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Nachrichten

Sonntag, 24. August 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PEKING: Die USA haben die sofortige Freilassung von acht amerikanischen Menschenrechtlern gefordert, die bei pro-Tibet-Protesten in Peking festgenommen wurden. Es sei das erste Mal während der Olympischen Spiele, dass Aktivisten länger als einen Tag festgehalten würden, hieß es in einer Erklärung der US-Botschaft. Die Aktivisten wurden demnach bereits Mittwoch und Donnerstag inhaftiert. Sie sollen nach chinesischen Behördenangaben noch eine Woche in Haft bleiben. In Nepals Hauptstadt Kathmandu demonstrierten rund 2.000 Exil-Tibeter gegen die chinesische Herrschaft in ihrer Heimat. Die Kundgebung war nach Mitteilung der Polizei erlaubt, weil sie nicht in der Nähe der chinesischen Botschaft stattgefunden habe. Bei Protesten nahe der diplomatischen Vertretung waren die tibetischen Demonstranten bisher immer festgenommen worden.

PEKING: Kurz vor dem Abschluss der Olympischen Spiele in Peking hat IOC-Präsident Jacques Rogge ein positives Fazit gezogen. China habe die Welt besser kennengelernt, und die Welt habe China besser kennengelernt, sagte Rogge in Peking. Die Volksrepublik habe sich der Welt geöffnet. Mit Blick auf Pressezensur und die Unterdrückung von Protesten sei die Situation nicht perfekt gewesen, doch habe sich die Lage im Vergleich zu früher verbessert. Rogge räumte in diesem Zusammenhang eine Machtlosigkeit des Internationalen Olympischen Komitees ein. Die chinesischen Behörden hatten keine einzige Protestkundgebung genehmigt. International Aufsehen erregte der Fall zweier alter Frauen, gegen die wegen Demonstrationsplänen ein Jahr Arbeitslager verhängt wurde.

TIFLIS: In Georgien ist ein US-Kriegsschiff mit Hilfslieferungen eingetroffen. Der Zerstörer liegt vor dem Schwarzmeer-Hafen Batumi vor Anker. An Bord befinden nach Auskunft der US-Regierung unter anderem Betten und Lebensmittel für Kriegsflüchtlinge. Zwei weitere Schiffe mit Hilfslieferungen sollen noch folgen. Batumi ist rund 80 Kilometer von der Hafenstadt Poti entfernt, wo auch nach der Unterzeichung eines Waffenstillstandsabkommens noch russische Soldaten stationiert sind. Unterdessen teilte das georgische Innenministerium mit, dass in der Nähe der Stadt Gori ein mit Treibstoff beladener Zug auf eine Mine gefahren und explodiert sei. Gori liegt nahe der abtrünnigen Provinz Südossetien.

WASHINGTON: Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber John McCain hat die Entscheidung seines demokratischen Konkurrenten Barack Obama für dessen Vizepräsidenten-Kandidaten gelobt. Mit Senator Joseph Biden habe Obama eine kluge Wahl getroffen, sagte McCain dem Fernsehsender CBS. Biden sei - so McCain - "ein guter Freund und guter Mann". Der 65-jährige Demokrat aus dem Bundesstaat Delaware gilt als Experte in der Außenpolitik. Am Montag beginnt in Denver der Nominierungsparteitag der Demokraten. Es wird erwartet, dass nach Abschluss dieses Treffens McCain seinen Kandidaten für die Vizepräsidentschaft bekanntgeben wird.

WASHINGTON: US-Außenministerin Condoleezza Rice reist an diesem Sonntag zu Gesprächen über den Nahost-Friedensprozess nach Israel und in das Westjordanland. Die Ministerin hofft auf einen Friedensschluss noch bis zum Ende des Jahres. Ein solches Abkommen soll die Schaffung eines eigenen palästinensischen Staates beinhalten. Israel und die Palästinenser dämpften jedoch Hoffnungen auf den baldigen Abschluss einer Friedensvereinbarung. So erklärte der palästinensische Verhandlungsführer, Ahmed Koreia, wegen der schwierigen Verhandlungen und der 'politischen Krise in Israel' rechne er kurzfristig nicht mit einem Abkommen.

BERLIN: Nach der FDP drängen auch die Fraktionen von Union und SPD auf eine genaue Aufklärung über den Verkauf der angeschlagenen Mittelstandsbank IKB, die zum größten Teil dem Bund gehört, an den US-Investor Lone Star. Finanzexperten der Koalition verlangen insbesondere Auskunft darüber, wie viel Steuergeld die Rettungsaktion seit dem vergangenen Sommer verschlungen hat. Immer mehr Oppositionspolitiker fordern einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss. Nach bisher vorliegenden Informationen zahlt Lone Star rund 150 Millionen Euro für die Mittelstandsbank. Ein russischer Mitbieter, der angeblich einen wesentlich höheren Preis zu zahlen bereit war, kam nicht zum Zuge. Für die Rettung der IKB-Bank hatten die bundeseigene KFW-Bank und der Bund mehrere Milliarden Euro aufgebracht.

MADRID: Nach dem Absturz einer Passagiermaschine der Spanair hat sich die Zahl der Opfer erhöht. Wie der staatliche spanische Rundfunk RNE berichtet, erlag eine Passagierin im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Damit kamen bei dem Absturz der zweistrahligen Maschine vom Typ MD-80 am Mittwoch auf dem Madrider Flughafen Barajas insgesamt 154 Menschen ums Leben, 18 überlebten die Katastrophe. Die Linienmaschine war unmittelbar nach dem Start aus noch unbekannter Ursache abgestürzt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Östlich der Elbe wechselnd bewölkt mit Schauern. Sonst meist heiter oder locker bewölkt mit längeren sonnigen Abschnitten. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 17 und 23 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 14 Grad, bedeckt;

Berlin: 13 Grad, regnerisch;

Dresden: 12 Grad, regnerisch;

Köln/Bonn: 12 Grad, fast wolkenlos;

Frankfurt am Main: 12 Grad, freundlich und

München: 12 Grad, leicht bewölkt.

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