern wird mit weiteren Toten und Verletzten gerechnet. Der Wirbelsturm mit einem Durchmesser von etwa 1,6 Kilometern und Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Stundenkilometern zerstörte zahlreiche Häuser, entwurzelte Bäume und riss Stromleitungen zu Boden. Gouverneur Haley Barbour erklärte für 17 Bezirke den Notstand und rief die Nationalgarde zu Hilfe. Besonders betroffen war die Kleinstadt Yazoo City.

BUDAPEST: In Ungarn hat die zweite Runde der Parlamentswahl begonnen. Abgestimmt wird in den 57 Stimmbezirken, in denen im ersten Wahlgang keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichte. Bereits vor zwei Wochen war jedoch ein Regierungswechsel besiegelt worden. Die rechts-konservative FIDESZ-Partei mit ihrem Spitzenkandidaten Viktor Orban erreichte knapp 53 Prozent. Die bisher regierenden Sozialisten waren auf gut 19 Prozent abgerutscht. Die Stichwahl entscheidet auch darüber, ob die FIDESZ im künftigen Parlament über eine Zweidrittelmehrheit verfügt. Wahlforscher halten dies für wahrscheinlich. Die Wahllokale schließen um 19 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Ergebnisse werden noch an diesem Sonntag erwartet.

WIEN: Rund 6,4 Millionen Österreicher sind an diesem Sonntag aufgerufen, den Bundespräsidenten neu zu wählen. Amtsinhaber Heinz Fischer gilt als klarer Favorit, weil die konservative Volkspartei auf einen eigenen Kandidaten verzichtet hat. Das 71-jährige Staatsoberhaupt wird von den Sozialdemokraten unterstützt. Gegen ihn treten Barbara Rosenkranz von der rechtspopulistischen Freiheitlichen Partei und Rudolf Gehring von der Christlichen Partei an. Der österreichische Präsident hat vor allem Repräsentationsaufgaben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Sehr freundlich mit viel Sonnenschein. Am Nachmittag ziehen von Westen her Wolken auf. Höchsttemperaturen zwischen 17 und 26 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg und München: 11 Grad, sonnig;

Dresden: 12 Grad, leicht bewölkt;

Berlin: 11 Grad, leicht bewölkt;

Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 14 Grad, sonnig.

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