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Nachrichten

Sonntag, 24. Mai 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BREMEN: In der Hansestadt ist der 32. Deutsche Evangelische Kirchentag mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel zu Ende gegangen. Die Predigt vor mehreren zehntausend Gläubigen hielt der italienische Ökumene-Experte Daniele Garrone. Seit Mittwoch hatten fast 100.000 Dauerbesucher und viele tausend Gäste in rund 2.500 Veranstaltungen über Glaubensfragen und gesellschaftliche Themen diskutiert. Im Mittelpunkt standen Konsequenzen aus der Wirtschafts- und Finanzkrise. Die Präsidentin des Kirchentages, Karin von Welck, zog eine positive Bilanz. Das Christentreffen habe die Menschen angesichts der Krise in der Überzeugung bestärkt, die Gestaltung der Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Dabei sei klar geworden, dass Beharrlichkeit wichtiger sei als Zorn. Der nächste Kirchentag findet 2011 in Dresden statt.

BERLIN: Im Wettstreit um die Opel-Übernahme hat Fiat-Chef Sergio Marchionne den Beschäftigten des deutschen Auto-Herstellers weitreichende Garantien angeboten. So wären im ungünstigsten Fall 2.000 Arbeitsplätze durch eine Integration in ein schuldenfreies Gemeinschaftsunternehmen mit Fiat betroffen, sagte Marchionne der "Bild am Sonntag". Fiat bekenne sich zudem zu allen in Deutschland bestehenden arbeitsrechtlichen Bestimmungen, insbesondere zur Mitbestimmung und zum Betriebsverfassungsgesetz. Auch die rund vier Milliarden Euro Pensionsverpflichtungen seien im Fiat-Konzept bereits eingerechnet. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg nannte im gleichen Blatt derweil alle drei Übernahmeangebote unzureichend. Keines der Angebote biete die Sicherheit, dass die milliardenschweren Staatsgarantien nicht verloren gingen.

BERLIN: Karstadt-Chef Stefan Herzberg hat die vom Mutterkonzern Arcandor beantragte Staatsbürgschaft als letzte Überlebenschance des Gesamtkonzerns bezeichnet. Ohne die Bürgschaft gehe der gesamte Arcandor-Konzern in die Insolvenz, sagte er der "Bild am Sonntag". Betroffen seien rund 50.000 Mitarbeiter und deren Familien. Zu befürchten seien zudem Insolvenzen bei Lieferanten. Auch durch eine Fusion von Karstadt mit dem Konkurrenten Kaufhof könne eine Pleite nicht mehr abgewendet werden. Arcandor hat für sein Überleben eine Staatsbürgschaft von 650 Millionen Euro und einen Kredit von 200 Millionen Euro gefordert. Herzberg betonte, dass der Konzern jeden Euro zurückzahlen werde.

BERLIN: Der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Volker Kauder, hat die Wiederwahl von Bundespräsident Horst Köhler als positives Signal für die Bundestagswahl im September gewertet. Von der Wahl gehe die Botschaft aus, dass die bürgerliche Mehrheit etwas habe durchsetzen können, sagte Kauder in der ARD. Dies sei für Union und FDP Grund zur Zuversicht. Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Andrea Nahles forderte Köhler auf, sich in seiner zweiten Amtszeit stärker für soziale Belange einzusetzen. Köhler war am Samstag im ersten Wahlgang mit der knappsten Mehrheit von 613 Stimmen wiedergewählt worden. Seine SPD-Herausforderin Gesine Schwan kam auf 503 Stimmen.

TEHERAN: Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad kommt an diesem Sonntag in Teheran mit seinen Kollegen aus Afghanistan und Pakistan, Hamid Karsai und Asif Ali Zardari, zusammen. Laut Medienberichten wollen die drei Staatschefs über eine Verbesserung der Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Terrorismus und Drogenhandel sprechen. Die USA drängen Afghanistan und Pakistan, mehr gegen die radikal-islamischen Taliban zu unternehmen, und dabei möglichst koordiniert vorzugehen. Auf ausdrücklichen Wunsch von Präsident Barack Obama soll hier auch der Iran einbezogen werden.

KATHMANDU: In Nepal ist der kommunistische Politiker Madhav Kumar Nepal zum neuen Miniserpräsidenten gewählt worden. Er kann auf die Unterstützung von 22 Parteien setzen, die gemeinsam über 350 der insgesamt 601 Sitze im Parlament verfügen. Nepal kündigte an, sich um Konsens zwischen allen Parteien bemühen zu wollen. Sein Vorgänger Prachanda war am 4. Mai nach nur acht Monaten im Amt wegen eines Streits um die Entlassung des Armeechefs zurückgetreten.

ISLAMABAD: In Pakistan sind zehntausende Zivilisten durch Kämpfe in der Regionalhauptstadt Mingora im Swat-Tal von der Außenwelt abgeschnitten. Anwohner berichten, eine Flucht sei wegen der Luftangriffe der Regierungsarmee auf Stellungen der radikal-islamischen Taliban nur schwer möglich. Die Armee erklärte, sie habe wichtige Teile der Stadt unter ihre Kontrolle gebracht. Gleichwohl hielten die blutigen Gefechte mit den Aufständischen weiter an. Auf Druck der USA hatte die Regierung in Islamabad Ende April eine groß angelegte Militäroffensive zur Niederschlagung der Taliban gestartet. Die radikal-islamischen Rebellen hatten von Afghanistan aus weite Teile des westlichen Pakistans unter ihre Kontrolle gebracht und waren zuletzt bis auf 100 Kilometer an die Hauptstadt Islamabad vorgerückt.

ULAN BATOR: Begleitet von strengen Sicherheitsvorkehrungen haben in der Mongolei Präsidentschaftswahlen begonnen. Nach letzten Umfragen wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Amtsinhaber Nambarin Enkhbajar und seinem Herausforderer Tsakhiagiin Elbegdori erwartet. Enkhbayar, der vor allem bei der Landbevölkerung und den Nomaden beliebt ist, versprach im Wahlkampf mehr staatliche Hilfen, etwa im Bildungsbereich. Elbegdori, der besonders in den Städten auf Rückhalt zählen kann, stellte den Mongolen eine größere Teilhabe an den Einnahmen aus dem Rohstoffexport in Aussicht. Insgesamt sind 2,7 Millionen Menschen zu der Abstimmung aufgerufen. Erste Wahlergebnisse werden für Sonntagabend oder Montag erwartet.

ZUM FUßBALL: Der VfL Wolfsburg ist nach dem Gewinn seiner ersten deutschen Meisterschaft von 100.000 Fans in der Innenstadt gefeiert worden. Die Mannschaft von Trainer Felix Magath hatte sich den Titel durch ein 5 : 1 gegen Bremen gesichert. In der nächsten Saison übernimmt Armin Veh das Team. München kam nach einem 2 : 1 gegen Stuttgart auf den zweiten Platz. Absteigen müssen Bielefeld und Karlsruhe. Die Ostwestfalen erreichten gegen Hannover nur ein 2 : 2. Karlsruhe nutzte auch ein 4 : 0 gegen Berlin nichts mehr. In die Relegation geht nach einem 3 : 0 gegen Leverkusen die Mannschaft von Cottbus. Die übrigen Ergebnisse: Mönchengladbach - Dortmund 1 : 1, Schalke - Hoffenheim 2 : 3, Frankfurt - Hamburg ebenfalls 2 : 3 sowie Köln - Bochum 1 : 1.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Südlich des Mains zunächst wolkenreich und etwas Regen, später Aufheiterungen, in Bayern weiter kräftiger Regen. Im Norden geringe Schauerneigung. Höchstwerte 18 bis 32 Grad.


Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 16°, fast wolkenlos;
Berlin: 17°, fast wolkenlos;
Dresden: 15°, wolkig;
Köln/Bonn 19°, fast wolkenlos:
Frankfurt am Main: 19°, fast wolkenlos und
München 19°, nach Regen

Audio und Video zum Thema