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Nachrichten

Sonntag, 22. August 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

GEILENKIRCHEN: Die NATO beginnt an diesem Sonntag mit einer Versorgungs-Luftbrücke für die Flutopfer in Pakistan. Eine erste Frachtmaschine startet im nordrhein-westfälischen Geilenkirchen. Das Flugzeug bringt vor allem Pumpen, Zelte und Stromgeneratoren in die Katastrophengebiete. Der Internationale Währungsfonds wird in der kommenden Woche in Washington mit der pakistanischen Regierung über weitere Hilfsmöglichkeiten beraten. Dabei soll neben der Frage, wie der IWF helfen kann, auch darüber gesprochen werden, was Pakistan selbst tun kann, um die Krise zu bewältigen.

JERUSALEM: Israel hat die Inbetriebnahme des ersten iranischen Atomkraftwerks scharf kritisiert. Es sei völlig inakzeptabel, dass ein Land, das so offenkundig internationale Vereinbarungen verletzte, in den Genuss der Atomenergie kommen solle, sagte ein Sprecher des israelischen Außenministeriums. Zugleich forderte er die internationale Gemeinschaft auf, den Druck auf den Iran zu erhöhen, damit dieser seine Urananreicherung einstelle. Der Iran hatte zuvor mit russischer Hilfe die Inbetriebnahme seines ersten Atomkraftwerkes in Buschehr eingeleitet.

CANBERRA: Nach der Parlamentswahl in Australien droht dem Land eine Hängepartie. Nach Angaben der Wahlkommission liegen nach Auszählung von rund 75 Prozent der Stimmen die regierende Labour-Partei und das Oppositionsbündnis unter Führung der konservativen Liberalen gleichauf bei je 71 Sitzen. Damit scheint es unwahrscheinlich, dass eine der beiden Parteien noch eine absolute Mehrheit im 150 Sitze zählenden Repräsentantenhaus erringen kann. Sowohl Ministerpräsidentin Gillard als auch Oppositionsführer Abbott kündigten an, sie wollten sich um die Bildung einer Regierung mit Unterstützung unabhängiger Abgeordneter bemühen. Gillard führte bereits Gespräche mit den Grünen.

HAMBURG: Verfassungsschutz-Präsident Fromm hält eine Beobachtung der Linkspartei auch in Zukunft für notwendig. Die Wahl von Sahra Wagenknecht zur stellvertretenden Parteivorsitzenden belege, dass die extremistischen Strömungen bei der Beurteilung der Partei nicht vernachlässigt werden dürften, sagte Fromm dem "Hamburger Abendblatt". Wagenknecht sei die einstige Galionsfigur der Kommunistischen Plattform gewesen. Die Linke unterhalte außerdem enge Kontakte zu ausländischen kommunistischen Organisationen. Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz wies zugleich aber darauf hin, dass die Beobachtung der Partei nicht mit nachrichtendienstlichen Mitteln erfolge, sondern nur auf der Grundlage allgemein zugänglicher Quellen.

BERLIN: Künstler und Politiker haben die Verdienste des an Krebs gestorbenen Regisseurs und Filmemachers Christoph Schlingensief gewürdigt. Die österreichische Schriftstellerin Elfriede Jellinek bezeichnete Schlingensief als einen der größten Künstler, der je gelebt habe. Der Theatermacher Frank Baumbauer sprach von einem "großartigen Wachrüttler". Berlinale-Direktor Dieter Kosslick sagte, Schlingensief habe im wahrsten Sinne gemacht, was er wollte. Grünen-Chefin Claudia Roth nannte ihn einen der radikalsten Künstler Deutschlands. Schlingensief, der am Samstag mit 49 Jahren seinem Krebsleiden erlag, war vor allem wegen seiner provokanten Theater- und Operninszenierungen einer der umstrittensten Vertreter der deutschen Kulturszene.

KAIRO: Kunstdiebe haben ein Van-Gogh-Gemälde im Wert von 50 Millionen Dollar aus einem Museum der ägyptischen Hauptstadt gestohlen. Eine erste Erfolgsmeldung, nach der das Stillleben "Vase und Blumen" bereits wenige Stunden später auf dem Kairoer Flughafen sichergestellt werden konnte, zog die Regierung inzwischen wieder zurück. Nach dem Gemälde werde immer noch gesucht, hieß es. - Das Bild, das auch unter dem Titel "Mohnblumen" bekannt ist, war nach Angaben der ägyptischen Regierung am Samstagvormittag während der Öffnungszeiten aus seinem Rahmen im Mahmud-Chalil-Museum in Kairo entwendet worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und in der Mitte zunehmend bewölkt und im Tagesverlauf Schauer und Gewitter, örtlich auch unwetterartig. Nur im Süden bleibt es noch sonnig. Am Morgen meldeten:

Hamburg: 21 Grad
Berlin: 22 Grad
Dresden: 22 Grad
Köln/Bonn: 21 Grad
Frankfurt am Main: 22 Grad
München: 22 Grad

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