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Nachrichten

Sonntag, 23. Dezember 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 11-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BANGKOK: In Thailand wählen die Bürger an diesem Sonntag ein neues Parlament. Durch die Abstimmung soll 15 Monate nach dem Militärputsch die Demokratie in dem südostasiatischen Land wieder hergestellt werden. Allen Umfragen zufolge kann die dem gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra nahestehende 'Partei der Volksmacht' mit einem Sieg rechnen. Thaksin, dem Korruption in zahlreichen Fällen vorgeworfen wird, erfreut sich dennoch weiter großer Beliebtheit bei der ärmeren Bevölkerung. Eine absolute Mehrheit der Partei gilt aber als unwahrscheinlich. Die rund 45 Millionen wahlberechtigten Thailänder müssen insgesamt 480 Parlamentsmandate neu bestimmen.

TASCHKENT: In der zentralasiatischen Republik Usbekistan finden an diesem Sonntag Präsidentschaftswahlen statt. Der seit 18 Jahren autoritär regierende Staatschef Islam Karimow gilt als klarer Favorit. Seine drei Gegenkandidaten sind weitgehend unbekannt, die Opposition durfte keinen eigenen Präsidentschaftsbewerber aufstellen. Nach Ansicht von Regierungsgegnern hätte Karimow nicht wieder antreten dürfen, da seine zweite und gemäß Verfassung letzte Amtszeit bereits zu Jahresbeginn abgelaufen war. Insgesamt sind 16,2 Millionen Usbeken zu der Abstimmung aufgerufen.

KABUL: Der italienische Ministerpräsident Romano Prodi ist zu einem unangekündigten Besuch in Afghanistan eingetroffen. In der Hauptstadt Kabul kam er mit Präsident Hamid Karsai und Kommandeuren der Schutztruppe ISAF zusammen. Einzelheiten der Gespräche wurden nicht bekannt. Vorgesehen ist zudem ein Treffen Prodis mit italienischen Soldaten in Herat im Westen Afghanistans. Dort sind die meisten der rund 2.000 italienischen ISAF-Angehörigen stationiert. Ähnliche Besuche hatten in den vergangenen Tagen auch der französische Präsident Nicolas Sarkozy sowie Australiens neuer Premierminister Kevin Rudd absolviert.

ANKARA: Die türkische Luftwaffe hat wieder Angriffe auf mutmaßliche Stellungen kurdischer Rebellen im Norden des Irak geflogen. Auch die Artillerie habe nordirakisches Gebiet unter Beschuss genommen, teilte der türkische Generalstab mit. Nach seinen Angaben wurden bei dem Einsatz zahlreiche Kämpfer der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK getötet. Genaue Informationen lägen aber noch nicht vor. - Der Konflikt zwischen den PKK-Kämpfern und der türkischen Armee war eskaliert, nachdem Rebellen auf der türkischen Seite der Grenze mehrfach Soldaten getötet hatten. Die Türkei versucht nun, die Rückzugsstellungen der PKK im Irak zu zerstören.

NEW YORK: Gegen den Widerstand der USA hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen den UN-Haushalt für die kommenden zwei Jahre beschlossen. Es ist das erste Mal seit zwei Jahrzehnten, dass der Etat nicht einvernehmlich gebilligt wurde. Streitpunkt ist ein Haushaltsposten zur Finanzierung einer Anti-Rassismus-Konferenz. Die USA kritisieren, dass 2001 auf der letzten UN-Konferenz dieser Art anti-israelische Töne angeschlagen worden seien. Außerdem bemängelten US-Diplomaten, dass der Verwaltungsetat im neuen Budget um ein Viertel aufgestockt wurde. Insgesamt sieht der Haushalt für 2008/2009 Ausgaben von umgerechnet rund 2,9 Milliarden Euro vor. Die USA als größter Geldgeber kommen für etwa 22 Prozent der Summe auf.

JERUSALEM: Die israelische Regierung treibt nach Informationen der Friedensbewegung 'Peace Now' den umstrittenen Siedlungsausbau in den besetzten Gebieten weiter voran. Im Haushalt für 2008 seien bereits Gelder für den Bau von 750 neuen Wohnungen eingeplant, teilte ein Sprecher von 'Peace Now' mit. Danach sollen 250 Wohnungen in Maale Adumim, der größten Siedlung im Westjordanland, entstehen. Die restlichen 500 Neubauwohnungen seien in der Siedlung Har Homa im Ostteil Jerusalems vorgesehen. Die USA und die EU haben bereits heftige Kritik an dem geplanten Ausbau von Har Homa geübt.

BERLIN: Die Bahn hat sich nach den Worten ihres Aufsichtsrates Georg Brunnhuber für einen weiteren Streik der Lokführergewerkschaft GDL gerüstet. Brunnhuber sagte der 'Bild am Sonntag', zwar werde die Bahn alles tun, den Tarifkonflikt bis zum 7. Januar zu lösen. Doch wenn die GDL sich stur stelle und streike, sei die Bahn gewappnet. Rund 1.000 zusätzliche Lokführer stünden bei einem erneuten Ausstand zur Verfügung. So könnten mehr als 80 Prozent der Züge fahren, kündigte Brunnhuber an. Er ergänzte, im Fall eines unbefristeten Streiks billige der Aufsichtsrat ausdrücklich eine harte Linie der Bahn. Brunnhuber reagierte damit auf jüngste Stellungnahmen der GDL. Ihr Chef Manfred Schell hatte gesagt, die GDL könne ab dem 7. Januar unbefristete Streiks im Personen- und Güterverkehr beginnen, sollte es mit der Bahn keine Einigung geben.

BERLIN: Die dreifache Biathlon-Weltmeisterin Magdalena Neuner, Turn-Ass Fabian Hambüchen und die Handball-Weltmeister um Bundestrainer Heiner Brand sind die deutschen 'Sportler des Jahres' 2007. Das ergab die unter mehr als 1.000 Sportjournalisten durchgeführte Wahl.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vielfach sonnig und trocken. Im Norden dichtere Wolken, dort örtlich Regen oder Schnee. Tageshöchstwerte minus zwei bis plus fünf Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: -1, dunstig;
Berlin: -7 Grad, dunstig;
Dresden: - 6 Grad, dunstig;
Köln/Bonn: - 3 Grad, bewölkt;
Frankfurt am Main - 5 Grad, dunstig und
München: - 5 Grad, Eisnebel.

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