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Nachrichten

Sonntag, 21. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Das Bundeskriminalamt (BKA) bewertet die bekanntgewordenen Szenarien für Terroranschläge in Deutschland als plausibel. In einem internen BKA-Papier werde der Sachverhalt unter Berücksichtigung vorliegender Erkenntnisse als "grundsätzlich glaubwürdig" eingeschätzt, berichtet die ARD-Fernesehsendung "Report Mainz". Demnach sei neben einem Attentat im Raum Berlin auch ein Anschlag mit Hilfe eines Zeitzünders geplant. BKA-Präsident Ziercke hatte am Samstag die Bevölkerung zu beruhigen versucht. Zu Panik und Hysterie bestehe kein Anlass, sagte er in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz.

FREIBURG: Mit einer Debatte über die künftige Gesundheitspolitik beenden die Grünen an diesem Sonntag ihren dreitägigen Bundesparteitag. Im baden-württembergischen Freiburg beraten die rund 700 Delegierten über den Umbau des Gesundheitssystems zu einer Bürgerversicherung, in die auch Selbstständige und Beamte einzahlen sollen. Strittig ist vor allem die Höhe der Beitragsbemessungsgrenze, also die Obergrenze des Einkommens für die Berechnung der Kassenbeiträge. - Am Samstag hatten die Grünen ihre Parteichefs Roth und Özdemir für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt.

LISSABON: Mehr als 20 Jahre nach Ende des Kalten Krieges rücken die NATO und Russland enger zusammen. Die 28 Staats- und Regierungschefs der NATO-Länder boten dem russischen Präsidenten Medwedew beim Gipfel in Lissabon an, bei der neuen Raketenabwehr in Europa zusammenzuarbeiten. Der Kreml-Chef nahm das beispiellose Angebot an, stellte aber unter anderem die Bedingung eines umfassenden Informationsaustausches. Man sehe Russland als Partner, nicht als Gegner, sagte US-Präsident Obama zum Abschluss des Treffens. Russland schloss mit der NATO ein erweitertes Transitabkommen für Afghanistan ab. Zugleich beschloss die Allianz, den Kampfeinsatz in Afghanistan bis Ende 2014 zu beenden.

LISSABON: Die Europäische Union und die USA wollen ihre Zusammenarbeit in der Gefahrenabwehr deutlich verstärken. Auf dem EU-USA-Gipfel in Lissabon vereinbarten beide Seiten, bei der Sicherheit der Luftfracht und der Abwehr von Attacken aus dem Internet enger zu koopieren. Zudem wollen die EU und die USA die Ungleichgewichte beiderseits des Atlantik abbauen.

NEW YORK: Das nordkoreanische Atomprogramm ist einem US-Zeitungsbericht zufolge weitaus umfangreicher, als bislang angenommen. Ein US-Atomexperte habe in der vergangenen Woche eine neue Anlage zur Atomanreichung in dem kommunistischen Land besuchen können, berichtet die "New York Times". Den Aussagen des Wissenschaftlers zufolge seien dort hunderte modernste Atomzentrifugen installiert. Der Wissenschaftler habe das Weiße Haus bereits über seine Erkenntnisse informiert.

PORT-AU-PRINCE: In Haiti werden zunehmend Forderungen nach einer Verschiebung der für nächsten Sonntag geplanten Präsidentenwahl laut. Vier der insgesamt 19 Bewerber um das Präsidentenamt teilten mit, es gebe vermehrt Hinweise darauf, dass die Cholera tatsächlich von UN-Blauhelm-Soldaten nach Haiti eingeschleppt worden sei. Von der Regierung in Port-au-Prince verlangen die Kandidaten, noch vor der Abstimmung den Ursprung der Epidemie untersuchen zu lassen und einen Plan zu deren Bekämpfung vorzulegen. Tausende Haitianer hatten in den vergangenen Tagen gegen die Blauhelmsoldaten demonstriert, die sie beschuldigen, die Cholera eingeschleppt zu haben.

ZUM FUSSBALL: Dortmund ist derzeit in der 1. Bundesliga nicht zu toppen. Die Westfalen gewannen in Freiburg mit 2:1. Sie liegen damit sieben Punkte vor Mainz, das in Mönchengladbach einen 3:2-Sieg holte. Dritter ist Leverkusen, das zu Hause 1:1 gegen München spielte. Die übrigen Ergebnisse der Samstagsspiele:

Schalke - Bremen 4:0,

Frankfurt - Hoffenheim 0:4,

Hannover - Hamburg 3:2 und

Nürnberg - Kaiserslautern 1:3.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist bedeckt oder neblig-trüb. Im Norden und Südwesten gelegentlich etwas Regen, sonst verbreitet trocken mit einigen Auflockerungen. Höchstwerte zwischen drei Grad im Vogtland und acht Grad am Rhein.

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