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Nachrichten

Sonntag, 23. März 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NEU DELHI: Indien hat nach eigenen Angaben erfolgreich eine atomwaffenfähige Mittelsteckenrakete getestet. Die Agni-I-Rakete wurde von einer Insel an der Küste des östlichen Bundesstaats Orissa abgeschossen, wie das Militär mitteilte. Mit einer Reichweite von 700 Kilometern kann die Rakete auch Ziele in Pakistan treffen. Pakistan, das ebenfalls über Atomwaffen verfügt, wirft Indien vor, mit seinen Raketenbauprojekten einen Rüstungswettlauf in Südasien zu verursachen. Beide Staaten hatten im Zuge eines 2004 begonnenen Friedensprozesses vereinbart, sich gegenseitig über Raketentests zu informieren.

PEKING: Im Konflikt mit der tibetischen Protestbewegung verschärft China den Ton. In staatlichen Medien wurde zur -so wörtlich- 'Vernichtung der Clique des Dalai Lama' aufgerufen. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter wurde erneut beschuldigt, Drahtzieher der Unruhen zu sein und die Olympischen Spiele als Druckmittel zu missbrauchen. Der Friedensnobelpreisträger nehme Olympia als Geisel, um von China Zugeständnisse für eine Unabhängigkeit Tibets zu erzwingen. Die Niederschlagung der Proteste hatte im Westen eine Debatte über einen Boykott der Olympischen Sommerspiele in Peking ausgelöst. Auch in China wächst die Kritik. Eine Gruppe Intellektueller forderte die Regierung in Peking zum direkten Dialog mit dem Dalai Lama auf. In einem offenen Brief, der im Internet veröffentlicht wurde, forderten die 29 Unterzeichner die Regierung zu einem Stopp der gewalttätigen Unterdrückung auf und ermahnten gleichzeitig die demonstrierenden Tibeter zur Gewaltlosigkeit.

TAIPEH: Der Sieger der taiwanischen Präsidentschaftswahl, Ma Ying-jeou, will die Beziehungen seines Landes zu China grundlegend verbessern. Auf einer Pressekonferenz am Tag nach seinem Wahlsieg kündigte Ma an, er wolle zu einem Konsens zurückkehren, den Peking und Taipeh 1992 gefunden hätten. Demzufolge akzeptieren beide Seiten, dass es nur "ein China" gibt, interpretieren dies aber jeweils auf eigene Weise. Auch international hatte der Sieg des Oppositionskandidaten Ma bei der Präsidentenwahl Hoffnungen auf eine friedliche Lösung des Konflikts zwischen Taiwan und China geweckt. Der bisherige taiwanesische Präsident Chen Shui-bian hatte eine offensive Unabhängigkeitspolitik betrieben. Die chinesische Regierung drohte deshalb wiederholt damit, Taiwan im Falle einer Unabhängigkeitserklärung anzugreifen. Die Führung in Peking betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz.

KABUL: Bei einem gemeinsamen Militäreinsatz von afghanischer Armee und NATO-geführter ISAF-Truppe sind in der südlichen Provinz Urusgan mindestens 40 Taliban-Rebellen getötet worden. Wie das Verteidigungsministerium in Kabul mitteilte, wurden zahlreiche Waffen beschlagnahmt, darunter Raketen und schwere Maschinengewehre, sowie ein Polizeifahrzeug. Ebenfalls im Süden Afghanistans wurden bei einem Sprengstoffanschlag zwei US-Soldaten getötet. Eine Mine sei auf einer vielbefahrenen Straße in der Provinz Kandahar explodiert, als die beiden Soldaten dort mit ihrem Fahrzeug auf Patrouille waren, bestätigte das US-Militär.

ROM: Mit Zehntausenden von Gläubigen und Touristen feiert Papst Benedikt XVI. auf dem Petersplatz in Rom die Ostermesse. Anschließend wird er den traditionellen Segen 'Urbi et Orbi' - der Stadt und dem Erdkreis - spenden. Mit der Osterwache im Petersdom hatte er in der Nacht den Höhepunkt der diesjährigen Osterfeierlichkeiten eingeleitet. Während des Gottesdienstes taufte der Papst sieben Erwachsene. Zu Beginn der Messe hatte Benedikt das Osterlicht entzündet, das die Auferstehung Jesu von den Toten symbolisiert.

MÜNCHEN: Die Löhne in Deutschland sind nach Ansicht des Erzbischofs von München und Freising, Reinhard Marx, im unteren Bereich zu niedrig. Wer arbeitet, sollte mehr haben als ein Arbeitsloser, sagte Marx der 'Bild am Sonntag'. Allerdings müsse der Staat einem Empfänger von Arbeitslosengeld II auch so viel geben, dass er seine Kinder anständig ernähren könne. Der katholische Geistliche bezeichnete die soziale Lage in Deutschland insgesamt als schwierig. In der Mittelschicht sei die Angst abzusteigen größer geworden. Zudem wachse die Kluft zwischen armen und reichen Menschen. Ähnlich äußerte sich auch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Wolfgang Huber.

ALGIER: Die Organisation Erdöl exportierender Länder rechnet mit einem anhaltend hohen Ölpreis in diesem Jahr. Der Preis dürfte sich zwischen 80 und 110 Dollar pro Barrel bewegen, sagte OPEC-Präsident Chakib Khelil. Dafür sei aber nicht das Ölkartell verantwortlich, obwohl dies von den westlichen Industrienationen gerne so dargestellt werde, fügte Khelil hinzu. Ursachen seien vielmehr die Probleme der US-Wirtschaft und die Dollar-Schwäche.

ZUM SPORT: Formel 1-Weltmeister Kimmi Räikkönen hat den Großen Preis von Malaysia gewonnen. Der finnische Titelverteidiger setzte sich in Sepang beim zweiten Rennen der Saison vor dem Polen Robert Kubica im BMW-Sauber durch. Der Finne Heikki Kovalainen belegte im McLaren-Mercedes den dritten Rang. Bester Deutscher wurde Nick Heidfeld im BMW-Sauber auf Platz sechs.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Südosten stark bewölkt mit Schnee oder Schneeregen. Sonst freundlicher mit längeren Aufheiterungen. Es bleibt kalt mit Tageshöchstwerten zwischen minus zwei bis plus fünf Grad.

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