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Nachrichten

Sonntag, 21. Oktober 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ANKARA: Bei Kämpfen zwischen der türkischen Armee und kurdischen Rebellen sind im Südosten der Türkei mindestens 13 Soldaten getötet und 15 weitere verletzt worden. Der Angriff der Kämpfer der Kurdischen Arbeiterpartei PKK habe sich an der Grenze zum Irak ereignet, teilten die türkischen Sicherheitskräfte mit. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan berief eine Krisensitzung des Kabinetts ein. Zugleich forderte er die Bevölkerung auf Ruhe zu bewahren. Der Konflikt zwischen der PKK und dem türkischen Staat hat mit der Genehmigung größerer Militäroperationen im Nordirak durch das Parlament in Ankara neue Brisanz erhalten. Die Türkei wirft den USA und dem Irak vor, nicht entschlossen genug gegen die etwa 3.000 PKK-Kämpfer vorzugehen, die die Grenzregion als Rückzugsgebiet nutzen.

TEHERAN: Die Gespräche des Iran mit dem EU-Außenbeauftragten Javier Solana kommende Woche werden von dem alten und dem neuen iranischen Chefunterhändler gemeinsam geführt. Ein Regierungssprecher in Teheran sagte, der am Samstag zurückgetretene Ali Laridschani werde mit seinem Nachfolger, Vize-Außenminister Saed Dschalili, gemeinsam nach Rom zu den Verhandlungen reisen. Er bekräftigte, dass es in der Verhandlungsposition seines Landes trotz des Rücktritts keine Veränderung geben werde. Dschalili gilt als enger Vertrauter von Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Dieser lehnt einen Stopp des Urananreicherungsprogramms ab.

KINSHASA: Wieder aufgeflammte Kämpfe im Osten der Demokratischen Republik Kongo haben eine neue Flüchtlingswelle ausgelöst. Korrespondenten berichteten, tausende Menschen seien in der Region Nord Kivu vor Gefechten zwischen lokalen Milizen und Rebellen geflohen. Uganda verstärkte unterdessen seine Truppen an der Grenze zum Kongo, um ein Einsickern von Kämpfern des Rebellengenerals Laurent Nkunda zu verhindern.

PEKING: Chinas Kommunistische Partei hat ihren Parteitag nach einer Woche mit der Einleitung eines Generationenwechsels beendet. Im künftigen neuen Zentralkomitee werden mehrere einflussreiche Politiker nicht mehr vertreten sein; sie scheiden aus Altersgründen aus. Unter ihnen sind Vize-Präsident Zeng Qinghong und Vize-Regierungschefin Wu Yi. Die 2.200 Delegierten verabschiedeten zudem das neue Entwicklungskonzept von Präsident Hu Jintao. Dabei soll mehr Wert auf die Umwelt sowie auf eine sozial ausgewogene Wirtschaftsentwicklung gelegt werden. Am Montag werden die Mitglieder des mächtigen neunköpfigen Ständigen Ausschusses des Zentralkomitees gewählt.

BERN: In der Schweiz sind die Parlamentswahlen zu Ende gegangen. Rund 4,9 Millionen Bürger waren aufgerufen, 200 Abgeordnete der Nationalversammlung sowie die Vertreter der Kantone im Ständerat, der zweiten Kammer, neu zu bestimmen. Nach den letzten Umfragen kann die rechtskonservative Schweizerische Volkspartei (SVP) des umstrittenen Justizministers Christoph Blocher auf Gewinne hoffen. Dagegen müssen die Sozialdemokraten als zweitstärkste Partei mit Einbußen rechnen. Der Wahlkampf war vor allem von den Kampagnen der SVP beherrscht. So erregte die Partei mit Themen wie Ausländerkriminalität und der Forderung nach einem Minarettverbot internationale Aufmerksamkeit.

LJUBLJANA: In Slowenien sind die Lokale für die Wahl eines neuen Staatspräsidenten geöffnet. Insgesamt können die 1,7 Millionen Stimmberechtigten zwischen sieben Kandidaten entscheiden, von denen nach letzten Umfragen keiner die absolute Mehrheit erhalten wird. Die meiste Unterstützung hat danach der frühere Regierungschef Lojze Peterle. Dieser führte die erste Regierung nach der Unabhängigkeit Sloweniens von Jugoslawien im Jahr 1991. Falls keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht, ist für den 11. November die Stichwahl angesetzt.

BERLIN: Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat sich für eine Kanzlerkandidatur von SPD-Chef Kurt Beck ausgesprochen. Beck sei der "natürliche Kandidat", sagte Gabriel dem 'Tagesspiegel am Sonntag'. Er begründete dies mit den Wahlerfolgen des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten. Auch tue es der SPD gut, wenn Kanzlerkandidatur und Parteivorsitz in einer Hand lägen. Zugleich warnte Gabriel seine Partei vor einem Zurückdrehen der Arbeitsmarktreformen. Wer die Reformen der Agenda 2010 schleifen wolle, gefährde die Grundlagen des Wirtschaftsaufschwungs und verstoße gegen die Interessen der Arbeitnehmer.

INNSBRUCK: In Deutschland begeht statistisch gesehen alle 47 Minuten ein Mensch Selbstmord, alle vier Minuten findet ein Suizidversuch statt. Dies wurde auf einer gemeinsamen Tagung der deutschen und der österreichischen Gesellschaft für Suizidprävention in Hall in Tirol mitgeteilt. Insgesamt begingen 2005 in der Bundesrepublik 10.260 Menschen Selbstmord. Damit starben mehr Menschen durch Suizid als durch Verkehrsunfälle, Mord, Totschlag, illegale Drogen und Aids zusammen. Im europäischen Vergleich habe Deutschland die dritthöchste Zahl von Selbstmorden, hieß es auf der Tagung weiter. Sie befasst sich vor allem mit suizidgefährdeten Jugendlichen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zunächst wolkig, nach Süden hin stark bewölkt und gelegentlicher Regen. Später nördlich der Mittelgebirge Aufheiterungen und meist trocken. Höchstwerte drei bis elf Grad.

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