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Nachrichten

Sonntag, 21. März 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BRÜSSEL: Die EU-Kommission will künftig schon die Haushaltsplanung der einzelnen Mitgliedsstaaten stärker überwachen. Derzeit werde die Kommission von den Mitgliedern erst informiert, wenn deren Haushalte längst feststünden, sagte EU-Währungskommissar Rehn der "Welt am Sonntag". Das sei zu spät. Nur wenn die EU-Kommission bereits in die Etatplanung eingebunden würde, könnten Fehlentwicklungen, die mit der Stabilitätsanforderung der Eurozone nicht konform seien, rechtzeitig erkannt werden, sagte der finnische EU-Kommissar. Er kritisierte zugleich die Haushaltspolitik der Bundesregierung. Es fehlten im deutschen Haushaltsplan konkrete Konsolidierungsmaßnahmen zum Abbau des Schuldenbergs in der Zeit nach 2010, bemängelte Rehn.

BERLIN: Die Bundesregierung sieht die Forderung von EU-Kommissionspräsident Barroso skeptisch, das hochverschuldete Griechenland mit bilateralen Finanzhilfen zu unterstützen. Kanzlerin Merkel sagte im Deutschlandfunk, sie sehe im Augenblick nicht, dass Griechenland dringend fremdes Geld brauche. Ministerpräsident Papandreou habe ihr mehrfach versichert, sein Land werde keine Geldforderungen an die EU richten. Die beste Lösung für den Euro sei es, wenn Griechenland seine Probleme alleine löse. Deshalb wird es nach Angaben Merkels beim EU-Gipfel am Donnerstag auch keine Entscheidung über EU-Hilfen für Griechenland geben.

JERUSALEM: Angesichts starker internationaler Kritik will Israel den geplanten Bau Hunderter neuer Wohnungen im Osten Jerusalems nach Angaben mehrerer Minister verschieben. Regierungschef Netanjahu bekräftigte aber nochmals seine Ablehnung eines umfassenden Baustopps. Aus Regierungskreisen hieß es, Netanjahu habe der Regierung in Washington zugesagt, palästinensische Häftlinge freizulassen. UN-Generalsekretär Ban machte auf seiner Nahostmission unterdessen Station im Gazastreifen. Dort kritisierte er die Abriegelung des Gebiets und sprach von unakzeptablen Leiden der palästinensischen Bevölkerung.

PARIS: In Frankreich hat die zweite und entscheidende Runde der Regionalwahl begonnen. In Umfragen werden den Linksbündnissen gute Chancen eingeräumt, sämtliche Regionen zu erobern und dem konservativen Staatspräsidenten Sarkozy einen heftigen Dämpfer zu versetzen. Nach einem Anteil von gemeinsam 53 Prozent der Stimmen vor einer Woche schmiedeten die Sozialisten Bündnisse mit der grünen Sammelpartei "Europe Ecologie" und der Linksfront, der auch die Kommunisten angehören.

WASHINGTON: Nach mehr als einjähriger erbitterter Debatte stimmt das US-Repräsentantenhaus an diesem Sonntag über das wichtigste innenpolitische Projekt von Präsident Obama ab: die Gesundheitsreform. Nach intensivem Ringen der Demokraten um die notwendige Zustimmung aus dem eigenen Lager hängt das Votum am seidenen Faden. Mindestens 216 Abgeordnete müssen dafür votieren. Ein Sprecher der Demokraten erklärte aber, man habe die Mehrheit zusammen. Auch Obama zeigte sich zuversichtlich.

NEW YORK: Im Betrugsskandal bei der zusammengebrochenen US-Investmentbank Lehman Brothers verdichten sich die Hinweise auf gezielte Bilanzmanipulation. So habe ein ranghoher Lehman-Manager bereits Monate vor der Pleite in einem internen Brief die Unternehmensführung gewarnt, dass Anleger über den wahren Wert offensichtlich toter Unternehmensteile getäuscht würden, berichtete das "Wall Street Journal". Einige Tage nach seinem Schreiben sei der damalige Vize-Präsident Lee gefeuert worden. Die Lehman-Pleite gilt als einer der Auslöser für die schwerste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg.

REYKJAVIK: Auf Island haben die Behörden nach einem Vulkanausbruch in einem Gletschergebiet für den südlichen Landesteil den Ausnahmezustand ausgerufen. Da Überschwemmungen durch Schmelzwasser befürchtet werden, mussten rund 500 Anwohner in Ortschaften am Eyjafjalla-Gletscher ihre Häuser verlassen. Nach Angaben der Behörden wurde der Flugverkehr eingestellt. Betroffen sind auch die internationalen Verbindungen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Dicht bewölkt und regnerisch. Im Tagesverlauf von Nordwesten her zunehmend trocken, dabei auch heitere Abschnitte.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 8 Grad;

Berlin: 12 Grad;

Dresden: 14 Grad;

Köln/Bonn: 11 Grad;

Frankfurt am Main: 13 Grad und

München: 11 Grad.

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