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Nachrichten

Sonntag, 22. Juni 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

DSCHIDDA: Vor Beginn eines internationalen Krisengipfels zum Ölpreis hat der Präsident der Organisation Erdölexportierender Länder, Tschakib Chelil, eine Erhöhung der weltweiten Fördermenge abgelehnt. Die Rekordpreise für Erdöl hätten sich unabhängig vom Angebot und der Nachfrage entwickelt, sagte Chelil im saudiarabischen Dschiddah. Dort wollen das OPEC-Kartell, andere Förderländer, Importstaaten, Ölkonzerne und Vertreter großer Investmentbanken über Maßnahmen gegen den hohen Ölpreis beraten. Kuwait erklärte hingegen, die OPEC werde die Produktion erhöhen, falls die Märkte dies verlangten. Auch Saudi-Arabien hat eine höhere Fördermenge in Aussicht gestellt. Der deutsche Wirtschaftsminister Michael Glos plädierte dafür, durch Einsparungen und Effizienz zu einer Entspannung beim Ölpreis beizutragen.

DAMASKUS: Inspektoren der Internationalen Atomenergie-Organisation sind zu einem dreitägigen Besuch in Syrien eingetroffen, um die Überreste einer angeblichen Atomanlage zu inspizieren. Die USA hatten der Regierung in Damaskus im April vorgeworfen, mit der Hilfe Nordkoreas den Bau eines Atomreaktors betrieben zu haben. Die Anlage wurde nach US-Geheimdienstangaben im September 2007 bei einem israelischen Luftangriff zerstört. Syrien bestreitet den Betrieb einer Atomanlage und spricht von einer 'militärischen Einrichtung'. Präsident Bashar al-Assad sagte den UN-Inspektoren seine Kooperation zu.

TEL AVIV: Drei Tage nach Inkrafttreten einer Waffenruhe hat Israel begonnen, die Granzübergange zum Gaza-Streifen für den Transport von Waren zu öffnen. Die vorerst auf sechs Monate befristete Waffenruhe zwischen Israel und den militanten Gruppen im Gazastreifen war am Donnerstag in Kraft getreten. Bleibt sie dauerhaft stabil, sollen weitere Transportbeschränkungen in das von der radikal-islamischen Hamas beherrschte Gebiet wegfallen. Die Eltern des entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit haben Klage gegen die Aufhebung der Blockade eingereicht. Dadurch verlöre Israel ein Druckmittel bei den Verhandlungen um eine Freilassung ihres Sohnes, hießt es zu Begründung. Schalit war vor zwei Jahren von militanten Palästinensern entführt und in den Gazastreifen verschleppt worden.

SEOUL: Im Streit um die Einfuhr von amerikanischem Rindfleisch nach Südkorea ist es wieder zu Ausschreitungen gekommen. In der Hauptstdt Seoul lieferten sich Demonstranten Straßenschlachten mit der Polizei. Nach Polizeiangaben wurden zahlreiche Menschen verletzt. Zwölf Demonstranten seien festgenommen worden. Die südkoreanische Regierung hatte den Importstopp, der aus Furcht vor mit BSE infiziertem Fleisch erlassen worden war, im April aufgehoben. Die USA hatten angedroht, andernfalls ein Freihandelsabkommen mit Südkorea nicht zu ratifizieren. Seit dem kam es wiederholt zu Massenprotesten.

DRESDEN: In Sachsen hat die zweite Runde der Kommunalwahlen begonnen. In vier Kreisen sowie in 41 Städten und Gemeinden hatte es bei der Wahl von Landräten und Bürgermeistern vor zwei Wochen keinen Sieger gegeben. Mit Spannung werden besonders die Ergebnisse der Oberbürgermeisterwahlen in Dresden und Zwickau sowie der Landratswahl im Kreis Leipzig erwartet. In der ersten Runde hatte sich die CDU als stärkste Kraft in Sachsen behauptet. Die rechtsextreme NPD verzeichnete deutliche Stimmengewinne.

MÜNCHEN: Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat sich für den umstrittenen Ausbau der Großflughäfen in Frankfurt und München ausgesprochen. Im Nachrichtenmagazin 'Focus' forderte der Minister leistungsfähige Flughäfen. Tiefensee verwies vor allem darauf, dass sich die Zahl der Fluggäste bis 2020 im Vergleich zum Jahr 2000 auf rund 300 Millionen mehr als verdoppeln werde.

MANILA: Durch den Taifun 'Fengshen' ist vor der Küste der Philippinen eine Personenfähre mit mehr als 740 Menschen gesunken. Das Schiff war am Samstag in dem schweren Sturm vor der Insel Sibuyan auf Grund gelaufen und später gekentert. Unklar ist das Schicksal der Menschen an Bord. In ersten Berichten war von vier Toten die Rede. Die Küstenwache unternahm am Sonntag einen weiteren Versuch, das Schiff zu erreichen. Erste Rettungsversuche waren am schlechten Wetter und dem hohen Wellengang gescheitert. Der Taifun tobt seit Freitag über den Philippinen und hinterlässt eine Schneise der Verwüstung. Laut einer offiziellen Bilanz kamen bislang mehr als 60 Menschen ums Leben. Besonders betroffen ist die zentrale Provinz Iloilo. Der Tropensturm verwandelte selbst kleine Wasserläufe in reißende Ströme. Zahlreiche Ortschaften stehen unter Wasser.

KIEL: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt die 114. Kieler Woche eröffnet. Mit einem Schiffshorn gab Merkel auf dem Rathausplatz das Startsignal für das Volksfest, zu dem bis zum 29. Juni drei Millionen Besucher erwartet werden. An den traditionellen Segelregatten nehmen rund 4.500 Sportler aus mehr als 50 Ländern teil. Während der Kieler Woche feiert die Bundesmarine auch den 50. Geburtstag ihres Schulschiffes 'Gorch Fock'.

ZUM FUSSBALL: Russland hat für die bisher größte Sensation bei der Europameisterschaft gesorgt: Das Team von Trainer Guus Hiddink bezwang im dritten Viertelfinalspiel die als Favorit geltenden Niederlande mit 3 : 1 nach Verlängerung. Der Gegner der russischen Nationalmannschaft im EM-Halbfinale wird an diesem Sonntag in der Partie zwischen Weltmeister Italien und Spanien bestimmt. Russland feierte mit Hupkonzerten, Jubel und Feuerwerk das unerwartete Weiterkommen seiner Mannschaft. In Basel, wo das Spiel ausgetragen wurde, kam es zu vereinzelten Auseinandersetzungen zwischen holländischen und russischen Fans.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vor allem im Süden und Osten viel Sonne. Von Nordwesten her aufkommende Schauer. Tageshöchsttemperarturen zwischen 25 und 32 Grad Celsius.

Am Morgen meldeten bei zumeist wolkenlosem Himmel:
Hamburg: 17 Grad;
Berlin und Dresden: 18 Grad sowie
Köln/Bonn, Frankfurt am Main und München: 21 Grad.

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