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Nachrichten

Sonntag, 21. Juni 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEHERAN: In der iranischen Hauptstadt sind nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens mehrere Menschen durch den Brand in einer Moschee ums Leben gekommen. Das Staatsfernsehen spricht von Randalierern, die am Samstag den Brand gelegt hätten. Zudem habe es Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei gegeben. 13 Menschen seien dabei getötet worden. Die iranische Staatsmacht war zuletzt mit Härte gegen Anhänger des unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Mir-Hossein Mussawi vorgegangen. Die Mussawi-Anhänger demonstrieren gegen das offizielle Ergebnis der Präsidentenwahl, wonach der konservative Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad klar gewonnen hat. -- Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei, der im Iran praktisch mit unbeschränkter Macht ausgestattet ist, hat die Wahl mehrfach als korrekt bezeichnet und erklärt, die Proteste der Reformer seien illegal und würden nicht geduldet.

PARIS/ HAMBURG: In mehreren europäischen Ländern sind aus Solidarität mit der Opposition im Iran zehntausende Menschen auf die Straße gegangen. In Villepinte nördlich von Paris versammelten sich nach Angaben des Nationalen Widerstandsrats des Irans 90.000 Teilnehmer zu einer Kundgebung. Auch in mehreren deutschen Städten gab es Demonstrationen gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Allein in Hamburg zogen 4.000 Menschen mit grünen Bändern und Rosen durch die Innenstadt.

KABUL: Bei einem Raketenangriff auf den größten US-Stützpunkt in Afghanistan sind zwei amerikanische Soldaten getötet worden. Das bestätigte eine Militärsprecherin. Bislang hat es auf den gut gesicherten US-Stützpunkt Bagram 40 Kilometer nordöstlich der afghanischen Hauptstadt Kabul nur wenige Angriffe von Aufständischen gegeben.

BILBAO: Zehntausende Menschen haben nach der Beerdigung eines Polizisten in Bilbao gegen die baskische Untergrundorganisation ETA demonstriert. Der 49-jährige Chef einer Antiterroreinheit war am Freitag bei einem der ETA zugeschriebenen Autobombenanschlag in der Nähe von Bilbao getötet worden. An dem Trauermarsch nahmen auch die stellvertretende spanische Regierungschefin Maria Teresa Fernandez de la Vega und Innenminister Alfredo Perez Rubalcaba teil. - Die ETA kämpft inzwischen seit vier Jahrzehnten gewaltsam für die Unabhängigkeit des Baskenlandes im Norden von Spanien sowie im Süden Frankreichs. Dabei wurden bislang mehr als 800 Menschen getötet.

BERLIN: Die Linkspartei will an diesem Sonntag auf ihrem Parteitag in Berlin das Programm für die Bundestagswahl verabschieden. Beschlossen haben die Delegierten bereits die Forderungen nach einem Mindestlohn von zehn Euro und der Anhebung des Hartz-IV-Regelsatzes auf 500 Euro. Im Wahlprogrammentwurf des Parteivorstands wird zudem die Einführung einer Vermögens- und Börsenumsatzsteuer sowie der 35-Stunden-Woche verlangt. Weitere Forderungen sind der Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und die Umwandlung der NATO in ein kollektives Sicherheitssystem unter Beteiligung Russlands. Vor dem Berliner Treffen hatte es heftigen Streit über die Frage gegeben, wie radikal das Programm der Linken ausfallen soll.

BERLIN: Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hat vor einer parteipolitischen Instrumentalisierung des 20. Jahrestages des Mauerfalls gewarnt. Es müsse am 9. November ein wirkliches Volksfest stattfinden, nicht aber ein missbräuchlich wirkender Aufmarsch von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Altkanzler Helmut Kohl und US-Präsident Barack Obama vor dem Brandenburger Tor, sagte Platzeck der "Leipziger Volkszeitung". Es sei eine falsche Darstellung der Ereignisse in Vorbereitung, so als hätten CDU und Amerikaner die deutsche Einheit hergestellt. Die Mauer sei aber vom Osten her eingedrückt worden, betonte Platzeck. Kanzlerin Merkel bemüht sich um eine Teilnahme Obamas an den Feierlichkeiten am 9. November. Eine Zusage aus Washington steht aber noch aus.

MEXIKO-STADT: Volkswagen fährt wegen der weltweiten Absatzkrise erneut die Produktion in seinem Werk in Mexiko herunter. Etwa ein Drittel der Mitarbeiter an den Montagebändern im Werk Puebla soll nach Gewerkschaftsangaben im Juli 14 Tage zu Hause bleiben. Ihre Löhne werden in dieser Zeit für zehn Tage um 50 Prozent gekürzt. Der Wolfsburger Autokonzern hoffe so, Arbeitsplätze zu sichern, hieß es. - VW hat die Fertigung in Mexiko in den vergangenen Monaten bereits mehrfach vorübergehend gesenkt. Puebla ist das einzige VW-Werk in Nordamerika. 70 Prozent der Autos werden hier für den US-Markt produziert, der derzeit eine schwere Krise durchmacht.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist wechseln Sonne und Wolken ab. Dazu gibt es Schauer oder kurze Gewitter. Höchsttemperaturen wieder bei kühlen 15 bis 21 Grad.

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