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Nachrichten

Sonntag, 21. Januar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag.

MÜNCHEN: Auch nach der Rücktrittsankündigung des bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chefs Edmund Stoiber geht der Machtkampf um die Führung der Partei weiter. Im Streit um den CSU-Vorsitz bot Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber seinem Rivalen, Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer, eine herausgehobene Stellung in einem Führungsteam an. Seehofer wiederum warf Huber und dem möglichen künftigen Ministerpräsidenten Günther Beckstein unfaire Absprachen vor. Seehofer will sich an diesem Sonntag mit Stoiber treffen. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos äußerte im Deutschlandfunk die Erwartung, dass der Wechsel an der Spitze seiner Partei früher als im Herbst stattfindet. Bayerns Innenminister Beckstein, der die Nachfolge Stoibers als Ministerpräsident anstrebt, bezeichnete sich selbst als Übergangslösung.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel reist zu Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nach Sotschi ans Schwarze Meer. Im Zentrum des Treffens stehen die neuesten internationalen Bemühungen um einen Frieden im Nahen Osten sowie stabile Lieferbeziehungen für Öl und Gas. Vor zwei Wochen hatte Russland die Einspeisung von Rohöl in die Pipeline durch Weißrussland wegen eines Streites um Transitgebühren zeitweise gestoppt.

BELGRAD: Serbien wählt ein neues Parlament. Rund 6,6 Millionen Bürger sind aufgerufen, über die politische Zukunft des Balkanstaats zu entscheiden. Es geht um eine Richtungswahl für oder gegen Europäische Union und Nato, über den künftigen Status des Kosovo sowie die Fortführung der Wirtschaftsreformen. Erwartet wurde, dass die ultranationalistischen Radikalen mit einem Drittel der Stimmen wieder stärkste Kraft werden. Auch die westlich orientierte Demokratische Partei von Präsident Boris Tadic kann sich laut Umfragen Hoffnungen auf ein gutes Abschneiden machen, wäre aber für eine Regierungsbildung ebenfalls auf mehrere Partner angewiesen.

ISTANBUL: Der am Samstag festgenommene türkische Jugendliche hat die Ermordung des Journalisten Hrant Dink gestanden. Dies habe der zuständige Staatsanwalt in Samsun bereits nach der erste Vernehmung mitgeteilt, meldeten Agenturen und TV-Sender. Der 52-jährige armenisch-stämmige Dink war vor seinem Redaktionsbüro in Istanbul erschossen worden. Aufnahmen einer Überwachungskamera hatten auf die Spur des Täters geführt. Dink war wegen seiner kritischen Äußerungen über die blutige Verfolgung von Armeniern wiederholt von türkischen Nationalisten angegriffen worden und hatte Morddrohungen erhalten. Auch von deutschen Politikern kam Kritik an mangelndem Personenschutz durch die türkischen Behörden.

NEW YORK: Die demokratische US-Senatorin Hillary Clinton will Präsidentin der USA werden. Sie bewerbe sich um die Kandidatur für die Präsidentschaft, gab die ehemalige First Lady im Internet bekannt. Ein Sondierungkomitee solle ihre Chancen ausloten. Als ihre schärfsten innerparteilichen Konkurrenten gelten Senator Barack Obama und der frühere Senator John Edwards. An diesem Sonntag wird noch die Bewerbung von Gouverneur Bill Richardson aus New Mexico erwartet.

BAGDAD: Mit rund 20 Toten hat das US-Militär am Samstag einen der verlustreichsten Tage seit der Invasion vor vier Jahren hinnehmen müssen. Allein bei dem Absturz eines Transporthubschraubers nordöstlich von Bagdad kamen zwölf Soldaten ums Leben. Mit weiteren Bombenanschlägen setzte sich an diesem Sonntag die Serie der Gewaltakte in der Hauptstadt fort. Im Zentrum Bagdads wurden sieben Personen in einem Kleinbus getötet. -- Nahe Basra im Süden Iraks fiel ein britischer Soldat einer Bombenattacke auf eine Patrouille zum Opfer. Mehrere Briten wurden verletzt.

DAMASKUS: Für die Pläne zur Bildung einer gemeinsamen Regierung der Palästinenser hat es einen weiteren Rückschlag gegeben. Eine dazu in Syrien vorbereitete Unterredung zwischen Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas und Hamas-Anführer Chaled Maschaal war am Samstag zunächst verschoben worden und galt auch an diesem Sonntag als immer unwahrscheinlicher. Hamas-Funktionäre erklärten, das Spitzentreffen in Damaskus sei wegen anhaltender Differenzen verlegt worden und weitere Vorverhandlungen seien notwendig. Uneins sei man weiter über die Formulierung einer Grundsatzerklärung und den Entwurf einer Kabinettsliste.

LONDON: Ein Sonderausschuss des britischen Unterhauses hat die
Regierung von Premier Tony Blair aufgefordert, gemeinsam mit den USA nach einer Alternative für das Militärgefängnis Guantanamo zu suchen. Auf diese Weise könne die angestrebte Schließung des Gefangenenlagers auf Kuba beschleunigt werden, erklärten die Abgeordneten in einem jetzt veröffentlichten Bericht. Das vom außenpolitischen Ausschuss des Parlaments eingerichtete Gremium beklagte, die Haftbedingungen in Guantanamo erfüllten selbst britische Minimalstandards nicht. Mit hoher Wahrscheinlichkeit habe es auch Misshandlungen gegeben.

ESSEN: Nach dem schweren Orkan "Kyrill" hat sich die Zahl der Todesopfer in Deutschland auf 13 erhöht. In Essen starb ein 32 Jahre alter Mann, der von einem umstürzenden Baum schwer verletzt worden war. - In Thüringen haben die Energieversorger inzwischen die Stromversorgung in allen Landesteilen wieder hergestellt. Der Bahnverkehr ist aber weiterhin auf etlichen Strecken behindert.

ZUM BOXEN: Der Russe Nikolai Walujew bleibt Weltmeister im Schwergewicht des Verbandes WBA. Der 2,13 Meter große Hüne besiegte in Basel seinen US-Herausforderer Jameel McCline durch technischen K.o. in der 3. Runde. Grund war eine Verletzung des Amerikaners.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet Regen mit Sturm- oder orkanartigen Böen. Es wird kühler. Höchstwerte zwischen vier und neun Grad.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 21.01.2007
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