1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Sonntag, 21. Mai 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag.

BERLIN: Ein halbes Jahr nach ihrem Amtsantritt ist Bundeskanzlerin Angela Merkel zu ihrem ersten China-Besuch abgeflogen. Bei ihren Gesprächen mit Staats- und Parteichef Hu Jintao und Ministerpräsident Wen Jiabao am Montag in Peking will Merkel nach Angaben aus Berlin die Volksrepublik drängen, mehr globale Verantwortung zu übernehmen und für den westlichen Standpunkt im Atomkonflikt mit dem Iran werben. Zudem will die Kanzlerin die Lage der Menschenrechte in China thematisieren. Begleitet wird Merkel von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation.

KUWAIT-STADT: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hofft im Streit um das Atomprogramm des Iran auf eine stärkere Unterstützung aus den Ländern der Golfregion. Der SPD-Politiker sagte der Zeitung 'Tagesspiegel am Sonntag', die Golf-Staaten könnten noch deutlicher machen, dass der Iran selbst dafür sorgen müsse, dass der Konflikt nicht weiter eskaliere. - Steinmeier ist inzwischen zum Auftakt einer mehrtägigen Reise durch die Golfregion in Kuwait eingetroffen.

JERUSALEM: Israels Verteidigungsminister Amir Perez hat eine Untersuchung des jüngsten israelischen Luftangriffs auf Gaza-Stadt angeordnet. Perez wolle prüfen lassen, warum bei der gezielten Tötung eines Kommandeurs der radikalen Gruppe 'Islamischer Dschaihad' auch zwei Frauen und ein Kind ums Leben kamen, sagte ein Ministeriumssprecher. Die israelische Armee teilte mit, sie bedauere den Tod unschuldiger Menschen. Der 'Islamische Dschihad' kündigte Vergeltung an. - In einer Schule der israelischen Grenzstadt Sderot schlug am Morgen eine von palästinensischen Extremisten abgefeuerte Rakete ein. Verletzt wurde niemand.

WASHINGTON: Die Regierungsbildung im Irak ist international auf ein positives Echo gestoßen. Damit sei ein neues Kapitel in der Geschichte des Landes aufgeschlagen worden, erklärte US-Präsident George W. Bush. Zugleich sicherte er dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri al Maliki Unterstützung zu. Die Außenkommissarin der Europäischen Union, Benita Ferrero-Waldner, sagte, sie hoffe nun auf eine Verbesserung der Sicherheitslage im Irak. Auch UN-Generalsekretär Kofi Annan äußerte die Hoffnung, dass die Gewalt nun eingedämmt werde. - Am Samstag hatte das Parlament in Bagdad das Kabinett Malikis bestätigt. Damit ist im Irak erstmals seit dem Sturz Saddam Husseins 2003 wieder eine für eine reguläre Amtszeit gewählte Regierung im Amt.

KABUL: Bei einem Bombenanschlag in der afghanischen Hauptstadt sind mindestens drei Menschen getötet worden. Wie Augenzeugen berichteten, explodierte der in einem Auto deponierte Sprengsatz auf einer Hauptstaße im Osten Kabuls. Die Behörden gehen davon aus, dass der Anschlag von Anhängern der radikal-islamischen Taliban verübt wurde. - Bei Gefechten mit Taliban-Kämpfern in der Nähe der pakistanischen Grenze wurden mehrere Soldaten getötet, unter ihnen ein Soldat der multinationalen Truppen.

PODGORICA: Die Einwohner von Montenegro entscheiden an diesem Sonntag darüber, ob sich die Teilrepublik aus dem Staatenbund mit Serbien löst. Dies würde den endgültigen Zerfall des ehemaligen Jugoslawien besiegeln. Damit es zu einer Unabhängigkeit Montenegros kommt, müssen mindestens 55 Prozent der Bürger mit 'Ja' stimmen. Allerdings ist das Referendum nur dann gültig, wenn mindestens die Hälfte aller Wahlberechtigten an der Abstimmung teilnimmt. Das Ergebnis des Referendums dürfte laut jüngsten Umfragen äußerst knapp ausfallen.

NIKOSIA: In der überwiegend von Inselgriechen bewohnten Republik Zypern wird an diesem Sonntag ein neues Parlament gewählt. Insgesamt bewerben sich Kandidaten aus elf Parteien um die Sitze im Repräsentantenhaus. Es ist die erste Parlamentswahl seit dem EU-Beitritt der Mittelmeerinsel im Mai 2004. Der Wahlkampf war dominiert von der Debatte, ob der griechische Südteil Zyperns mit dem türkischen Nordteil wiedervereinigt werden soll.

KÖLN: Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker hat sich dafür ausgesprochen, die so genannte Denkpause in der Krise um die EU-Verfassung zu verlängern. Im Deutschlandfunk sagte Juncker, es solle weiter gemeinsam nachgedacht werden, um dann von 2007 an zu Beschlüssen zu kommen. Bei den Menschen sei das Gefühl weit verbreitet, die Verfassung habe die Funktion einer großeuropäischen Planierraupe, die alles niederwalze, sagte Juncker. - Im vergangenen Jahr war die EU-Verfassung bei Volksabstimmungen in Frankreich und den Niederlanden gescheitert.

BERLIN: Nach dem Überfall auf den türkischstämmigen Politiker der Linkspartei, Giyasettin Sayan, gibt es von den Tätern noch keine Spur. Es gebe erste Hinweise von Zeugen, aber noch keine konkreten Anhaltspunkte, sagte ein Polizeisprecher in Berlin. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremistischen Hintergrund der Tat aus. Sayan war am Freitagabend in Berlin-Lichtenberg von zwei Unbekannten beschimpft und niedergeschlagen worden. Der 56-Jährige liegt im Krankenhaus.

BERLIN: Bei Unwettern mit Sturmböen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Nordbayern ist am Samstag ein Mensch ums Leben gekommen. Im niedersächsischen Hameln wurde ein 71-jähriger Mann im Stadtzentrum von einem herabfallenden Ast getroffen und tödlich verletzt. Durch umstürzende Bäume und losgerissene Dachziegel entstand in vielen Orten Sachschaden.

ATHEN: Die finnische Rockband 'Lordi' hat den diesjährigen Eurovision Song Contest gewonnen. Ihr Titel 'Hard Rock Hallelujah' erhielt beim europäischen Musikwettbewerb in Athen die meisten Punkte. Für Aufsehen sorgten die Rockmusiker mit ihren Monstermasken. Platz zwei und drei gingen an Russland und Bosnien-Herzegowina. Die als Geheimfavorit gehandelte deutsche Band 'Texas Lightning' kam mit dem Country-Song 'No No Never' nur auf Rang 15.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd wolkig mit freundlichen Abschnitten und nur einzelnen leichten Schauern. Tagestemperaturen zwischen 14 und 21 Grad Celsius.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 11 Grad, leichtes Nieseln;
Berlin: 11 Grad, leichter Regen;
Dresden und München: 13 Grad, stark bewölkt;
Köln/Bonn: 12 Grad, wolkig und
Frankfurt am Main: 12 Grad, stark bewölkt.
  • Datum 21.05.2006
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/8VSU
  • Datum 21.05.2006
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/8VSU