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Nachrichten

Sonntag, 22. April 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag

PARIS: Bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich zeichnet sich eine hohe Beteiligung ab. Bis zum Mittag gaben nach Angaben des Innenministeriums in Paris schon mehr als 30 Prozent der 44,5 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab. - Um die Nachfolge von Staatschef Jacques Chirac bewerben sich insgesamt zwölf Kandidaten. Die größten Chancen werden dem konservativen Ex-Innenminister Nicolas Sarkozy und der Sozialistin Ségolène Royal eingeräumt. Aber auch der Zentrumspolitiker François Bayrou und der Rechtsextremist Jean-Marie Le Pen liegen nach Umfragen gut im Rennen. Falls keiner der Kandidaten - wie zu erwarten - die absolute Mehrheit erreicht, kommt es am 6. Mai zur Stichwahl zwischen den beiden Erstplatzierten. - Erste Hochrechungen werden kurz nach Schließung der Wahllokale um 20.00 MESZ erwartet.

ABUJA: Nach den Präsidenten- und Parlamentswahlen in Nigeria haben sich in- und ausländische Wahlbeobachter besorgt über chaotische Zustände und Gewaltakte geäußert. Die nigerianische Beobachterrgruppe TGM verlangte, die Abstimmung für ungültig zu erklären. Die Unregelmäßigkeiten seien zu gravierend gewesen. Der Leiter der EU-Beobachter-Kommission, Max van den Berg, erklärte, die Wahlen seien 'ausgesprochen schlecht gelaufen'. - Während der Abstimmung waren bei Auseinandersetzungen mehrere Menschen getötet worden. Aufgrund fehlender Stimmzettel wurden in einigen Bezirken die Wahlen für die Parlamentskammern in letzter Minute abgesagt. Erste Wahlergebnisse werden frühestens am Montag vorliegen.

KABUL: In der ostafghanischen Stadt Chost hat sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt und drei Zivilisten getötet. Zwei Polizisten wurden nach Behördenangaben verletzt. - Kurz zuvor wurden bei einem Bombenanschlag auf einem Markt in Chost der Besitzer eines Mobilfunkladens getötet und acht Menschen verletzt. In der Provinz Paktia im Südosten des Landes wurden nach amtlichen Angaben bei Gefechten fünf Taliban-Kämpfer und ein Polizist getötet.

BAGDAD: Zwei Selbstmordattentäter haben in der irakischen Hauptstadt mindestens zwölf Menschen Menschen in den Tod gerissen. Es gab etwa 80 Verletzte. Der Doppelanschlag richtete sich gegen einen Polizeiposten in El Bajaa im Südwesten Bagdads. In Falludscha, einer Sunniten-Hochburg westlich von Bagdad, wurde der vierte Bürgermeister binnen 14 Monaten ermordet. - In Bagdad wächst die Kritik am Bau einer Mauer zum Schutz einer sunnitischen Enklave. Gemeindevertreter von Asamija beklagten, die Mauer nehme die Einwohner in Sippenhaft und schränke ihre Bewegungsfreiheit zu stark ein. Die US-Armee erklärte, Asamija werde nach Ende der Arbeiten komplett von der Mauer umgeben sein. Sie soll Gewaltakte zwischen Sunniten und Schiiten verhindern.

DAMASKUS: In Syrien haben zweitägige Parlamentswahlen begonnen, die von der Opposition boykottiert werden. Wahlberechtigt sind rund sieben Millionen Menschen. Größere Veränderungen sind nicht zu erwarten, da zwei Drittel der 250 Sitze für die Baath-Partei von Präsident Baschar al-Assad und verbündete Kräfte reserviert sind. Die restlichen Mandate gehen an unabhängige Kandidaten, deren Bewerbung von der syrischen Regierung jedoch gebilligt werden musste.

SARAJEVO: Bei einem Brand in einem Waisenhaus der bosnischen Hauptstadt sind fünf Kinder ums Leben gekommen. Wie die Polizei weiter mitteilte, wurden 20 Waisen und eine Krankenschwester verletzt, einige von ihnen schwer. Das Feuer sei am frühen Morgen aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochen, während die Kinder schliefen.

BERLIN: Nach neuen Enthüllungen im Fall des vor 30 Jahren von der RAF ermordeten Generalbundesanwalts Siegfried Buback geraten die deutschen Sicherheitsbehörden in die Kritik. Mehrere Bundestagsabgeordnete forderten Aufklärung. Nach Informationen des 'Spiegels' ist dem Verfassungsschutz seit Jahren eine Aussage bekannt, wonach Buback vom RAF-Terroristen Stefan Wisniewski erschossen wurde. Bislang gilt der RAF-Terrorist Christian Klar, über dessen mögliche Begnadigung zuletzt debattiert worden war, als ein Hauptverantwortlicher für den Buback-Mord.

BERLIN: Die laufenden Auslandseinsätze der Bundeswehr sind teurer als zunächst geplant. Das Bundesfinanzministerium bestätigte einen Bericht der 'Wirtschaftswoche', wonach die Kosten für die Einsätze im vergangenen Jahr mit 894 Millionen Euro rund 13 Prozent über den Planungen lagen. Vor allem der Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan belastete das Budget: Statt kalkulierter 418 Millionen Euro kostete das Engagement dort 500 Millionen Euro.

BERLIN: Immer mehr Bezieher des so genannten Arbeitslosengeldes II legen nach einem Bericht des 'Focus' Widerspruch gegen die Bescheide der Behörden ein oder klagen dagegen. Bei der Bundesagentur für Arbeit seien in den ersten drei Monaten dieses Jahres knapp 188.000 Widersprüche gegen Bescheide eingegangen - rund 12 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Klagen sei sogar um 42 Prozent gestiegen.

MAGDEBURG: In Sachsen-Anhalt haben Kommunalwahlen begonnen. Knapp 1,6 Millionen Bürger sind aufgerufen, neue Landräte und Kreistage zu wählen. Die Wahl wurde wegen einer Kreisgebietsreform nötig. Durch die Reform verringert sich die Zahl der Landkreise von 21 auf 11. Bei den Kommunalwahlen 2004 hatte die CDU vorne gelegen, gefolgt von der Linkspartei.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wieder sonnig und trocken. Im Norden etwas Wolken. Tageswerte 15 bis 26 Grad, am Oberrhein bis 28 Grad.

Am Mittag meldeten bei zumeist wolkenlosem Himmel:

Berlin: 13 Grad;
Hamburg und Dresden: 14 Grad;
Köln/Bonn und München: 18 Grad sowie
Frankfurt am Main: 17 Grad.

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