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Nachrichten

Sonntag, 22. November 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Die Gesundheitsreform von US-Präsident Barack Obama hat eine weitere Hürde genommen. Im Senat stimmten die oppositionellen Republikaner zwar dagegen die Debatte über die Gesundheitsreform aufzunehmen. Sie wurden aber überstimmt von den demokratischen Senatoren, die geschlossen für die Debatte votierten. Damit befasst sich nun auch der US-Senat mit der Neuordnung des Gesundheitswesens. Präsident Obama will allen US-Bürgern den Zugang zu einer Krankenversicherung ermöglichen. Er sellbst hat das als sein wichtigstes innenpolitisches Ziel bezeichnet. Das milliardenschwere Projekt soll auch durch Steuererhöhungen für Besserverdienende finanziert werden. Gegenwärtig sind mehr als 40 Millionen Amerikaner ohne Krankenkasse.

TEHERAN: Im Iran ist ein reformorientierter früherer Vize-Präsident einem Zeitungsbericht zufolge zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Mohammad Ali Abtahi werde vorgeworfen, die Proteste nach der Präsidentenwahl im Juni geschürt zu haben, berichtet die Zeitung Jahan-e Eqtesad. Abtahi war von 1997 bis 2005 Vize-Präsident der Islamischen Republik. Er hatte sich an den Protesten gegen die Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad beteiligt.--Die iranische Opposition wirft der geistlichen Führung des Landes um Ajatollah Ali Chamenei massive Wahlfälschung vor. Etwa 4.000 Regierungsgegner wurden verhaftet, mehrere von ihnen sind zum Tode verurteilt worden.

TEL AVIV: Die israelische Luftwaffe hat wieder Ziele im Gazastreifen angegriffen. Nach Angaben aus Militärkreisen wurden zwei Waffenwerkstätten und ein Schmugglertunnel an der Grenze zu Ägypten bombardiert. Die Luftschläge seien eine Reaktion auf den Abschuss einer Rakete aus dem Gazastreifen auf die Stadt Sderot. Nach palästinensischen Angaben wurden fünf Menschen verletzt. --- Am Samstag hatte die im Gazastreifen herrschende radikal-islamische Hamas erklärt, sie habe sich mit kleineren militanten Gruppen darauf verständigt, die Raketenangriffe auf israelische Ortschaften einzustellen. Ziel der Feuerpause sei es, israelische Vergeltungsangriffe zu vermeiden und den Wiederaufbau des Gazastreifens nach der israelischen Militäroffensive vom Beginn des Jahres voranzubringen.

BUKAREST: In Rumänien wird ein neuer Präsident gewählt. Stimmberechtigt sind rund 18 Milllionen Rumänen. Als wichtigster Herausforderer von Amtsinhaber Traian Basescu von der Demokratischen Partei gilt der Sozialdemokrat Mircea Geoana. Eine absolute Mehrheit für einen der beiden Kandidaten ist Umfragen zufolge im ersten Durchgang nicht zu erwarten. Damit dürfte es Anfang Dezember zu einer Stichwahl kommen. Die oppositionellen Sozialdemokraten hatten im Oktober eine Mitte-Links-Koalition aufgekündigt. Auch wegen dieser Regierugskrise haben Institutionen wie der Internationale Währungsfonds Kreditzahlungen gestoppt.

BERLIN: Die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach, will Zeitungsberichten zufolge auf FDP-Chef Guido Westerwelle zugehen und über die Besetzung des Stiftungsrates für das Berliner Zentrum gegen Vertreibung reden. Westerwelle hatte zuvor eine Nominierung Steinbachs für den Beirat kritisiert und sie aufgefordert persönliche Interessen zurück zu stellen. Wie der Kölner Stadtanzeiger schreibt, ist Westerwelle zu einem Treffen nicht bereit. Ein Gespräch könne nichts an seiner Einschätzung ändern, dass eine Berufung Steinbachs eine untragbare Belastung für das deutsch-polnische Verhältnis sei.-- Der frühere Thüringische Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) kritisierte die Blockadehaltung Westerwelles und forderte ein Einlenken der FDP im Streit um die Vertriebenen-Präsidentin.

FRANKFURT AM MAIN: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will im Kampf gegen die Wettmafia schnell handeln. Die beteiligten Spieler und Funktionäre sollten schnell bestraft werden. Sobald beweiskräftige Unterlagen vorliegen würden, werde das Sportgericht und der Kontrollausschuss die sportgerichtlichen Maßnahmen treffen, sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger. Unterdessen hat Ligaverbandspräsident Reinhard Rauball Kritik an der Informationspolitik der Bochumer Staatsanwaltschaft geübt, die in dem jüngsten Wettskandal ermittelt. Man sei über die Vorwürfe erst in der Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft in Kenntnis gesetzt worden, sagte Rauball.--Die Staatsanwaltschaft Bochum hatte am Freitag Ermittlungen gegen eine internationale Bande wegen des Verdachts des Betrugs und der Manipulation von rund 200 Fußballspielen bekanntgegeben.

BERLIN: Die Bundesregierung ist beunruhigt über den Konkurrenzkampf in Europa zur Rettung von Opel-Standorten. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) sagte, es müsse im Interesse aller beteiligten Staaten liegen, einen Subventionswettlauf zu vermeiden. Erneut lehnte Brüderle deutsche Staatshilfen ab und wandte sich gegen eine Sonderbehandlung des Autobauers. Laut Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" haben Großbritannien, Spanien und Polen der Opel-Mutter General Motors (GM) Kreditbürgschaften und Steuererleichterungen in Aussicht gestellt. Auch Belgien hatte Staatshilfen versprochen.

JAKARTA: Vor der indonesischen Insel Sumatra ist eine Fähre mit mehr als 200 Menschen an Bord gesunken. Das Schiff sei in ein Unwetter geraten, teilte die Polizei mit, ohne zunächst Angaben über mögliche Opfer zu machen. Im Inselstaat Indonesien sind Fähren wichtige Transportmittel. Wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen und weil die Fähren oft überladen sind, kommt es häufig zu Unglücken.

PEKING: Einen Tag nach der Schlagwetterexplosion in einem Kohlebergwerk im Nordosten Chinas ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 87 angestiegen. Etwa 20 Bergarbeiter seien noch in 400 Metern Tiefe eingeschlossen, melden staatliche Medien. Mehr als 100 Rettungskräfte suchten nach ihnen. 420 Kumpel hätten sich selbst in Sicherheit bringen können oder seien gerettet worden. Die Gasexplosion hatte sich in der Nacht zum Samstag ereignet. Zu dem Zeitpunkt arbeiteten mehr als 520 Bergleute auf der Zeche Xinxing in der an Russland grenzenden Provinz Heilongjiang.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Die Regenwolken ziehen nach Osten ab, im Westen am Nachmittag größere Auflockerungen und zeitweise trockene Abschnitte. Es bleibt weiterhin sehr mild bei 8 bis 15 Grad.

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