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Nachrichten

Sonntag, 23. September 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Trotz der heftigen Kritik der chinesischen Regierung wird Bundeskanzlerin Angela Merkel an diesem Sonntag das geistliche Oberhaupt der Tibeter, den Dalai Lama, empfangen. Obwohl das Gespräch im Kanzleramt als "privater Gedankenaustausch" bezeichnet wurde, hatte die Regierung in Peking wegen der Pläne den deutschen Botschafter einbestellt. Peking drohte weitere Konsequenzen an. Ein für diesen Sonntag geplantes Rechtssymposium mit Bundesjustizministerin Brigitte Zypries in München wurde bereits kurzfristig abgesagt. Diese Absage erfolgte offiziell aus 'technischen Gründen'. China, das Tibet 1950 annektierte, kritisiert generell Treffen ausländischer Politiker mit dem Dalai Lama. Dieser gilt als Symbol des tibetischen Widerstands gegen die Besetzung seiner Heimat. Der Träger des Friedensnobelpreises lebt im indischen Exil.

RANGUN: In Birma ist es zur größten Demonstration gegen die Militärregierung seit Beginn der Protestaktionen im August gekommen. Nach Korrespondentenberichten marschierten zwischen zehn- und zwanzigtausend Menschen durch die Hauptstadt Rangun. Angeführt wurde die Demonstration von tausenden buddhistischen Mönchen. Zuschauer drückten ihre Soldarität mit den Mönchen aus, die seit sechs Tagen gegen die Militärs demonstrieren. Sicherheitskräfte hätten nicht eingegriffen, hieß es in den Berichten aus Rangun weiter. - Die Proteste hatten sich im August an einer drastischen Erhöhung der Preise für Benzin und Gas entzündet.

TOKIO: Die japanische Regierungspartei LDP hat den früheren Kabinettssekretär Yasuo Fukuda zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Damit wird der 71-Jährige aller Voraussicht nach auch Nachfolger des zurückgetretenen Ministerpräsidenten Shinzo Abe. Da die Liberaldemokraten im Unterhaus über eine klare Mehrheit verfügen, gilt die Wahl Fukudas zum Regierungschef am Dienstag als sicher. - Fukuda ist ein gemäßigt-konservativer Vertreter des Partei-Establishments der LDP, die Japan seit Jahrzehnten fast ununterbrochen regiert.

ISLAMABAD: In Pakistan sind zwei Wochen vor der geplanten Wiederwahl von Staatspräsident Pervez Musharraf zahlreiche führende Oppositionspolitiker festgenommen worden. Die Aktion in der Hauptstadt Islambad richtete sich unter anderem gegen Mitglieder der Muslim-Liga von Ex-Regierungschef Nawaz Sharif und ein Bündnis islamistischer Parteien. Sie hatten angekündigt, Musharrafs Wiederwahl ím Parlament am 6. Oktober verhindern zu wollen. Die Opposition verurteilte die Festnahmen als illegal und verfassungswidrig. Musharraf, der auch Armeechef ist, hatte sich 1999 an die Macht geputscht.

JERUSALEM: Die israelische Regierung hat beschlossen, rund 90 palästinensische Gefangene freizulassen. Die Entscheidung gilt als Geste der Unterstützung für Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas, zu dessen Organisation Fatah die meisten der Häftlinge gehören, die jetzt freikommen. Insgesamt sind in Israel rund 11.000 Palästinenser inhaftiert.

LIMA: Der ehemalige peruanische Präsident Alberto Fujimori ist von Chile an sein Heimatland ausgeliefert und dort sofort inhaftiert worden. Dem 69-Jährigen werden schwere Menschenrechtsverletzungen und Korruption während seiner Amtszeit von 1990 bis 2000 vorgeworfen. Ihm drohen bis zu 30 Jahren Haft. - Der japanisch-stämmige Fujimori hatte vor sieben Jahren während einer Asienreise seinen Rücktritt als Präsident erklärt und sich nach Japan begeben. 2005 wurde er in Chile bei der Einreise festgenommen. Am Freitag hatte das Oberste chilenische Gericht seiner Auslieferung an Peru zugestimmt.

BERLIN: Die Bundesregierung hat die Beschlüsse der UN-Klimakonferenz in Montreal begrüßt. Die in der kanadischen Stadt getroffenen Vereinbarungen seien ein wichtiger Beitrag zur Erholung der Ozonschicht, erklärte Umweltminister Sigmar Gabriel. Er würdigte insbesondere die Bereitschaft von Entwicklungs- und Schwellenländern, konkrete Verpflichtungen zum Produktionsstopp von klimaschädlichen Fluor-Chlor-Kohlen-Wasserstoffen einzugehen. Auf der Montrealer Konferenz hatten sich Teilnehmer aus 191 Staaten darauf verständigt, die FCKW-Herstellung in den Industriestaaten bis 2020 und in den Entwicklungsländern bis 2030 zu beenden.

HAMBURG: Der Film -und Fernsehregisseur Jürgen Roland ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Dies teilte der Norddeutsche Rundfunk mit. Roland gehörte zu den 'Männern der ersten Stunde' in Deutschlands Fernsehgeschichte. Zu seinen großen Erfolgen zählten Krimiserien wie 'Der Polizeibericht meldet', 'Stahlnetz' und 'Großstadtrevier'. Auch für das Kino drehte er Filme, darunter mehrere Edgar- Wallace-Streifen.

ZUM SPORT: Fußball-Bundesligist FC Energie Cottbus hat sich von seinem Trainer Petrik Sander getrennt. Die Mannschaft schaffte in dieser Spielzeit noch keinen Erstliga-Sieg und rutschte am Samstag nach einer Heimniederlage gegen Wolfsburg auf den letzten Tabellenplatz. Einen neuen Chefcoach präsentierte die Vereinsführung noch nicht. Es ist die erste Trainer-Entlassung in dieser Saison.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist sonnig, nur wenige Wolken. Im Südwesten dichtere Quellwolken, aber kaum Schauer. Höchsttemperaturen 20 bis 25 Grad Celsius.

Am Mittag meldeten bei zumeist fast wolkenlosem Himmel:

Hamburg und Frankfurt am Main: 19° sowie
Berlin, Dresden, Köln/Bonn und München: 20°.

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