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Nachrichten

Sonntag, 22. März 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PEKING: In einer tibetischen Region im Nordwesten Chinas haben nach amtlichen Angaben mehrere hundert Menschen eine Polizeiwache gestürmt und dabei Polizisten und Verwaltungspersonal verletzt. Sechs Demonstranten seien festgenommen worden, 89 weitere hätten sich den Behörden gestellt, berichtete die Agentur Xinhua aus der Ortschaft Gyala in der Provinz Qinghai. Bei den festgesetzten Personen handele es sich mit wenigen Ausnahmen um tibetische Mönche aus dem Kloster Ragya.

ISLAMABAD: Die pakistanische Regierung hat sich dem massiven Druck der Opposition gebeugt und den vor 16 Monaten entlassenen Obersten Richter des Landes wieder eingesetzt. Richter Iftikhar Muhammad Chaudhry habe pünktlich um Mitternacht seine Arbeit wieder aufgenommen, wurde in Islamabad mitgeteilt. Vereinzelt kam es zu Sympathiekundgebungen. Chaudhry und 60 weitere Richter waren 2007 unter der Militärregierung von Präsident Pervez Musharraf abgesetzt worden. Der neue Staatschef Asif Ali Zardari hatte ihre Wiedereinsetzung versprochen, zunächst aber nicht umgesetzt. Die Opposition warf Zardari vor, er fürchte wegen früherer Korruptionsfälle nun selbst Ziel der Justizbehörden zu werden.

KUNDUZ: Ein amerikanischer Militäreinsatz im Norden Afghanistans hat neue Kritik der einheimischen Behörden ausgelöst. Während die US-Streitkräfte berichteten, in der Provinz Kundus fünf militante Islamisten getötet zu haben, erklärte die lokale Polizei, bei sämtlichen Opfern handele es sich um Zivilisten. Der Bürgermeister des Bezirks Imam Sahib bestätigte, der Angriff habe seinem Haus gegolten, die Getöteten seien zwei seiner Wachleute und drei Hausangestellte. Die hohe Zahl ziviler Opfer ist einer der zentralen Konfliktpunkte zwischen den Regierungen in Washington und Kabul.

BRÜSSEL: Der dänische Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen hat beste Chancen, neuer NATO-Generalsekretär zu werden. Wie in Deutschland, Frankreich und Großbritannien wachse auch erstmals in den USA die Unterstützung für den 56jährigen Dänen, hieß es übereinstimmend von NATO-Diplomaten in Brüssel und aus Washingtoner Regierungskreisen. US-Vizepräsident Joe Biden hatte kürzlich noch den traditionellen Anspruch der Europäer auf den politischen Spitzenposten der NATO infrage gestellt. Eine Entscheidung über die Nachfolge von Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer könnte beim NATO-Gipfel Anfang April in Straßburg und Baden-Baden fallen.

SKOPJE: In Mazedonien sind an diesem Sonntag knapp 1,8 Millionen Stimmberechtigte aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Nach der von Gewalt überschatteten Parlamentswahl vom Juni 2008 gilt die Abstimmung in der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik als Demokratietest. Da in der ersten Wahlrunde vermutlich keiner der sieben Präsidentschaftskandidaten die erforderliche absolute Mehrheit erhalten wird, ist für den 5. April eine Stichwahl angesetzt.

LEIPZIG: Die Strategie zu einer möglichen Rettung des angeschlagenen Autobauers Opel ist innnerhalb der Bundesregierung weiterhin heftig umstritten. Eine direkte Staatsbeteiligung an Opel komme "überhaupt nicht in Frage", sagte Unionsfraktionschef Volker Kauder der "Leipziger Volkszeitung". Auch bei anderen Unternehmen seien Tausende von Arbeitsplätzen in Gefahr, so Kauder. Bei Opel seien zunächst einmal "eine sich engagierende Hausbank" und ein neuer Investor notwendig. Bundesarbeitsminister Olaf Scholz von der SPD sprach sich in der "Bild am Sonntag" hingegen dafür aus, der Staat solle notfalls bei Opel einsteigen. Eine Pleite könne teurer werden als eine Rettung.

HAMBURG: Der rheinland-pfälzische SPD-Ministerpräsident Kurt Beck hat sich nach dem Amoklauf von Winnenden gegen ein schärferes Waffenrecht und unangemeldete Kontrollen bei Waffenbesitzern ausgesprochen. Diese Vorschläge entstünden aus Hilflosigkeit und dem Drang wahrgenommen zu werden, sagte er dem 'Hamburger Abendblatt'. Nichts könne verhindern, dass Menschen so unverantwortlich mit ihren Gewehren und Pistolen umgingen, wie das bei den Eltern des Amokläufers offensichtlich der Fall gewesen sei. Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzlerin Angela Merkel und auch Eltern der Opfer hatten sich dagegen für politische Konsequenzen ausgesprochen.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama hat seinem wegen der Bonus-Affäre beim Versicherungskonzern AIG unter Druck geratenen Finanzminister Timothy Geithner demonstrativ den Rücken gestärkt. Er würde ein Rücktrittsgesuch Geithners nicht annehmen, sagte Obama im US-Fernsehen. Der Minister habe einen Rückzug auch nicht erwogen. Geithners Ministerium war frühzeitig darüber informiert, dass AIG seinen führenden Managern Sonderzulagen zahlt, obwohl das Unternehmen mit Milliardenhilfen von der Regierung vor dem Zusammenbruch bewahrt wurde. Nach neuen Erkenntnissen belaufen sich die Bonus-Zahlungen auf 218 Millionen Dollar, rund 50 Millionen mehr, als bisher angenommen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden meist freundlich, sonst zunehmend bewölkt, im Nordosten gebietsweise Regen. Höchstwerte sechs bis zehn Grad Celsius.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 6 Grad, regnerisch;

Berlin: 5 Grad, regnerisch;

Dresden: 3 Grad, bedeckt;

Köln/Bonn: 1 Grad, regnerisch;

Frankfurt am Main: 1 Grad, wolkig und

München: 1 Grad, wolkig.

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